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Dahme-Spreewald MAZ-Test: Strände für Ferienstress gerüstet
Lokales Dahme-Spreewald MAZ-Test: Strände für Ferienstress gerüstet
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11:40 10.07.2016
Der Strand in Bindow hat sich bei jedem Wetter zu einem attraktiven Treffpunkt für junge Eltern mit ihren Kindern gemausert. Quelle: Franziska Mohr
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Heidesee

Noch gab es in diesem Sommer nur wenige Tage, an denen die Badestrände der Gemeinde Heidesee einem „Stresstest“ unterzogen wurden. Viele Heideseer behaupten ohnehin, dass die Strandgäste von Jahr zu Jahr weniger werden. „Viele sind vom Mittelmeer verpimpelt“, sagt der Bindower Wolfgang Marthner. Sie gingen nur noch bei Badewannen-Temperaturen ins Wasser. Auch die Gussowerin Verena Buderzeck findet, dass der Strand nur noch an Hitzetagen voll ist. Ansonsten säßen ein paar Leute im Strandidyll und das war’s.

Die MAZ wollte es dennoch wissen und schaute an fünf Badestellen vorbei, ob sie für den Ansturm gerüstet sind. Die erste Station begann gleich mit einer Pleite. Der Badestrand in Prieros ist mit einem Bauzaun versperrt. „Kurz vor den Ferien ist das ein dickes Ei“, sagt Ortsvorsteher Kersten Haase. Die Gemeindeverwaltung hat dies ihm gegenüber mit der späten Verabschiedung des Haushaltes begründet. Außerdem sei die Baufirma zuerst auf dem Prieroser Schulhof tätig gewesen.

Kolberger Strand schlecht ausgeschildert

Weiter ging es nach Kolberg, wo der Badestrand für Ortsunkundige ziemlich schlecht ausgeschildert ist. In der Straße Am Strandcasino stehen einige wenige Parkplätze zur Verfügung. Von dort führt ein sehr ordentlich hergerichteter Fußweg direkt zum idyllisch gelegenen Strand. Dort geben Bänke direkt am Wasser einen herrlichen Blick frei. Die Wiese ist gemäht und das Beachvolleyball-Feld tipptopp. Das Wasser des Wolziger Sees ist klar und der flache Einstieg für Kinder ideal. Zum Buddeln bleibt allerdings nur sehr wenig Platz.

An der Badestelle in Prieros wird ausgerechnet jetzt gebaut. Quelle: Franziska Mohr

Empfehlenswert ist auch der Strand am Blossiner Weg in Wolzig, der zugleich ein Wasserwander-Stützpunkt ist. Gleich am Eingang steht für Touristen eine Informationstafel. Die Wiese, die Spielgeräte für Kinder und das Volleyballfeld sind gepflegt. Selbst an einer Behindertentoilette mangelt es nicht. Betreiber der Strandanlage ist der Heimatverein Wolzig. Er erhebt für die Toilettennutzung eine Gebühr von 50 Cent. „Diese Kasse des Vertrauens funktioniert allerdings nicht“, sagt Strandwärterin Verena Häschke enttäuscht. Abends seien oft nur wenige Cent in der Kasse, so dass der Heimatverein auf den anfallenden Wasserkosten sitzenbleibt.

Bindower Strand ist zum attraktiven Treffpunkt geworden

Die Gäste finden hier dank Verena Häschke auch noch einen attraktiven Imbiss vor, der zahlreiche Sitzplätze bietet. Und bei einem großen Kaffee für einen Euro kann auch niemand meckern. Auch hier ist der Einstieg in den Wolziger See für Kinder bestens geeignet. Allerdings gibt es hier unter Umständen ein paar mehr Algen als in Kolberg.

Badewetter hin oder her ist der Strand in Bindow inzwischen vor allem für junge Eltern zu einem attraktiven Treffpunkt geworden. Überdachte Bänke laden zum Verweilen ein, während sich die Kinder auf dem Kletterturm vergnügen können. Auch hier fehlt das Beachvolleyball-Feld nicht, sogar kleine Fußballtore sind vorhanden. Die Sanitäranlagen sind sauber und gleichfalls auch für Menschen mit Handicap geeignet. Bei Stellflächen für Autos und Fahrräder dürfte es beim Stresstest allerdings sehr eng werden. Das Wasser ist sauber.

Gefällte Bäume trüben guten Gesamteindruck in Gussow

Die Glanzzeiten des Badestrands in Gussow scheinen vorbei. Daran können auch die hübschen Blumenkübel vor dem außer freitags jeweils ab 12 Uhr geöffneten Strandidyll nicht viel ändern. Das Eiscafé lädt zweifellos zum Verweilen ein, auch das Klettergerüst mit der Rutsche ist ordentlich. Das gilt auch für die Toiletten. Den Gesamteindruck trüben allerdings die nun schon vor einiger Zeit gefällten Bäume sowie ein an einem äußerst maroden Steg liegendes Schiff, das eher einer Rostlaube ähnelt. Der Einstieg ins Wasser ist ohnehin fast nur über eine Leiter möglich und dürfte damit vor allem für Kleinkinder kaum geeignet sein. Ein lauschiges Plätzchen zum Beobachten der vorbeifahrenden Schiffe ist der Gussower Strand aber allemal.

Von Franziska Mohr

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