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Dahme-Spreewald Filmpremiere im Litbeg
Lokales Dahme-Spreewald Filmpremiere im Litbeg
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11:31 29.09.2018
Das Literatur- und Begegnungszentrum etabliert sich zunehmend als Veranstaltungsort. Quelle: Karen Grunow
Märkisch Buchholz

„Ich habe meine eigene Gefangenschaft bewacht“, sagt Dietmar Schultke in der Fernsehdokumentation „HARZ-lich willkommen! Eine Reise um den Brocken“, die am 3. Oktober in Märkisch Buchholz vorgestellt wird. Annegret Oster, Leiterin des ZDF-Landesstudios Sachsen-Anhalt, hat diesen kurzen Film realisiert. Er wird am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, auch im ZDF gezeigt werden. Vorab jedoch erhält er um 15 Uhr eine Premierenaufführung im Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ in Märkisch Buchholz. Annegret Oster wird dann selbst dabei sein und auch Dietmar Schultke, der den informativen Nachmittag organisiert hat, ist da. Denn er ist Referent für historische Bildung im Amt Schenkenländchen und im Landkreis. Aber er ist eben auch Zeitzeuge, wenn es um die deutsch-deutsche Grenze geht. Als 19-Jähriger musste der 1967 in Beeskow geborene Schultke seinen Wehrdienst als Grenzsoldat am Brocken ableisten.

Immer wieder bietet er heute dort Wanderungen an. Einer solchen Tour haben sich im Sommer Annegret Oster und ihr Team angeschlossen. „Auf der Bundesstraße, auf der wir dann gewandert sind, ist er früher patrouilliert als Hundeführer“, berichtet die Redakteurin. Bei den Teilnehmern jener Tour habe es viele mit Ost-Hintergrund, aber auch einige mit westdeutscher Biografie gegeben, was Annegret Oster ebenfalls sehr spannend fand.

Fünf Protagonisten berichten

Schultke ist einer von fünf Protagonisten der kurzen Dokumentation, in der es ist nicht nur um die dunkle Geschichte jenes Berges geht, sondern auch um Kultur heute und den Brocken als Outdoor-Paradies. Bei der Premiere in Märkisch Buchholz wird aber nicht nur der Film vorgestellt. Annegret Oster wird außerdem ein Gespräch moderieren mit Dietmar Schultke und Reinhard Düring. Letzterer ist Ortschronist in Märkisch Buchholz. Er engagiert sich auch sehr um den so genannten „Dunklen Weg“, einen erst vor wenigen Monaten eingeweihten Wanderweg, bei dem Spaziergänger konfrontiert werden mit persönlichen Erinnerungsberichten zur so genannten Halber Kesselschlacht, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs vor allem auch in und um Märkisch Buchholz tobte. Düring spricht als Zeitzeuge immer wieder gerade auch mit Schulklassen. Diesmal aber wird er über einen ganz anderen Teil seiner Biografie reden: Er ist 1961 aus der DDR über den Harz in die Bundesrepublik geflohen.

Die Veranstaltung im Franz-Fühmann-Litbeg wird als bunter Nachmittag angekündigt, bei dem es auch Kaffee und Kuchen und verschiedene sportliche Aktivitäten geben wird. Außerdem sollen „Einheitsbäumchen“ gepflanzt werden, so Dietmar Schultke.

Von Karen Grunow

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