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Dahme-Spreewald Maja Buße zieht am Donnerstag ins Rathaus
Lokales Dahme-Spreewald Maja Buße zieht am Donnerstag ins Rathaus
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21:45 18.07.2016
Maja Buße will Veränderungen im Rathaus – und hofft auf die Unterstützung der Verwaltung. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Mittenwalde

Es ist amtlich: Der Wahlleiter der Stadt Mittenwalde, Lamine Clausnitzer, hat das Ergebnis der Stichwahl am Montagnachmittag offiziell bestätigt: „Es gab keine Abweichungen und keinen Anlass zur Beanstandung der Auszählung. Damit ist das vorläufige Ergebnis von Sonntag auch das Endergebnis“, teilte er mit.

Eine knappe halbe Stunde hatte es nach der Schließung der Wahllokale gedauert, bis feststand: Maja Buße (CDU) ist Mittenwaldes neue Bürgermeisterin. Mit 54,8 Prozent der Stimmen konnte sich die 45-Jährige gegen die amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos) durchsetzen. Die Leiterin der Kämmerei kam auf 45,2 Prozent.

Dommisch war eine der ersten Gratulanten

„Frau Dommisch war die erste, die mir per Telefon gratulierte“, sagte Maja Buße am Montag der MAZ. Auch der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), beglückwünschte die Ragower Ortsvorsteherin zu ihrem Wahlerfolg: „Ich gratuliere Maja Buße zur Wahl als Bürgermeisterin von Mittenwalde. Ich freue mich, dass die Wahl auf die Kandidatin einer demokratischen Partei gefallen ist. Die jahrelange Zusammenarbeit im Kreistag gibt mir das Gefühl, dass sich Frau Buße positiv für die Belange der Stadt Mittenwalde einsetzen wird.“ Buße ist seit 2014 Mitglied des Kreistags.

7588 Mittenwalder waren am Sonntag aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Nur 3060 Wahlberechtigte – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 40,3 Prozent – stimmten ab, deutlich weniger als bei der Wahl vor genau einem Monat (55,8 Prozent). Sechs Kandidaten hatten sich am 19. Juni um das Amt des Bürgermeisters beworben. Weil jedoch keiner auf die notwendige Stimmenanzahl kam, musste in einer Stichwahl noch einmal abgestimmt werden.

Beide Kandidatinnen holten sechs Wahlbezirke

Und die hatte es in sich. Von den insgesamt zwölf Wahlbezirken konnten beide Kandidatinnen jeweils sechs für sich gewinnen. Eindeutig vorn lag Maja Buße in Ragow, wo sie seit 2008 Ortsvorsteherin ist. Im Stimmbezirk Ragow Sporthaus erzielte sie mit 84,5 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis. 79,7 Prozent holte sie in Ragow Jugendclub. Dommisch fuhr in Ragow mit Blick auf alle Stimmbezirke ihr schlechtestes Ergebnis ein. In Ragow Sporthaus stimmten nur 15,5 Prozent, in Ragow Jugendclub 20,3 Prozent für die Kämmerin.

Die Wahlergebnisse auf einen Blick

7588 Wahlberechtigte waren aufgerufen, ein neue Bürgermeisterin zu wählen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 40,3 Prozent.

619 Wähler stimmten per Brief ab: 44,7 Prozent votierten für Maja Buße, 55,3 Prozent für Hedda Dommisch.

Die Stimmbezirke im Überblick:

Mittenwalde, Seniorenzentrum: Maja Buße: 46,2 Prozent; Hedda Dommisch: 53,8 Prozent.

Mittenwalde, Grundschule: Buße: 41,7 Prozent Dommisch: 58,3 Prozent.

Brusendorf: Buße: 55,7 Prozent; Dommisch: 44,3 Prozent.

Ragow, Sporthaus: Buße: 84,5 Prozent; Dommisch: 15,5 Prozent.

Ragow, Jugendclub: Buße: 79,7 Prozent, Dommisch 20,3 Prozent.

Gallun: Buße: 46,4 Prozent; Dommisch: 53,6 Prozent.

Schenkendorf: Buße: 63,8 Prozent; Dommisch: 36,2 Prozent.

Krummensee: Buße: 72,7 Prozent; Dommisch: 27,3 Prozent.

Telz: Buße: 35,2 Prozent; Dommisch: 64,8 Prozent.

Motzen: Buße: 56,5 Prozent; Dommisch: 43,5 Prozent.

Töpchin: Buße: 36,4 Prozent; Dommisch: 63,6 Prozent.

Ihr bestes Ergebnis erzielte Dommisch in Telz. Dort holte sie 64,8 Prozent der Stimmen. In der Kernstadt lag Dommisch ebenfalls vor der CDU-Kandidatin. Im Stimmbezirk rund um das Seniorenzentrum Mittenwalde kam sie auf 53,8 Prozent (Buße: 46,2 Prozent), in der Grundschule Mittenwalde auf 58,3 Prozent (Buße: 41,7 Prozent).

Dommisch könnte stellvertretende Bürgermeisterin bleiben

Punkten konnte die amtierende Bürgermeisterin auch bei den Briefwählern. 55,3 Prozent votierten für Dommisch, 44,7 Prozent machten ihr Kreuz bei Maja Buße. Insgesamt reichte der Vorsprung aber nicht für einen Sieg der Kämmerin. Kleiner Trost: Geht es nach Maja Buße, könnte Dommisch als deren Stellvertreterin im Amt bleiben: „Von meiner Seite aus gibt es diesbezüglich keine Schwierigkeiten“, sagte die frisch gewählte Bürgermeisterin auf MAZ-Anfrage. Buße hat das Vorschlagsrecht, entscheiden müssen die Stadtverordneten. Um den im Wahlkampf angekündigten Wandel im Rathaus herbeizuführen, will die Kommunalpolitikerin ohne Verwaltungserfahrung alle Mitarbeiter mit einbinden. Kritik äußern sei erlaubt. „Ich erwarte aber auch Loyalität und Unterstützung“, sagte sie. Am Donnerstag zieht Buße ins Rathaus ein. „Für Frau Dommisch wird die Situation nicht leicht, aber das werden wir hinkriegen“, so Buße. Schließlich sei man auch vorher gut miteinander zurechtgekommen.

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