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MAG Mittenwalde kämpft mit den Milchpreisen

Landwirtschaft MAG Mittenwalde kämpft mit den Milchpreisen

Die Märkische Agrargenossenschaft in Mittenwalde kämpft mit den niedrigen Milchpreisen. Das erfuhr Wirtschaftsdezernent Wolfgang Starke bei einem Besuch des Betriebes. Derzeit gibt es 20 Cent pro Liter, mindestens 35 müssten es laut Vorstands-Chefin Cornelia Brinkmann sein.

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Zur Agrargenossenschaft gehören 1200 Rinder.

Quelle: DIetrich von Schell

Mittenwalde. Die Märkische Agrargenossenschaft (MAG) in Mittenwalde hatte am gestrigen Dienstag Landrat Stephan Loge (SPD) zum Besuch erwartet. Der Bauernverband Südbrandenburg hatte zu dem Termin eingeladen. Doch statt Landrat Loge, der absagen musste, kam Wolfgang Starke. Der Dezernent für Finanzen und Wirtschaft im Landkreis erfuhr, wo bei der MAG der Schuh drückt, aber auch was erreicht worden ist.

Bei einer Besichtigungstour konnte sich Starke ein Bild von dem Landwirtschaftsbetrieb mit 65 Mitarbeitern machen. Mit dabei waren Mittenwaldes amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos), Mitglieder des Bauernverbandes sowie weitere Landwirte.

Milch- und Getreidepreise machen zu schaffen

MAG-Vorstandsvorsitzende Cornelia Brinkmann benannte unterwegs die Schwierigkeiten: Die fallenden Milch- und Getreidepreise machen dem 3100 Hektar großen Betrieb zu schaffen. „Aktuell bekommen wir 20 Cent pro Liter Milch“, sagt Cornelia Brinkmann. „35 Cent müssten es wenigstens sein.“ Von den 1200 Rindern sind knapp die Hälfte Milchkühe. Jeden Tag produzieren sie 13 000 Liter Milch. Gerade erst 2013 wurde in die Milchviehanlagen investiert, alte Ställe renoviert, eine neue Melkanlage angeschafft.

Auch das Personal will seinen Lohn. „Wir zahlen den Mindestlohn von 8,50 Euro“, sagt Cornelia Brinkmann. Altgediente Mitarbeiter bekommen mehr. Eine Schließung der Ställe kommt vorerst nicht in Frage. „Bis Ende des Jahres machen wir weiter“, so die Vorstands-Chefin.

Umso mehr ist sie froh, den Kartoffelanbau nicht aufgegeben zu haben. Der ist zum Hauptstandbein der MAG geworden. „Im Jahr verkaufen wir 12 000 Tonnen Speisekartoffeln in Berlin und Brandenburg“, so Cornelia Brinkmann. Ein weiterer Erfolg ist seit Kurzem der Anbau von Speisezwiebeln.

Besuch im Hofladen in Ragow

Im Hofladen in Ragow, wo die Kartoffeln verkauft werden, konnten die Teilnehmer des Landratsbesuchs von der Wäsche der Erdäpfel bis zur ihrer Verpackung alle Schritte verfolgen. Wolfgang Starke, der den Landrat vertrat, war beeindruckt. „Trotz der Misere investiert der Betrieb und das ist gut für die Region.“ Auch Hedda Dommisch hob den Wirtschaftsfaktor für die Region hervor.

Einen kleinen Durchbruch konnte die MAG jetzt bei den Kompensationsmaßnahmen für den BER erzielen. Als Ausgleich für die Versiegelung von Flächen, die für den Bau des BER vorgenommen wurden, sollte die MAG ursprünglich 500 Hektar bereitstellen. „Nach fünf Jahren haben wir uns nun auf 180 Hektar geeinigt“, sagt MAG-Vorstands-Vize Heiko Weiss.

Diese Feldflächen verbleiben beim Eigentümer, werden aber für die Zukunft in Naturschutzbrachen umgewandelt. Die Flughafengesellschaft lässt sich eine Dienstbarkeit auf sie eintragen. „Wir haben dann nichts mehr davon“, so Heiko Weiss.

Von Dietrich von Schell

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