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Lutz Krause will Bürgermeister werden

Bürgermeisterwahl in Mittenwalde Lutz Krause will Bürgermeister werden

Der Kandidat für die Vereinigung Pro Bürger bei der Bürgermeisterwahl in Mittenwalde heißt Lutz Krause. Als Parteiunabhängiger sieht er seine Stärke darin, ausgleichende Kraft zu sein, um die Interessen der Stadt über die Parteien hinweg durchzusetzen. Krause glaubt an eine Stichwahl, bei der er selbst dabei sein wird.

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Lutz Krause kandidiert für Pro Bürger bei der Bürgermeisterwahl in Mittenwalde.

Quelle: Andrea Müller

Schenkendorf-Krummensee. Lutz Krause aus Schenkendorf-Krummensee will in Mittenwalde Bürgermeister werden. Er kandidiert als Parteiloser für die Vereinigung Pro Bürger.

Viele kennen den Mann – Jahrgang 1960 – bereits als den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung. Selten lässt er sich dort aus der Ruhe bringen, lenkt besonnen und sorgt für ein angemessenes Klima zwischen den Abgeordneten. Das ist gerade in Mittenwalde keine Selbstverständlichkeit. Verbal flogen hier bis vor einem Jahr immer mal die Fetzen, wurde jemand belächelt oder es wurde ihm einfach über den Mund gefahren. Mit der Neuwahl des Bürgermeisters soll solches Benehmen endgültig Geschichte sein. Dafür will Lutz Krause stehen. „Als Partei-Unabhängiger sehe ich mich eher in der Lage, ausgleichend zu wirken, um die Interessen der Stadt umzusetzen“, sagt er selbst.

Krause hat sich für Krummensee eingesetzt

Krause ist gebürtiger Krummenseer. Dass der Ortsteil Schenkendorf nun mit einem Bindestrich sowie dem Namen des bisherigen „Stiefkindes“ versehen ist, ist auch Krauses Verdienst. Er hat sich immer stark dafür eingesetzt, dass Schenkendorf nicht in Mittenwalde untergeht und Krummensee nicht in Schenkendorf.

Krause ist Elektriker von Beruf, hat seinen Meister, arbeitet teils als Angestellter, teils selbstständig. In die Politik ist er mit der Wende eingestiegen. „Ich wollte etwas in der Gesellschaft verändern, aber nie unbedingt einer Partei beitreten“, erinnert er sich. Deswegen habe er damals für Blau-Weiß Schenkendorf kandidiert und als Einzelkandidat gleich das zweitbeste Ergebnis gelandet.

Verwaltungsstruktur soll bürgerfreundlicher werden

In der DDR habe er nie gewählt und mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg gehalten. „Probleme bekam ich deswegen nicht“, sagt er heute, der damals sogar zum 70.Geburtstag seines Onkels in den Westen reisen durfte. Als er gar die Möglichkeit bekam, auf Cuba zu arbeiten, hat er sich aber doch für die Heimat entschieden. Er habe vor der Wahl gestanden: entweder die Insel oder die Meister-Ausbildung. Aus heutiger Sicht sei es die richtige Entscheidung gewesen. Denn die Welt stehe heute jedem offen. Mit Bildung aber komme man weiter.

Und weiterkommen will Lutz Krause. Als Bürgermeister von Mittenwalde möchte der verheiratete Mann und Vater einer Tochter einiges in der Stadt und ihren Ortsteilen in Bewegung setzen. Die Verwaltungsstruktur will er für die Zukunft rüsten und bürgerfreundlicher gestalten. Auch die Zuständigkeiten im Rathaus seien momentan schlecht geregelt. Auf diesem Sektor sieht Krause Handlungsbedarf. Den Finanzhaushalt möchte er so gestalten, dass Mittenwalde auch wieder investieren kann. „Wir können nicht ewig von den Rücklagen leben“, sagt er. Einsparpotenzial sieht er vor allem bei den Personalkosten. Und Krause wünscht sich mehr Einwohner für Mittenwalde; will die Stadt gerade für junge Leute mit Kindern attraktiver machen. Immerhin habe Mittenwalde mit zwei Schulen einen klaren Standortvorteil.

Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg

Für einen guten Ton in Mittenwalde will Krause sorgen, indem er mit den politischen Entscheidungsträgern eng und gut zusammenarbeitet – über die Parteiengrenzen hinweg. Ihn stört, dass bisher zwar auf höchster (Stadt-)Ebene über die Vorhaben und Probleme in der Stadt Mittenwalde gesprochen wird, aber die Leute außen vor blieben. „Deswegen zieht es so viele zur AfD“, glaubt der Bürgermeisterkandidat von Pro Bürger. Eine Chance bei der Wahl sieht er für diese Partei aber nicht. Im Ergebnis der Wahl vom 19. Juni glaubt er an eine Stichwahl. „Und ich bin dabei“, sagt er. „An der Stelle bin ich optimistisch.“

Von Andrea Müller

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