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Dahme-Spreewald Märkisch Buchholz will Stelen-Ausstellung
Lokales Dahme-Spreewald Märkisch Buchholz will Stelen-Ausstellung
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11:25 23.03.2016
Die Stelen-Ausstellung in Halbe ist seit April 2015 für Besucher zugänglich. Quelle: Karen Grunow
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Märkisch Buchholz

Auch in Märkisch Buchholz sollen künftig – wie in Halbe mit der dortigen Freiluftausstellung – Text- und Bildtafeln an die sogenannte Halber Kesselschlacht erinnern. Denn zwar ist jenes historische Ereignis, das sich auf die Schlachten in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges im April 1945 bezieht, nach dem Dorf Halbe benannt, betroffen war jedoch die gesamte Region. „Wir haben die Idee und Hoffnung, das Stelenprojekt auszuweiten“, erklärt Hans-Jürgen Oehne vom Heimatverein in Märkisch Buchholz.

Im April vergangenen Jahres war die Stelen-Ausstellung in Halbe eröffnet worden. Schon damals äußerten Oehne und weitere Märkisch Buchholzer und Münchehofer den Wunsch, ähnliche Infotafeln für ihre Orte realisieren zu können. Allerdings ist derzeit noch nicht klar, wie sich das finanzieren ließe. Das Halber Stelenprojekt war mit insgesamt 168 000 Euro gefördert worden, davon wurden 61 000 Euro vom brandenburgischen Kulturministerium zur Verfügung gestellt. Jene Ausstellung zu realisieren, gehörte zu den Vorschlägen einer Expertenkommission, die Perspektiven für den Waldfriedhof, der größten Kriegsgräberstätte in der Bundesrepublik, und den Ort entwickelt hatte. Denn Halbe war nach der Wende von Rechtsextremisten für ihre Propaganda missbraucht worden.

Einwohnertreffen mit Ortchronist geplant

In Märkisch Buchholz wird es Anfang April ein Treffen zahlreicher Einwohner geben, die noch eigene Erinnerungen an die letzten Kriegstage in ihrem Heimatort haben. Oehne hat dazu alle über 80-Jährigen persönlich eingeladen. „Wir wollen Erinnerungen austauschen und diese dann aufschreiben“, sagt er. Ortschronist Reinhard Düring wird auch dabei sein.

In der Verwaltung des Amtes Schenkenländchen wird der Vorstoß der Märkisch Buchholzer mit Interesse aufgenommen. Hauptamtsleiter Oliver Theel zeigt sich erfreut, dass der Heimatverein sich engagieren will und hat schon Unterstützung angeboten. Allerdings werden vermutlich weder die Gemeinde noch das Amt so ein Projekt finanziell stemmen können. Hier ruht die Hoffnung auf mögliche Fördergelder. „Wenn wir staatliche Unterstützung bekommen, würden wir die Tafeln auch auf Russisch machen wollen“, so Oehne. Die Halber Stelen sind auf Deutsch und Englisch, das findet er nicht ausreichend. Denn schließlich seien tausende Rotarmisten in der Region ums Leben gekommen. Und immer wieder, erzählt er, kommen heute noch ehemalige Sowjetbürger, die den Soldatenfriedhof auf dem Märkisch Buchholzer Friedhof besuchen. Überlebende, aber auch Nachfahren von Soldaten, die hier ums Leben kamen. Auch diese sollen dann ohne Sprachbarriere die Stelen lesen können.

Oehne und seine Mitstreiter stellen sich vor, dass die für Märkisch Buchholz und die Nachbarorte angedachten Stelen später über eine Art Wanderroute erkundet werden können.

Von Karen Grunow

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