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Dahme-Spreewald Lions Club sammelt für Sierra Leone
Lokales Dahme-Spreewald Lions Club sammelt für Sierra Leone
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16:18 19.08.2016
Michael Mundeling im Gespräch. Quelle: Privat
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Diedersdorf

Anlässlich eines Vortragsabend mit dem Thema „Psychotherapie ohne Grenzen – Sierra Leone“ wollen die Mitglieder des Lions Clubs „Berliner Ring“ den Blick auf eines der ärmsten Länder Afrikas richten und praktische Hilfe leisten. Über die Wohltätigkeitsveranstaltung auf Schloss Diedersdorf am 8. September informiert Michael Mundeling, der amtierende Club-Präsident.

Herr Mundeling, seit der Gründung im November 2015 hat Ihr Lions Club mehrere Wohltätigkeitsveranstaltungen mit regionalem Charakter organisiert. Warum wollen Sie jetzt ein Projekt in Sierra Leone unterstützen?

Michael Mundeling: Der Lions Club hilft dort, wo Hilfe nötig ist. Es ist richtig, dass wir bisher aber ausschließlich regionale Projekte unterstützt haben. Wichtige überregionale Projekte sind für uns zudem ein globales Programm zur Bekämpfung der vermeidbaren Blindheit sowie eine Methode der solaren Trinkwasserdesinfektion. Wir sind jetzt aber auf ein Projekt aufmerksam geworden, bei dem mit relativ wenigen Mitteln ein großes Ergebnis erzielt werden kann. Das ist für uns ein wichtiger Aspekt.

Wie meinen Sie das?

Mundeling: Wir organisieren einen tollen Abend für unsere Gäste, die neben einem Imbiss auch Informationen zu dem Land sowie eine Präsentation des Projekts erhalten, das wir unterstützen wollen. Der Botschafter von Sierra Leone wird auch anwesend sein. Wir hoffen auf bis zu 200 interessierte Teilnehmer.

Haben Sie ein Ziel für die erwünschte Spendensumme?

Mundeling: Der Kapitalbedarf für das Projekt ist überschaubar, das Ergebnis aber wird groß sein. In Sierra Leone, das seit März ebolafrei ist, müssen 70 Prozent der Bevölkerung mit einem Euro am Tag auskommen. Uns geht es um die Unterstützung der Menschen durch eine moderne Psychotherapiemethode. Die gesammelten Spenden werden ausschließlich für die Organisation des Vorhabens in Sierra Leone verwendet – insbesondere für Transport und Unterkunft der Teilnehmer. Abhängig davon, ob Kinder, Lehrer oder einheimische Psychotherapeuten ausgebildet werden, liegen die Gesamtkosten der Aktivitäten zwischen 1200 und 4000 Euro. Im Verhältnis zu dem Etat der Entwicklungshilfe der Bundesrepublik in Höhe von 7,4 Millionen Euro sind das – aus meiner Sicht – relativ wenig Mittel, die benötigt werden um das Projekt realisieren zu können.

Wie werden die Fachleute bezahlt?


Mundeling: Die kanadische und deutsche Psychotherapeutin werden den gesamten Aufenthalt, Flugtickets und andere Kosten selbst finanzieren sowie ihren vierwöchigen Urlaub verwenden.

Was soll in Sierra Leone genau passieren?

Mundeling: Die Psychotherapeuten wollen Menschen zu Multiplikatoren in der Gesellschaft ausbilden. Die Auswirkungen der Arbeit werden von einem Forschungsteam wissenschaftlich evaluiert und bisherige Ergebnisse zeigen, dass der Ansatz der speziellen Methode in einem nicht-westlich geprägten kulturellen Kontext erfolgreich angewandt werden kann, um die psychosoziale Grundversorgung zu verbessern. Wie das genau funktioniert, erzählt Maria Kensche bei dem Vortrag.

Wann starten Sie wieder eine regionale Aktion?

Mundeling: Unser Club begeistert sich eigentlich ausschließlich für regionale Aktivitäten. Interessanten Ausnahmen wie das Sierra-Leone-Projekt bestätigen aber diese Regel. Wir werden vor Weihnachten unsere nächste Aktivität vorstellen, von der junge Leute und Familien profitieren werden.


Info: Die Tickets für die Benefizveranstaltung im Schloss Diedersdorf gibt es zum Preis von 25 Euro (inklusive Spende und Imbiss). Erhältlich sind die Karten über www.lions-club-berliner-ring.de. Interessenten melden Name und Anzahl Karten unter postmaster@lions-club-berliner-ring.de an. Per Mail wird eine Eintrittsnummer zugesendet.

Von Uta Schmidt

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