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Luther-Apfelbaum für Mittenwalde

Reformtionstag in Mittenwalde Luther-Apfelbaum für Mittenwalde

An den Reformator Martin Luther gedachte die Stadt Mittenwalde auf besondere Weise. Sie pflanzte vor dem Rathaus ein Luther-Apfelbäumchen und machte damit bei einer deutschlandweiten Aktion mit. Auf einer Tafel neben dem Bäumchen stehen Informationen zu Luther und was es mit der Legende vom Apfelbäumchen auf sich hat. 500 Euro kostete diese besondere Sorte Apfelbaum.

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Fünf Männer und Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) pflanzten das Luther-Apfelbäumchen am Reformationstag in die Erde vor dem Rathaus der Stadt.

Quelle: Stadt Mittenwalde

Mittenwalde. Im Beisein von rund 50 Mittenwaldern ist am Reformationstag vor dem Rathaus der Stadt ein Luther-Apfelbaum gepflanzt worden. Die Arbeitsgruppe Reformation unter Leitung von Carsten Clemen (CDU) hatte das Projekt seit Anfang 2016 begleitet.

Auf einer Tafel gleich neben dem Luther-Apfelbäumchen werden nähere Informationen zu Martin Luther und der Legende von seinem Apfelbaum gegeben

Auf einer Tafel gleich neben dem Luther-Apfelbäumchen werden nähere Informationen zu Martin Luther und der Legende von seinem Apfelbaum gegeben.

Quelle: Stadt Mittenwalde

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Eine Legende – eindeutig zugeordnet werden konnte dieser Satz dem weltberühmten Reformator jedoch nicht. Dennoch wurde er zum Anlass genommen, Luther zu Ehren in ganz Deutschland Apfelbäume zu pflanzen – so auch am Dienstag in Mittenwalde. Der Reformator hatte im Jahr 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen und damit eine Weltrevolution ausgelöst, indem er die Kirche reformierte.

Feierliche Zeremonie mit Musik

Die feierliche Zeremonie vor dem Rathaus der Stadt wurde von den Alta Musikern sowie einem Schalmeien Trio begleitet. Die Stadtarbeiter hatten zuvor die Pflanzstelle ausgehoben und vorbereitet, so dass schließlich ein Sextett nicht mehr viel tun musste, um das junge Apfelbäumchen in die Erde zu bekommen. Der Zeremonie wohnte auch Carsten Saß (CDU), Dezernent für Bildung, Kultur, Jugend, Gesundheit und Soziales im Landkreis Dahme-Spreewald, bei. In seiner Rede ging er detailliert auf das Leben von Martin Luther ein – spannte aber auch den Bogen bis in die heutige Zeit.

Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) hatte sich in ihrer Rede die These 89 des Reformators vorgenommen. Das war kein Zufall. „Wer bei der Pflanzaktion mitmachte, bekam eine These des Reformators dazu“, erläuterte sie. Als sich Mittenwalde für die Aktion entschieden hatte, seien viele Thesen schon anderweitig vergeben gewesen. Pfarrer Christoph Kurz habe sich dann für die 89. These entschieden. Sie lautet: „Vorausgesetzt, der Papst sucht durch die Ablässe mehr das Heil der Seelen als die Gelder – warum setzt er dann schon früher gewährte Schreiben und Ablässe außer Kraft, obgleich sie doch ebenso wirksam sind?“ Eine auf den ersten Blick schwer verständliche These, die erst durch die geschichtliche Einordnung zu einem Schlüssel auch für die heutige Zeit wird. „Seine Überlegungen sollten wir in der Gegenwart verwurzeln und neue Früchte tragen lassen“, sagte die Mittenwalder Bürgermeisterin.

Baum aus den Barnimer Baumschulen

Vor dem Rathaus steht nun ein echter Malus „Martin Luther“. Er wurde vor 1,5 Jahren in den Barnimer Baumschulen in die Erde gesteckt und hat inzwischen eine Höhe von knapp zwei Metern erreicht. Die Apfelsorte selbst soll es schon seit dem Jahr 1177 geben. Deswegen gehe man in Mittenwalde davon aus, dass dessen Früchte schon dem Reformator genauso wie Paul Gerhardt geschmeckt haben. 500 Euro hat dieses bedeutsame Bäumchen gekostet. Bezahlt wurden diese von der Mittenwalde Kirchgemeinde, den Heimatvereinen in Mittenwalde und Ragow, der Stadt Mittenwalde sowie von Carsten Clemen und Dirk Knuth.

„Wenn in zwei Jahren hier die ersten Äpfel am Luther-Baum wachsen, wollen wir daraus einen Apfelkuchen backen“, sagte die Bürgermeisterin. Die Pflege des Luther-Baumes werden die Stadtarbeiter von Mittenwalde übernehmen.

Von Andrea Müller

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