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Luther-Rose in Erinnerung an Reformator

Tag des offenen Denkmals in Mittenwalde Luther-Rose in Erinnerung an Reformator

Beim Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag wird in der historischen Schmiede am Heimatmuseum in Mittenwalde eine Luther-Rose geschmiedet. Martin Luther, der vor 500 Jahren seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg anschlug, hat sie ab 1530 als Siegel im Briefverkehr genutzt. Mittenwalde will damit an den berühmten Reformator erinnern.

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Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag geht es auch in der Museums-Schmiede am Salzmarkt von Mittenwalde hoch her.

Quelle: Heimatverein

Mittenwalde. Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag werden sich auch in diesem Jahr wieder die Türen des Mittenwalder Heimatmuseums am Salzmarkt 5 öffnen. Doch es werden nicht nur dessen Räume und die darin befindlichen Ausstellungsstücke aus der Geschichte der mittelalterlichen Ackerbürgerstadt gezeigt. Nebenan in der historischen Schmiede wird das Feuer geschürt. Beide Häuser werden am Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet sein.

Die Luther-Rose ist ein Siegel, das Martin Luther ab 1530 für seinen Briefverkehr nutzte

Die Luther-Rose ist ein Siegel, das Martin Luther ab 1530 für seinen Briefverkehr nutzte. Sie ist Ausdruch seines Glaubens und seiner Theologie.

Quelle: Heimatverein

„Wir haben als Verein nach einer Idee gesucht, wie wir im Museum im Reformationsjahr an Luther erinnern können“, so die Vorsitzende des Heimatvereins, Vera Schmidt. Überall gebe es in diesem Jahr Souvenirs rund um den Reformator Martin Luther und das Reformationsjahr. Vor 500 Jahren hatte Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen und damit ein Beben in Deutschland, Europa und in der ganzen Welt ausgelöst. Deswegen wird das Luther- und Reformationsjahr 2017 nicht nur hierzulande begangen, sondern in globaler Gemeinschaft auf allen Kontinenten. Mittenwalde hat darüber hinaus über den Kirchenlieddichter Paul Gerhardt eine besondere Verbindung zu Martin Luther. Beide lebten zwar nicht zu selben Zeit – Martin Luther wurde 1473 in Eisleben geboren und starb 1546 ebenda; Paul Gerhardt erblickte 1607 das Licht der Welt in Gräfenhainichen und starb 1676 in Lübben – doch können sie in eine der wichtigsten Episoden der Wandlung der Kirche zugeordnet werden. Nicht umsonst sprechen die Mittenwalder von „Luthers Wort und Gerhardts Lied“. Schon der Reformator hatte begonnen, was Gerhardt später leidenschaftlich praktizierte: Worte, die auch das einfache Volk versteht, gesungen zu Melodien, die zu Herzen gehen. So sind Luthers Thesen so bekannt wie Gerhardts Lieder, die heute zum Weltkulturerbe gehören.

Die Mitglieder des Heimatvereins suchten also nach einer originellen Idee, den Reformator beim Tag des offenen Denkmals zu würdigen. So sei der Gedanke aufgekommen, die Luther-Rose auf ein Souvenir aufzudrucken. „Aber das gab es ja schon alles“, so Vera Schmidt. „Nein, es sollte eine schmiedeeiserne Luther-Rose werden“, fügt die Heimatforscherin hinzu. Aber ließ sich das wirklich umsetzen? Die Mitglieder des Heimatvereins fragten Bernd Bochow und Bruno Manczyk, ob dies machbar wäre. Beide Männer sind ebenfalls Mitglieder des Vereins und haben Erfahrung mit dem Schmieden. Beide hatten schon mit einigen handgefertigten Arbeiten ihr Können unter Beweis gestellt. Aber nun mussten erst eine Vorlage erarbeitet und Arbeitsmaterial eingekauft werden. Dann wurde getüftelt und probiert und schließlich geschafft. Das Musterstück – eine wunderschöne Luther-Rose – ist gelungen.

Symbol der evangelisch-lutherischen Kirche

Die Luther-Rose ist eines der bekanntesten Symbole der evangelisch-lutherischen Kirche und geht – wie der Name schon verrät – auf den Reformator Martin Luther zurück. Er hat sie ab dem Jahr 1530 als Siegel für seine Schriftstücke verwendet. Vorbild war offensichtlich ein Fenster im Augustinerkloster zu Erfurt, in dem Martin Luther zwischen 1505 und 1512 Mönch war. Das Siegel, so heißt es, sei Ausdruck des Glaubens und der Theologie von Martin Luther.

Besucher des Heimatmuseums am Mittenwalder Salzmarkt können am Tag des offenen Denkmals selbst miterleben, wie die beiden Schmiede über dem Feuer eine Luther-Rose entstehen lassen.

Rundgang durch das Ackerbürger-Städtchen

Der Heimatverein lädt darüber hinaus zu einem Rundgang durch die mittelalterliche Stadt ein, deren historischer Kern fast vollständig erhalten ist. Er beginnt um 14 Uhr. Im Haus am Salzmarkt 5 ist auch Wissenswertes über das Gebäude selbst zu erfahren, das seit 2002 – nach jahrelanger Restaurierung – als Museum genutzt wird. Die historische Schmiede wurde 2005 von der Stadt gekauft und mit Hilfe von Fördermitteln aufwendig saniert und dem Museum angeschlossen. Das Inventar der Schmiede haben die Vereinsmitglieder selbst saniert. Eröffnet wurde die alte Schmiede als Teil des Mittenwalder Heimatmuseums im Jahr 2011.

Von Andrea Müller

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