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Dahme-Spreewald MAWV will Frauenbuschacker nicht erschließen
Lokales Dahme-Spreewald MAWV will Frauenbuschacker nicht erschließen
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04:25 11.10.2016
In Mittenwalde soll ein neues Wohngebiet entstehen, bei der Erschließung gibt es jedoch Probleme. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Nach vielen Jahren des Ringens um die Gestaltung des Mittenwalder Frauenbuschackers zu einem neuen Wohngebiet gibt es nun ein neues Hindernis: Die Verbandsversammlung des Märkischen Wasser – und Abwasserzweckverbandes (MAWV) lehnte es ab, die Erschließung vorzunehmen. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass das Vorhaben für den Verband unwirtschaftlich sei.

In Mittenwalde steht man nach dieser Entscheidung unter Schock. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung sagte Frank Kausch (für die SPD): „Der MAWV kann doch nicht einfach sagen, dass das zu teuer ist. Er soll lieber seine Aufgaben erfüllen“, sagte er. Und dazu gehöre die Erschließung von Wohngebieten und ihr Anschluss an das Trinkwasser- und Abwassernetz. „20 Jahre geht das jetzt schon mit dem Frauenbuschacker“, fuhr Kausch fort. Es sei da inzwischen so viel Geld „verbuddelt“ worden, dass das Projekt nun auf keinen Fall am MAWV scheitern dürfe. „Das Rechtsamt soll das prüfen“, forderte der Stadtverordnete ein.

Bürgermeisterin sieht noch Erfolgschancen

Auch Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) zeigte sich schockiert über die Entscheidung der MAWV-Verbandsversammlung vom September, zumal die Entscheidung nicht einmal knapp, sondern klar ausgefallen war. Bis auf eine Enthaltung hatten die Mitglieder das Mittenwalder Erschließungsprojekt abgelehnt. „Hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen“, kündigte Buße jetzt an. Zwar werde man die Kuh nicht innerhalb von zwei Wochen vom Eis holen können, aber sie sehe durchaus noch Chancen, noch einmal mit dem MAWV zu dem Thema ins Gespräch zu kommen. „Das ganze Projekt ist jetzt im Prinzip fertig, die Umlegung der Grundstücke fast abgeschlossen“, sagte sie. Es wäre eine Katastrophe, wenn der MAWV bei seinem „Pustekuchen“ bliebe. Deswegen wolle sich die Bürgermeisterin schnell um einen Gesprächstermin mit dem Verbandsvorsteher Peter Sczepanski bemühen.

MAWV verweist auf hohe Erschließungskosten

„Die Erschließung des Frauenbuschackers würde dem Verband sehr hohe Kosten verursachen“, erklärte Sczepanski auf MAZ-Anfrage. Es handele sich um mehrere 100 000 Euro. Die hier zu erwartenden Anschlussbeiträge von den neuen Bewohnern würden bei weitem den Aufwand nicht decken. Es wäre von der Verbandsversammlung geradezu unverantwortlich, einem solchen Projekt in seiner jetzigen Form zuzustimmen. „Eine Erschließung durch den MAWV kommt nur denen zugute, die dort wohnen werden, aber alle Verbandsmitglieder müssten das bezahlen“, so der Verbandsvorsteher. Dies wäre ungerecht. Normalerweise sei es so, dass solche Wohngebiete von privaten Investoren erschlossen werden. Ihm sei aber bekannt, dass es in Mittenwalde keinen solchen Investor gebe. „Leider können wir auch nicht einspringen“, so Sczepanski weiter. Er könne sich aber vorstellen, dass sich die Häuslebauer des neuen Wohngebietes Frauenbuschacker zusammenschließen und die Erschließung aus privaten Geldern vornehmen. Anschließend könne die fertige Anlage ja an den MAWV übergeben und die Kosten mit den Anschlussbeiträgen verrechnet werden. Ihm sei allerdings klar, dass die Kosten viel höher seien als die Beiträge.

Bürgermeisterin Maja Buße hält das nicht für eine machbare Lösung. Die Häuslebauer müssten ihrer Meinung nach bereits genug Kosten decken. „Das kann man denen nicht auch noch aufhalsen“, erklärte sie. Gemeinsam werde man nach einem anderen – einem gangbaren – Weg suchen, mit dem alle leben können, so die Bürgermeisterin.

Von Andrea Müller

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