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Dahme-Spreewald Löscheinsatz zum Abschied
Lokales Dahme-Spreewald Löscheinsatz zum Abschied
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13:11 26.02.2018
Feuerwehrchef Sandro Viehöfer überreichte Bernd Kleinsorge zum Abschied Blumen vom Bürgermeister. Quelle: Aireye
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Königs Wusterhausen

Bitterkalt war es. Am frühen Mittwochmorgen knatterte ein Fahrzeug über die Landstraße zwischen Königs Wusterhausen und Mittenwalde. Daniel Stutzki war von seinen Feuerwehrkollegen aus Königs Wusterhausen beauftragt worden, einen altgedienten Kollegen zum letzten Dienst abzuholen: Bernd Kleinsorge geht mit 62 Jahren in den wohlverdienten Feuerwehr-Ruhestand.

Bereits um 6 Uhr stand das historische Feuerwehrauto vor dem Haus in Mittenwalde. Es sollte traditionell zum Dienst gehen, obwohl die Einsatzkräfte eigentlich natürlich nicht zum Dienst abgeholt werden – auch vor 33 Jahren nicht. Doch am Mittwoch, dem letzten Arbeitstag von Kleinsorge, sollte es eben besonders zusehen.

Feierlicher Empfang

Knapp eine halbe Stunde dauerte es, bis das Fahrzeug um die Ecke zur Königs Wusterhausener Wache bog. Zwischenzeitlich hatten sich fast alle Beschäftigten der Feuerwehr versammelt – diensthabende Kameraden ebenso wie jene, die eigentlich frei hatten. Hell erleuchtet standen die aktiven Einsatzfahrzeuge vor dem Gerätehaus, angestrahlt vom Lichtmast der Drehleiter. Auf ausgerollten Schläuchen, fein säuberlich nebeneinander gelegt, durchschritt Kleinsorge die Reihen der Kollegen. Jeder begrüßte den beliebten Feuerwehrmann mit einem Schulterklopfen. Anschließend ging es in die letzte Schicht. Noch einmal 24 Stunden, dann ist die Arbeit nach 33 Jahren bei der Feuerwehr beendet.

Im Feuerwehralltag deckt der Schichtdienst nicht nur mögliche Einsätze wie Brände, Verkehrsunfälle, Menschenrettung oder technische Hilfe ab. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Aufgaben: Reparaturen, Pflege der Ausrüstung, Fortbildung im Eigenstudium. Langeweile kommt dabei nicht auf.

Ein Helm voller Abschiedsgrüße

Schnell hatte sich am Mittwochmorgen jemand den persönlichen Schutzhelm des angehenden Ruheständlers geschnappt, alle Kameraden unterschrieben zum Abschied. Der Helm nämlich soll nicht, wie eigentlich üblich, in die Kleiderkammer gebracht werden – er wird ausgemustert.

Noch während der ersten Dienststunden wartete ein besonderer Einsatz auf Bernd Kleinsorge. Es ging zu einem Brand. Ziel war dabei nicht ein ferner Ort – es ging nur einmal ums Gebäude. Hinter dem Haus hatten die Feuerspezialisten ein präpariertes Holzhäuschen angezündet – unter den wachen Augen der Mitarbeiter versteht sich. Kleinsorge musste noch einmal seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am Einsatzende gab es die Blumengrüße des Bürgermeisters Swen Ennullat (Freie Wähler KW), überbracht durch den Feuerwehrchef Sandro Viehöfer. Ennullat ließ seinen Dank für die treuen Dienste ausrichten.

Fürs Feiern blieb ansonsten wenig Zeit, denn die letzte Dienstschicht ist am Ende dann eben doch wie alle anderen Schichten.

Bahnunfall und Flugzeugabsturz

Bernd Kleinsorge begann am 5. Mai 1985 seinen Dienst bei der Feuerwehr. Gleich am zweiten Tag musste er einen Bahnunfall abarbeiten, bei dem ausgerechnet ein Bekannter ums Leben kam. Das schmerzt noch heute, erzählt der erfahrene Feuerwehrmann. Gefragt nach den schwersten Vorfällen erinnert er sich an den Absturz der Aeroflot 892 am 12. Dezember 1986. Damals kamen 72 Menschen ums Leben. „Der Flugzeugabsturz war der härteste Einsatz für mich“, sagt Kleinsorge nachdenklich über diese lange zurückliegende Katastrophe.

Künftig stehen Garten, Haus und Verwandtschaft, wo Kleinsorge gerne bei diesen und jenen Problemen hilft, im Fokus. Die Umstellung wird ihm wohl schwer fallen, doch Ehefrau und Hund warten nun nicht mehr auf den Dienstschluss des Hausherren. 33 Jahre seien eine lange Zeit, beschreibt Bernd Kleinsorge wehmütig seinen altersbedingten Ausstieg aus den Diensten der Königs Wusterhausener Feuerwehr. Es müsse aber sein, so sei nun mal das Leben.

Von Peter Jagst

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