Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Machbarkeitsstudie zu sozialem Wohnungsbau in Auftrag gegeben
Lokales Dahme-Spreewald Machbarkeitsstudie zu sozialem Wohnungsbau in Auftrag gegeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 11.04.2017
Die Verwaltung hier im Rathaus soll eine Machbarkeitsstudie zum sozialen Wohnungsbau in Auftrag geben. Quelle: foto: Andrea Müller
Anzeige
Schulzendorf

Schulzendorfs Gemeindevertreter haben eine Machbarkeitsstudie zum sozialen Wohnungsbau in Auftrag geben. Der Beschluss dazu fiel auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch.

Drei Anbieter stellten Konzepte vor

Das Gutachten soll Aufschluss über die wirtschaftliche Machbarkeit und die rechtliche Situation geben. 26 500 Euro kostet die Studie. Domus Consult, eine Einrichtung des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), wird sie erstellen. Liegt sie vor, soll entschieden werden, ob und in welchem Umfang Sozialbauten von der Gemeinde realisiert werden können. In einer nicht-öffentlichen Sondersitzung am 21. März hatten die Fraktionen drei Anbieter zu ihren eingereichten Konzepten gehört, Fragen gestellt, um anschließend den Zuschlag zu erteilen. In drei bis vier Monaten soll die Studie vorliegen.

Wohnraum für junge Leute und Senioren

„Das ist eine gute Sache, weil wir sozialen Wohnraum in Schulzendorf für Senioren und junge Leute brauchen“, sagte Herbert Burmeister (Linke). Solche Wohnungen fehlten vor Ort. „Wir wollen mit der Studie einen Weg finden, wie die Gemeinde mit ihren beschränkten Möglichkeiten hier Abhilfe schaffen kann“, sagte der Linken-Politiker. Die Fördermöglichkeiten seien Teil des Gutachtens – auch wenn es diverse hier Beschränkungen gebe. Nach Fertigstellung des Gutachtens müssten dann die zur Verfügung stehenden Grundstücke – in erster Linie gemeindeeigene Flächen – für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden. Ein größerer Bau könnte etwa auf dem Grundstück des ehemaligen Rathauses in der Otto-Krien-Straße entstehen oder in der Herweghstraße, wo drei aneinander liegende Grundstücke Gemeindeeigentum seien. Verschiedene Varianten wurden bereits angedacht.

Gründung einer Genossenschaft

„Ich bin froh, dass wir eine Firma gefunden haben, die uns hilft eine brauchbare Entscheidung zu treffen“, sagte Joachim Kolberg (CDU). Sollte man sich für den Bau von Sozialwohnungen anschließend entscheiden, sollten mehrere Bauten auf verschiedenen Grundstücken folgen und müsste geklärt werden, wie dieses Vorhaben am besten realisiert werden könne – etwa über die Gründung einer Genossenschaft oder über den Anschluss an eine andere Wohnungsbaugesellschaft wie der WiWo Wildau. „Das ist völlig ergebnisoffen“, sagte Kolberg.

Vorhaben Verlustgeschäft?

„Es geht darum, überhaupt ein Angebot an Mietwohnungen für finanzschwächere Familien und Menschen zu haben“, sagte Andreas Körner (SPD/pur/Grüne). Bislang gebe es im Ort nur Ein-Familien-Häuser, Geschiedene oder junge Leute müssten bei einem Auszug wegziehen. Zudem sollten Investoren generell dazu verpflichtet werden, Wohnraum für niedrige Einkommensgruppen zu schaffen. Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) hält das Vorhaben für ein Verlustgeschäft. „Sozialer Wohnungsbau für eine Miete von sieben Euro den Quadratmeter sei ohne Fördergelder nicht stemmbar“, sagte er. Zinsfreie Darlehen vom Land gebe es, müssten aber bei geringen Mieteinnahmen länger zurückgezahlt werden und belasteten den Haushalt. Auch seien viele Gemeindeflächen zu klein, um darauf einen größeren Bau zu realisieren, der billiger sei als mehrere kleinerer Gebäude.

Von Oliver Becker

Dahme-Spreewald Kriminalitätsstatistik 2016 - Kleiner Waffenschein sehr begehrt

Bei der Pressekonferenz der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald am Freitag stellte Polizeioberrat Christian Hylla einen leichten Anstieg der Straftaten im Jahr 2016 fest. Schwerpunkte bildeten hier Diebstähle und Wohnungs-sowie Kellereinbrüche. Bemerkenswert sei auch der Anstieg bei der Beschaffung des „kleinen Waffenscheins“.

11.04.2017

Am Freitag eröffnete das Marktcenter Großziethen. Mit Bäckerei, Chauffeurservice, Blumenladen und Ausbildungszentrum haben sich am Standort neue Gewerbe angesiedelt. Ein Grillhaus, eine Pension und Wohnungen sollen künftig hinzukommen. Die Unternehmer versprechen sich gute Entwicklungschancen im Flughafenumfeld.

11.04.2017

Die einen wollen wandern, die anderen suchen Badespaß und wieder andere forschen nach der besten regionalen Küche. Die Tourismusverbände der Region unterbreiten für die anstehenden Osterferien Ausflugstipps – und da sollte für jeden, der Interessantes abseits der Großstadt sucht, etwas dabei sein.

07.04.2017
Anzeige