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Dahme-Spreewald MAZ-Gespräch zum Forum Mittelstand
Lokales Dahme-Spreewald MAZ-Gespräch zum Forum Mittelstand
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12:22 28.10.2016
Heiko Vesper (l.) und Udo M. Strenge. Quelle: Frank Pawlowski
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Schönefeld

Beim Forum Mittelstand LDS am 3. November in Schönefeld diskutieren Experten darüber, wie die Region das erwartete Wachstum bewältigen kann. Aus Sicht der Wirtschaft ist noch einiges zu tun, sagen Udo M. Strenge von der Interessenvereinigung Wirtschaft und Heiko Vesper von der Handwerkskammer Cottbus.

Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming stehen wirtschaftlich gut da. Warum sehen Sie die Lage trotzdem kritisch?

Udo M. Strenge: Firmen haben nicht nur Probleme, qualifizierte Leute zu finden, sondern auch, sie herzuholen. Gerade hat uns der Hilferuf eines Unternehmers erreicht. Er suchte in Wildau drei Mietwohnungen für Mitarbeiter, konnte aber keine finden.

Heiko Vesper: Wohnungen mit Größen von 50 bis 60 Quadratmetern, die mehr gebraucht werden, gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Die Flexibilität der Arbeitnehmer und neue familiäre Lebensformen erzeugen einen Bedarf an unterschiedlichen Wohnungsangeboten, das spiegelt sich im Wohnungsmarkt nicht wider.

Warum ist es so schwer, Wohnungsbau-Pläne oder Plänen für die benötigte Infrastruktur abzustimmen?

Vesper: Unsere Erfahrung ist, dass die Räder nicht ineinander greifen. Wir brauchen Lösungen über Gemei. Aber es hakt beim Miteinander von Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg.

Strenge: Eine Abstimmung zwischen Berlin und Brandenburg findet derzeit nicht statt. Mein Eindruck ist, dass sie auch gar nicht angestrebt wird.

Was genau wird beim Forum besprochen werden?

Strenge: Es geht um zukünftiges Wohnen und Arbeiten und um mehr Beschäftigung in Dahme-Spreewald. Fachleute schildern in der Podiumsdiskussion ihre Vorstellungen und Erfahrungen. Der Chef der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft ist dabei, der zum Beispiel fordert, dass Kommunen mehr Vorgaben für den Wohnungsbau machen sollten. Ein Unternehmer berichtet aus Sicht der Bauherren, der Baudezernent von Dahme-Spreewald erklärt aktuelle Planungen für eine bessere Infrastruktur und eine Vertreterin der Landesinvestitionsbank erläutert Fördermöglichkeiten im sozialen Wohnungsbau.

Ist die Entwicklung der Flughafenregion ein Selbstläufer?

Vesper: Keineswegs. Wir haben eine einmalige Chance in der Region. Es gibt Zuzug von Anwohnern, Beschäftigten und wir brauchen eine bessere Infrastruktur. Das schreit geradezu danach, auch grüne Konzepte mit zu verwirklichen.

Was ist damit gemeint?

Vesper: Zum Beispiel das Konzept einer Smartcity mit Angeboten für die E-Mobilität und vielem mehr. Es geht darum, dem Bedarf nicht hinterherzulaufen, sondern vorausschauend und zukunftsweisend zu agieren. Beim Wohnungsbau heißt das etwa, heute Angebote zu schaffen, die morgen tatsächlich nachgefragt werden.

Sind da nicht auch die Gemeinden selbst mehr gefordert?

Strenge: Ich glaube, es gibt schon den Vorschlag für einen Infrastrukturgipfel der Flughafen-Nachbarn. Mit dem Forum zur Beschäftigung wollen wir die Aufmerksamkeit der Landespolitiker und des Bundes auf all diese Themen lenken. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen erkennen: wir haben Probleme, die wir nur gemeinsam lösen können.


Info: Forum Mittelstand, 3. November, 18.30 Uhr, Mercedes-Benz Airport Center Schönefeld, Hans-Grade-Allee 61. Anmeldung: WFG Tel. 03375/5238-0 oder E-Mail: info@wfg-lds.de

Von Frank Pawlowski

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