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Dahme-Spreewald Nuthe-Brücke mit Zeitverzug aufgesetzt
Lokales Dahme-Spreewald Nuthe-Brücke mit Zeitverzug aufgesetzt
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01:15 17.03.2019
Die neue Brücke schwebt über der Nuthe. Sie kann ab Ende März von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Fußgänger und Radfahrer können ab Ende März am Trebbiner Tor in Luckenwalde über eine nagelneue Brücke das andere Ufer der Nuthe erreichen. Das Bauwerk wurde im Auftrag der Stadt am Donnerstag mit einem Kran als Fertigteil aufgesetzt.

Doch die als unkompliziert erwartete Aktion lief mit Verzögerungen und Hindernissen ab. Drei Zentimeter Fehlmessung oder Fehlplanung wurden den Bauleuten vor Ort zum Verhängnis. „Die Aussparungen in den Widerlagern sind drei Zentimeter zu flach, die Brücke passt nicht richtig rein“, erklärte Jürgen Schmeier, Leiter des städtischen Straßenamtes. Es musste nachgebessert werden. Erst mit zwei Stunden Zeitverzug konnte das Bauwerk installiert werden.

Eine neue Nuthe-Brücke für Fußgänger und Radfahrer wurde am Donnerstag am Trebbiner Tor in Luckenwalde aufgesetzt. Weil das Bauwerk nicht passgenau war, wurde es ein schwieriges Unterfangen.

Die Brücke ist 14,50 Meter lang und 2,50 Meter breit und hat eine Kunstharz-Decke. Das mit 2,5 Tonnen Gewicht relativ leichte Aluminium-Bauwerk wurde maßgerecht in Schwaben gebaut und von dort geliefert. Es ersetzt die alte, verschlissene Fußgängerbrücke. Diese wurde vom Tiefbau-Unternehmen Meli-Bau im Januar abgerissen. Zur Errichtung der neuen Brücke wurden zunächst Verdrängungspfähle eingebracht und anschließend auf beiden Seiten Widerlager darauf gesetzt.

Die Fundamente haben entsprechende Aussparungen, die haargenau unter die Aluminiumteile passen sollten. Doch schon bevor das Brückenteil an den Haken kam, machten sich Unruhe und Ratlosigkeit breit. Ungläubig prüften die Bauleute immer wieder mit dem Zollstock Abstände und Abweichungen.

Kompromiss gefunden

Schließlich wurde eine Kompromisslösung gefunden. „In allen vier Aussparungen werden mit einem Stemmhammer drei Zentimeter Beton weggestemmt“, erklärte Dirk Ullrich vom städtischen Straßenamt. Damit das Regenwasser abfließen kann, wurden die Aussparungen noch aufgeschlitzt.

Wie genau es zu den Abweichungen zwischen Plan und Bauwerk kommen konnte, soll nun geklärt werden. „Fest steht, dass die ursprüngliche Planung noch einmal geändert wurde“, sagte Schmeier, „wo das Versäumnis liegt, wissen wir noch nicht.“ Er ist dennoch froh, dass die Brücke aufgesetzt werden konnte, wenn auch mit kleinen Schönheitsfehlern. An beiden Enden gibt es einen ein Zentimeter hohen Absatz. „Da die Kanten abgerundet sind, besteht aber keine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger“, sagt Ullrich, so dass die Stadt mit dem Ergebnis leben kann. 190 000 Euro investiert sie dafür.

Bauleiter ist unzufrieden

„Es war eine Kaiserschnitt-Geburt“, scherzte Schmeier erleichtert, „aber beim Bau ist man vor Überraschungen nie ganz sicher.“ Bauleiter Uwe Lang von Meli-Bau ist nicht ganz zufrieden. „Seit vergangenem Jahr planen wir, und dann das“, ärgerte er sich. „Aber wir haben jetzt das Beste draus gemacht.“

„Ich war überrascht, dass bei diesen Widerlagern etwas schief geht“, sagte Bau-Überwacher Wolfgang von Plessen. „Aber die Brücke liegt vernünftig drauf und die Bewehrung ist nicht zerstört. Der Nutzer wird von den Zwischenfällen nichts merken.“

Von Elinor Wenke

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