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Lösung für Stichstraßen in Sicht

Zeuthen Lösung für Stichstraßen in Sicht

Die Verkaufsgespräche der Gemeinde Zeuthen mit Eigentümern von Flächen im Falkenhorst stehen kurz vor einer Lösung. Die Gemeinde will die Flächen erwerben, um Wendemöglichkeiten für die Müllautos zu schaffen und den bereits beschlossen Straßenausbau zu beginnen.

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Die Stichstraße am Fliederbusch in Zeuthen soll ausgebaut werden. Für die Müllautos muss zunächst ein Wendehammer errichtet werden.

Quelle: Foto: Becker

Zeuthen. Für die Stichstraßen in Zeuthen zeichnet sich eine Lösung ab. Sie wurde im jüngsten Ortsentwicklungsausschuss besprochen. Danach ist das Rathaus in Gesprächen mit Eigentümern verschiedener Flächen, die getauscht werden sollen, um Wendemöglichkeiten für die Müllautos des Südbrandenburgischen Abfallzweckverbands (SBAZV) zu schaffen.

„Bei den Sackgassen im Falkenhorst sind wir einen Schritt weiter“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). „Im Ausschuss haben wir besprochen, dass wir für die zwei längsten Abschnitte eine Lösung bekommen und einen Wendehammer bauen können“, so Burgschweiger weiter. Daran anschließen könnten dann die bislang verschobenen Straßenausbaumaßnahmen für diesen Bereich. Man sei ständig in Gesprächen mit den Grundstückseigentümern und einigen Anwohnern. „In zwei Bereichen bahnt sich eine Lösung an und können wir einen Grundstückstausch vornehmen“, sagte die Bürgermeisterin. „In einer anderen Variante wird uns voraussichtlich auch hier eine Privatperson eine Fläche zur Verfügung stellen, so dass wir jeweils ein Wendemöglichkeit dort für die Müllautos haben werden“, sagte sie. „Ich bin recht zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr die Baufreiheit schaffen können und zügig mit den Baumaßnahmen beginnen.“

Im besten Fall könne die Gemeinde mit dem Bau bereits Ende des Jahres beginnen, im ungünstigsten Fall sei dies erst im Frühjahr 2018 möglich. Mit wem die Gemeinde hierzu Gespräche führt, wollte Burgschweiger vor Abschluss der Gespräche aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sagen. Zuvor war jedoch bekanntgeworden, dass die Gemeinde mit Dieter Jäger Kaufgespräche führt (die MAZ berichtete). Er ist Eigentümer einer Fläche, die derzeit ausschließlich zur Futterversorgung für Pferde genutzt wird.

Die bereits beschlossene Erschließung der unbefestigten Sandstraßen – Fliederbusch, Jasminweg, Narzissenallee und Rosengang – wurde in der Vergangenheit auf Betreiben der Anwohner vertagt. Sie wollen diese erst mit Lösung der Müllproblematik haben – wie auf Anwohnerversammlungen deutlich wurde. Die Erschließung soll demnach erst dann erfolgen, wenn die Müllfahrzeuge nicht mehr rückwärts in die Sackgassen, sondern über einen Wendehammer oder eine Straße auf Wildauer Gebiet abfahren können. Bislang befahren die Müllautos die Straßen, da Bestandsschutz gilt. Mit dem Ausbau fällt dieser weg und müssen neue Vorsichtsmaßnahmen des SBAZV eingehalten werden, die das Rückwärtsfahren aus Gründen des Arbeitsschutzes, der Sicherheit und der Logistik in schmalen Straßen nicht mehr erlauben. Als Übergangslösung wurde eine zentrale Müllentsorgungsstelle vom Entsorgungsunternehmen vorgeschlagen. In einer Entfernung von maximal 100 Metern ab Einmündung Westpromenade wären danach Stellplätze für Abfallbehälter vorgesehen. Diese Strecke solle laut SBAZV das Müllauto rückwärts fahren. Anlieger der Stichstraßen, die hinter den Müllsammelplätzen wohnen, müssten zum Entsorgungstermin ihre Tonnen und gelben Säcke selbst zur Stellfläche bringen. Der Vorschlag hatte Kritik von Anwohnern und Gemeindevertretern auf den Plan gerufen.

Von Oliver Becker

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