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Dahme-Spreewald Martina Mieritz ist SPD-Kandidatin
Lokales Dahme-Spreewald Martina Mieritz ist SPD-Kandidatin
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08:06 10.02.2017
Martina Mieritz
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Zeuthen

Paukenschlag bei der SPD Zeuthen. Am Mittwoch Abend nominierte der SPD-Ortsverband überraschend nicht die amtierende Bürgermeisterin zur Kandidatin für die im Herbst anstehende Bürgermeisterwahl in Zeuthen. Stattdessen soll die Gymnasiallehrerin und SPD-Ortsverbandschefin Martina Mieritz (52) auf Stimmenfang gehen.

„Das war eine gemeinsame Entscheidung im Vorstand, die seit November gereift ist“, sagte Martina Mieritz (SPD). Man habe die extreme Blockadehaltung der Gemeindevertretung überwinden wollen. „Bereits das vergangene Jahr über haben wir diese Blockadehaltung und eine Diffamierung unser Bürgermeisterin erlebt. Wir wollten sie aus der Schusslinie nehmen“, sagte Mieritz. „Zuletzt hat sich die Lage verschärft und ist die Kommunikation zwischen mir als Bürgermeisterin und den Gemeindevertretern immer schwieriger geworden“, sagte Beate Burgschweiger (SPD). Man habe sich in eine Sackgasse manövriert, aus der man nur mit einer neuen Kandidatin gestärkt hervorgehen könne. Mit Mieritz könnten die Gespräche mit Fraktionen und Partnern wieder aufgenommen werden, die zuvor nicht mehr möglich waren und gute Ideen weiterentwickelt werden. „Das Wichtigste war nicht die Frage um meine Person, sondern wie wir Zeuthen weiterbringen. können“ Im Wahlkampf will Beate Burgschweiger ihre Parteikollegin unterstützen und nach der Wahl selbst weiter in der Kommunalpolitik aktiv bleiben – sie will bei der Wahl der Gemeindevertretung oder zum Kreistag antreten.

SPD will „Signal des Neustarts“ setzen

Mit der Nominierung der weniger bekannten Mieritz steigt die Chance der Gegenbewerber anderer Fraktionen, ins Rathaus einzuziehen. „Wir wissen, dass das ein Risiko ist, wollen aber ein starkes Signal des Neustarts in den Ort senden. Jetzt geht es wieder mehr um die Themen. Das war uns wichtig“, sagte Mieritz. Ferner verhindere man so eine Schlammschacht im Wahlkampf.

Bis zur Wahl bleibt Burgschweiger im Amt. Sie ist optimistisch, dass mit der Nominierung von Mieritz auch vor der Wahl wieder neue Gespräche möglich sind und Projekte wie die Grundschule vornetrieben werden können. Die anderen Parteien hätten Martina Mieritz gegenüber bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Auch sie spricht sich für eine enge Zusammenarbeit der drei Kommunen Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf aus.

Sachwitz: „Das kam nicht überraschend.“

Die Gemeindevertreter begrüßen überwiegend den Wechsel bei der SPD. Karin Sachwitz (BfZ), Vorsitzende der Gemeindevertretung, sagte: „Das kam nicht überraschend. Wir hatten öfter Probleme mit Frau Burgschweiger.“ Karl Uwe Fuchs (Grüne/FDP) nannte es eine „weise Entscheidung“. Und weiter: „Jetzt müssen wir sehen, wie sich Frau Mieritz inhaltlich positioniert. Sven Herzberger hat nun wesentlich größere Chancen, als wenn Frau Burgschweiger erneut angetreten wäre. Denn sie hätte einen Amtsbonus.“ Für Nadine Selch (CDU) war ein Vertrauensverhältnis zwischen den Gemeindevertretern und Frau Burgschweiger seit langem nicht mehr erkennbar. „Sie hat alleine und gegen unsere Beschlüsse gehandelt“, sagte sie. Jonas Reif (Grüne/FDP) urteilte, dass es sehr mutig von der SPD sei, jemanden zu nominieren, der nicht so bekannt ist. Inge Seidel (Linke) sagte: „Frau Burgschweiger hat sich das letzte Mal zur Gemeindevertreterwahl aufgestellt, um Stimmen zu fangen und nicht, um als Gemeindevertreterin anzutreten. Wer sagt mir, dass es jetzt nicht genauso ist?“

Von Oliver Becker

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