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Lückenschluss am Berliner Berg

Königs Wusterhausen Lückenschluss am Berliner Berg

Die Ecke Potsdamer Straße und Berliner Straße soll mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut werden. Es gibt mehrere Entwürfe dafür, zwei von ihnen werden von der Stadt favorisiert. Die alte Kaufhalle soll abgerissen werden. Noch gehört das Grundstück allerdings dem Konsum.

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Die Kreuzung am Berliner Berg mit der alten, leerstehenden Kaufhalle in der Potsdamer Straße. Das Eckgrundstück soll bebaut, die Kaufhalle abgerissen werden.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Das Eckgrundstück an der Berliner Straße und der Potsdamer Straße in Königs Wusterhausen soll mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut werden. Im Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates wurden am Montagabend mehrere Varianten dafür vorgestellt, von denen die Planer zwei favorisieren. Diese fanden auch Zuspruch bei den Stadtverordneten. Allerdings wurde noch kein Beschluss gefasst.

So sieht die Variante 5 für die Eckbebauung aus, sie wird von der Stadt favorisiert

So sieht die Variante 5 für die Eckbebauung aus, sie wird von der Stadt favorisiert. Oben die Ansicht von der berliner Straße, unten von der Potsdamer Straße. Die Wohnhäuser unten links müssten von der Wobauge gebaut werden, die das aber noch nicht vorhat. das Eckhaus kann aber separat errichtet werden.

Quelle: Planungsgruppe Werkstatt

Die Vorstellung war eine erste Information darüber, wie sich die Stadt das künftige Antlitz dieser markanten Stelle vorstellt. Die beiden bevorzugten Varianten sehen eine Bebauung mit einem dreigeschossigen Eckhaus vor, sie unterscheiden sich im wesentlichen nur in der Dachgestaltung. Die kleine grüne Insel direkt an der Kreuzung würde verschwinden. Die alte Kaufhalle, die seit einigen Jahren leer steht, soll abgerissen werden. Die Stadt will das Grundstück von der Konsumgenossenschaft erwerben. Der Kaufvertrag sei vom Insolvenzverwalter noch nicht genehmigt worden, sagte Stadtplanerin Kerstin Koffke im Ausschuss.

Geschäfte im Erdgeschoss, Wohnungen darüber

Im Erdgeschoss des Neubaus sind fünf Gewerbeeinheiten mit Flächen zwischen 90 und 210 Quadratmetern vorgesehen. Das ist allerdings variabel, die Flächen können auch zu größeren Einheiten zusammengelegt werden. Darüber sollen sich 45 Wohneinheiten befinden. Laut dem Vorschlag könnten das sieben Ein- und Anderthalb-Zimmerwohnungen sein, 19 Zweiraumwohnungen, 16 Dreiraumwohnungen und drei Vierraumwohnungen sein. Parkplätze befinden sich in einer Tiefgarage und auf dem Innenhof. Die Zufahrt soll über die Potsdamer Straße erfolgen. In einer der beiden Varianten ist auch eine Zufahrt von der Berliner Straße vorgesehen. Das Eckhaus soll mit einem kleinen Abstand an das Gebäude in der Berliner Straße 27 angebaut werden und bis zur jetzigen Parkplatz-Zufahrt in der Potsdamer Straße reichen.

Wobauge will alten Wohnblock vorerst nicht abreißen

In allen Varianten ist außerdem der Neubau von Wohnhäusern auf dem benachbarten Grundstück in der Potsdamer Straße enthalten. Dort steht jetzt ein Block der Wohnungsbaugesellschaft. Laut Kerstin Koffke beabsichtigt die Wobauge derzeit aber nicht, das Haus abzureißen und neue Häuser zu errichten. Die Bebauung des Eckgrundstückes am Berliner Berg könne aber separat erfolgen. Die Stadt will, sobald ihr das Kaufhallen-Grundstück gehört, einen Investor suchen, der ihre Vorstellungen umsetzt.

Positives Echo im Ausschuss auf die Pläne

Die Ausschussmitglieder waren angetan von den Entwürfen. „Der Berliner Berg könnte noch schöner aussehen, es ist das Entree zur Stadt“, sagte Ausschussvorsitzender Reinhard Wenzel (SPD). Die sachkundige Einwohnern Marlies Hellmann sagte: „Ich freue mich, dass sich in Richtung Berliner Berg etwas entwickelt.“ Sie hat allerdings Bedenken wegen der Parkplatzsituation. Angela Laugsch (Linke) hält eine Zufahrt von der Berliner Straße für problematisch. „Das ist ziemlich nah an der Ampel, das sollte man überlegen“, meinte sie. Zur angestrebten Ansiedlung von Läden und Dienstleistern gab es geteilte Meinungen. Marlies Hellmann hält Einkaufsmöglichkeiten in dem Bereich für nötig, Stadtverordneter Christian Möbus (CDU) findet die Ansiedlung von Einzelhandel fraglich. Welches Gewerbe dort einzieht, kann die Stadt nicht bestimmen. Der künftige Investor würde die Flächen vermieten.

Von Frank Pawlowski

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