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Dahme-Spreewald Manegenstars von morgen
Lokales Dahme-Spreewald Manegenstars von morgen
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12:17 03.02.2014
Die „Original Berliner Jockeyreiter“ in ihren Kostümen. Quelle: Uta Schmidt
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Waltersdorf

Zirkusleute sind bodenständige und zurückhaltende Menschen. Doch in diesen Tagen ist die traditionsreiche Zirkusfamilie Spindler aus Waltersdorf, die seit zwei Jahrzehnten den renommierten Zirkus „Berolina“ fortführt, im Ausnahmezustand. „Wir sind schon unheimlich aufgeregt, denn am Wochenende wollen unsere Jungs den ,Goldenen Clown’ beim Nachwuchszirkusfestival in Monte Carlo holen“, sagt Geschäftsführerin Melanie Spindler.

Damit rückt der Zirkus- und Familiennachwuchs wortwörtlich in das internationale Scheinwerferlicht. Und das nicht nur, weil Prinzessin Stephanie von Monaco den jungen Artisten den roten Teppich ausrollt. Zirkus-Scouts, die weltweit auf der Suche nach sensationellen Darbietungen in Nachwuchsbereich sind, entdeckten im vergangenen Jahr die fünf talentierten Jugendlichen aus Waltersdorf und ihre ungewöhnliche Darbietung. Sie zeigen auf den Rücken beeindruckender Kaltblüter atemberaubende Artistik. Ab Sonntag vertreten sie Deutschland beim Nachwuchsfestival „New Generation 2014“ in Monte Carlo, das unter der Schirmherrschaft von Prinzessin Stéphanie von Monaco steht.

„Das ist eine Riesenehre und eine unglaubliche Herausforderung“, sagt Melanie Spindler, die gestern ins Flugzeug stieg, um „ihren“ Jungs die Damen zu drücken. Sie werden in drei Vorstellungen am Sonnabend und Sonntag als „Original Berliner Jockeyreiter“ an den Start gehen und um den „Goldenen Clown“, kämpfen. „Für uns ist schon die Teilnahme, die Begegnung mit anderen hervorragenden Artisten und der Fürstenfamilie ein Gewinn“, freut sich die Zirkuschefin. An ihrer Seite ist eine 25-köpfige Fangemeinschaft aus Familie, Kollegen und Freunden. Vor wenigen Tagen gingen auch fünf Kaltblüter auf Reisen. Denn ebenso wichtig wie die körperliche Fitness der fünf jungen Artisten ist der gute Zustand der Zirkustiere.

Auf dieses Ereignis in Monte Carlo haben sich die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 21 Jahren gut vorbereitet. Mehrstündige Trainingseinheiten standen in den vergangenen Wochen neben den Vorstellungen in der Manege auf ihrem Tagesplan. Marcello, Marlon, Mario, Alexandro und James Spindler beschäftigen sich schon seit 2008 mit der Darbietung. „Wir sind Brüder und Cousins, die die Jockeyreiterei lieben und präsentieren“, sagt Marcello Spindler, der Älteste der Gruppe. Lehrmeister und Ideengeber für die artistische Reiterei ohne Pferdesättel sei der bekannte Zirkusreiter Alexander Arigoni gewesen, der den Jungen drei Jahre lang die Grundlagen für diese zirzensische Kunst vermittelte.

Beim Weihnachtsprogramm unterm Zirkuszelt ging noch nicht alles glatt. Jetzt aber seien die Nachwuchsartisten fit und bestens vorbereitet, so Geschäftsführerin Spindler. Damit könnten die Waltersdorfer Jugendlichen im Wettbewerb der weltweit besten Nachwuchsartisten ganz vorn dabei sein. Die Konkurrenz sei aber riesig. „Am Sonntagabend wissen wir mehr, dann sind die Würfel gefallen – gefeiert wird auf jeden Fall.“

Die traditionsreiche Zirkusfamilie Spindler präsentiert seit Jahrzehnten klassische Zirkuskunst mit Tierdressuren, hervorragender Artistik, Livemusik und Lichteffekten in der Manege. Eine Kunst, die auch in schnelllebigen Zeiten Bewunderer findet. Vor zehn Jahren bezog ihr Zirkus erstmals in Waltersdorf Winterquartier. Im vergangenen Jahr ließ sich das Unternehmen ganz im Schönefelder Ortsteil nieder und schafft seitdem auf dem Gelände der ehemaligen Agrargenossenschaft einen Tier-Erlebnispark. Zu den Höhepunkten der Programme gehören alljährlich einzigartige Tierdressuren. Mit viel Liebe und Geduld gelang es zum Beispiel Adela und Giovanni Spindler, eine Giraffe und ein Zebra in der Mange agieren zu lassen. Eine Spitzenleistung, bei der das quirlige Zebra unter der Giraffe hindurchläuft.

Von Uta Schmidt

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