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Lücke in der Stadtlinie

Königs Wusterhausen Lücke in der Stadtlinie

Das Achenbach-Krankenhaus wird von den Bussen der Stadtlinie in Königs Wusterhausen nicht ganztägig angefahren. Einwiohner kritisierten das in einer MAZ-Umfrage. Auch der Bürgermeister fordert eine bessere Anbindung. Unmöglich scheint das nicht zu sein.

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Haltestelle der Stadtlinie 739 am Königs Wusterhausener Bahnhof.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Der mehrfach geäußerte Wunsch von Königs Wusterhausenern in einer MAZ-Umfrage nach mehr Fahrten des Stadtbusses zum Achenbach-Krankenhaus bleibt vorerst unerfüllt. Die Busgesellschaft RVS sieht derzeit keine Möglichkeit dafür, wie Sprecher Lutz Strohschein sagte.

Zu wenige Stopps am Krankenhaus

Die Stadtlinie 739 fährt das Krankenhaus in der Woche nur morgens bis neun Uhr an, am Wochenende nur in teils großen Abständen und unregelmäßig zwischen 7 und 18 Uhr. Das ist viel zu wenig, beklagten Teilnehmer der MAZ-Umfrage, und forderten, dass der Bus durchgängig am Krankenhaus hält. Auch Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sprach sich beim MAZ-Stammtisch dafür aus.

Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) fordert bessere Busverbindungen in der Stadt

Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) fordert bessere Busverbindungen in der Stadt.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Stadtverkehr behindert Busse

Unmöglich scheint das nicht zu sein. RVS-Sprecher Strohschein sagte: „Um mit der Stadtlinie eine ständige, umsteigefreie Verbindung zum Krankenhaus, dem Ärztehaus oder zum Rathaus schaffen zu können, bedarf es neben der Finanzierung auch verkehrsorganisatorischer Maßnahmen.“ So würden sich an der neuen Zufahrt zu Kaufland in der Luckenwalder Straße, Ecke Wiesenstraße oft Staus bilden und die Busse viel Zeit verlieren. Eine Vorrangschaltung für Busse könne Abhilfe schaffen. Eine weitere Möglichkeit, besser vom Rathaus zum Bahnhof zu kommen, sieht er darin, dass Busse von der Schlossstraße nach links in die Eichenallee abbiegen dürfen. Dafür bedürfe es einer Ausnahmegenehmigung.

Andere Linien als Alternative

Zur Erreichbarkeit des Krankenhauses verwies Strohschein auf die Linien 735, 736 und 737. Sie würden stündlich am Bahnhof kurz nach der Ankunft der Stadtlinie starten und direkt über die Station Krankenhaus (735) fahren oder am „Weg zum Krankenhaus“ halten (736 und 737). „Von dort sind es zu Fuß etwas 300 Meter bis zum Eingang“, sagte Strohschein. Die aus Wildau kommenden Busse halten direkt vor dem Krankenhaus.

Mehr Fahrgäste auf der Stadtlinie

Die Taktung der Stadtlinie, die vor anderthalb Jahren eingeführt wurde, hält er trotz der Krankenhaus-Lücke für gut. Die Busse seien von Montag bis Freitag zwischen 4 und kurz vor 23 Uhr im 20-Minuten-Takt unterwegs – „fast wie in Berlin“, so Strohschein. Das werde sehr gut angenommen. Im ersten Jahr seien die Fahrgastzahlen auf der Stadtlinie um 25 Prozent gestiegen. Seit Dezember sei auch das Angebot an den Wochenenden ausgeweitet worden. Die Busse fahren von 7 bis gegen 23 Uhr mindestens einmal in der Stunde.

Schlechte Busverbindungen in die Ortsteile

In der MAZ-Umfrage wurden auch bessere Busverbindungen in die Ortsteile gefordert. Bürgermeister Lutz Franzke sieht das genauso. Die Stadt sei bereit, ein zusätzliches Angebot der RVS zu bezahlen, sagte er beim MAZ-Stammtisch. Handlungsbedarf sieht man auch bei der Busgesellschaft. „Uns ist bewusst, dass da etwas passieren muss“, sagte Strohschein. In Richtung Senzig fährt der letzte Bus von Königs Wusterhausen kurz nach 19 Uhr. An den Wochenenden sieht es noch schlechter aus. Abends kommt man vielerorts ohne Auto nicht mehr weg. In einigen Fällen könne aber auch die S-Bahn nach Zeuthen genutzt werden, um von dort mit dem Bus weiterzufahren, sagte Strohschein. „Aber wichtig ist auch, dass die Busse vorwärts kommen.“

Ärgernis auf der Linie 733

Ein großes Ärgernis auf der Linie 733 sei zum Beispiel die Ampelkreuzung auf der Storkower Straße am Abzweig nach Senzig. Linksabbieger, die aus Richtung Neue Mühle kommen, würden den Geradeaus-Verkehr oft lahm legen. „Die Ampel schaltet sehr schlecht.“ Busse würden hier besonders im Feierabendverkehr mehrere Minuten Zeit verlieren.

Von Frank Pawlowski

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