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Dahme-Spreewald Magischer Ort am Hölzernen See
Lokales Dahme-Spreewald Magischer Ort am Hölzernen See
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22:41 20.03.2016
Christine Schilling (3.v.l.) freut sich mit den Zauberern, dass das Kiez zum „magischen Ort“ erklärt wurde.
Gräbendorf

Sehr mysteriös ging es im Kiez am Hölzernen See am Samstag zu. Hasen wechselten die Farben, zerschnittene Seile waren plötzlich wieder ganz, durchstochene Luftballons platzten nicht. Kein Wunder, denn 70 Zauberer aus Deutschland, den Niederlanden und Italien waren im Kiez zu Gast. Im Rahmen des Frühlingsfestes zeigten sie im Disco-Saal ihre Kunststücke. Zum Glück musste niemand als Kaninchen nach Hause hoppeln, aber mit Humor und Fingerfertigkeit wurde so mancher hinters Licht geführt. Vor allem Kinder kamen bei den zauberhaften Darbietungen auf ihre Kosten, aber auch Erwachsene staunten. Für ihre Tricks holten sich die Zauberer oft kleine Zauberlehrlinge auf die Bühne, die die Aufgaben mit viel Talent lösten. Durchs Reich der Magie geleitete mit Charme und lilafarbenen Glitzerhaaren Miss Hopkins alias Heidrun Spiekermann.

„Die Zauberer führen ihre 20. Werkstatt bei uns durch und treten für die Kinder hier ehrenamtlich auf“, sagte Kiez-Geschäftsführerin Christine Schilling. Heinz-Peter Ulbrich organisierte den Zauberer-Kongress, der von Freitag bis Sonntag im Kiez stattfand. „Wir bekommen hier ein Feedback vom Publikum und werten unsere Auftritte fachlich aus“, erklärte der Rügener. Für den Kiez hatten die Tausendsassas eine Überraschung mitgebracht: Das Kiez am Hölzernen See wurde vom Magischen Zirkel Deutschland zum „Magischen Ort“ erklärt. „Orte, die sich für die Zauberkunst einsetzen, werden mit einem solchen Titel geehrt. Das Kiez ist der vierte in Deutschland“, erläuterte Ulbrich. Christine Schilling dankte gerührt den Zauberern.

Kunterbunt ging es aber nicht nur beim Hokuspokus zu. Auf dem ganzen Kiez-Gelände war zum Frühlingsfest jede Menge los. In der Hobbybude wurde gebastelt. Bei Nora Perk, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, konnten die Kinder Körbe flechten. Kiez-Vereinsmitglied Anja May baute mit den Besuchern Nistkästen. Und Nadja Cole erklärte, wie man kreativ Gelkerzen gießt. „Ich habe mal hier ein Praktikum gemacht und helfe bei Festivitäten gern, weil es mir viel Spaß macht“, sagte die junge Berlinerin.

Rund 150 Helfer waren am Samstag beim Frühlingsfest im Einsatz. Unter ihnen die „Outdoorvagabunden“, die Bogenschießen anboten; die „Harlekids“ mit ihrem Zirkuszelt und die Germanen aus Klein Köris. „Seit Juni 2015 haben wir aus dem Übergangswohnheim Pätz Eritreer, die als Ein-Euro-Jobber hier tätig sind. Auch sie sind heute ehrenamtlich im Einsatz“, erzählte Christine Schilling. Sie freute sich, dass diese nicht allein zum Helfen kommen, sondern gleich ihre Freunde mitbringen. Knapp 30 Flüchtlinge aus Massow, darunter viele Kinder, nahmen als Gäste am Frühlingsfest teil. „Wenn ich all die blitzenden Kinderaugen sehe, das ist einfach wunderschön“, so die Kiez-Leiterin.

Familie Blümke aus Zeesen kommt seit vier Jahren regelmäßig zum Weihnachtsbasteln und zum Frühlingsfest. Von den Magiern war sie ganz begeistert. „Die haben alle schön gezaubert“, lobte Laura. Die Fünfjährige probierte sich im Bogenschießen aus und bastelte. Vom Osterhasen höchstpersönlich bekam sie Schokolade, weil sie ihm das Lied vom Osterhasen Stups vorsang. Den Samstag vor Ostern im nächsten Jahr merken sich Blümkes schon vor. Dann gibt es wieder ein zauberhaftes Frühlingsfest am Hölzernen See.

Von Heidrun Voigt

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