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Dahme-Spreewald Masterplan soll beschlossen werden
Lokales Dahme-Spreewald Masterplan soll beschlossen werden
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00:20 28.10.2017
96 Mietwohnungen des Projektentwicklers Bonava, die Fontane-Höfe und das City Center: Baustellen nahe des Rathauses Schönefeld.  Quelle: Oliver Becker
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Schönefeld

 Auf den BER-Masterplan folgt nun der Masterplan für Bauquartiere in Neu-Schönefeld. Bereits im Dezember dieses Jahr will der Bürgermeister von Schönefeld einen solchen in der Gemeindevertretung beschließen lassen. Ziel ist die übergeordnete Steuerung von Bauprojekten privater Investoren durch das Rathaus.

Planmäßige Entwicklung

„Wir wollen voraussichtlich im Dezember noch einen übergeordneten Masterplan für den gesamten Norden Schönefelds beschließen, damit man eine planmäßige Entwicklung hat“, sagte Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos). „Damit geben wir den Bauherren vor, wo die Straßen sind, wie die Regenwasserkanäle verlaufen, wo die Grünzüge und Leitungen liegen“, so Haase weiter. Nur auf diese Weise bekomme die Gemeinde die Steuerung der Bauvorhaben in den Griff. „Kein Investor will Grünflächen, Spielplätze oder Kitas bauen – alle wollen möglichst hohe Hochhäuser mit vielen Wohnungen errichten. Da müssen wir als Gemeinde planerisch eingreifen“, sagte der Rathauschef.

Um etwa eine Regenentwässerung in den Neubaugebieten zu haben, müssten Leitungen über mehrere Grundstücke gelegt werden und dürfe nicht jeder Investor für sich seinen Abschnitt fertigstellen. Alle Eigentümer müssten sich an den Kosten der gemeinsamen Entwässerung beteiligen, die Anschlussbeiträge zahlen und die Straßen so bauen, wie die Gemeinde es vorgebe. Probleme entstünden auch mit dem Bauverkehr, wenn alle in einem Quartier bauen. Daher dürfe nur nach und nach in bestimmten Baufeldern gebaut werden.

Keine freien Flächen mehr

Und Bauprojekte gibt es zuhauf in Neu-Schönefeld. Freie Flächen: Fehlanzeige! „Alles ist bereits in Neu-Schönefeld verplant “, sagte Haase. 600 Millionen Euro an Investitionen sind im Zentrum von Neu-Schönefeld rund um das Rathaus alleine für die nächsten vier Jahre geplant. 2000 neue Wohnungen sollen entstehen. „Hier entsteht überwiegend Mietwohnungsbau, auch einige Sozialwohnungen. Das Angebot regelt der Markt. Die meisten, die hier am und rings um den BER arbeiten werden, verdienen nicht viel und können sich Wohneigentum nicht leisten“, sagte Haase. Der Bürgermeister wird nicht müde, von den 35 000 Einwohnern zu sprechen, die seine Gemeinde einmal haben wird und von den bis zu 50 000 Arbeitsplätzen am und rings um den neuen Flughafen.

130 Millionen investiert die Gemeinde in Infrastruktur

Neben den privaten Investitionen plant die Kommune zudem 60 Millionen an Investitionen für Infrastrukturprojekte wie Kita und Gymnasium. Hinzu kommen rund 70 Millionen Euro der Kommune für Investitionen in den Straßenverkehr. Insgesamt fließen damit in den nächsten Jahren über 730 Millionen Euro in Wohnungen und Bürogebäude privater Investoren und Infrastrukturprojekte der Gemeinde im Norden. Auf 1,2 Milliarden Euro schätzt Haase das Bauvolumen für alle Baugebiete im Norden Schönefelds, wenn auch jene Flächen bebaut sind, für die die Planung heute noch nicht spruchreif ist.

Bauprojekte in den nächsten Jahren

96 neue Mietwohnungen stampfte der Projektentwickler Bonava in einem Jahr aus dem Boden. Bereits im Januar sind sie bezugsfertig. Die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG baut derzeit die Fontane-Höfe – zwölf viergeschossige Gebäudekomplexe mit insgesamt 334 Mietwohnungen. Das Projekt ist eines der größten privaten Mietwohnungsbauprojekte Brandenburgs. Fertigstellung Ende 2019. Strabag baut fünf Wohnhäuser mit 144 Wohnungen in der Rathausgasse. Fertigstellung 2020. 2018 soll bereits das City-Center eröffnen – mit 14 000 Quadratmetern Hotel und 5500 Quadratmetern für Geschäfte.

Zu den bedeutendsten Projekten der Kommune zählen der neue Kitabau mit Mensa und Dachspielplatz, das dreizügige Gymnasium samt einer neuen Turnhalle am Bahnhof, die neue Veranstaltungshalle mit bis zu 4000 Sitzplätzen und mehrere Parkplätze. Mit der unterirdischen Verlegung der Hochspannungsleitung sollen Wartungen einfacher gemacht werden und Bauflächen bebaubar gemacht werden. Mit dem Bau des Autobahnanschlusses Hubertus, der Transversale als Verbindungsstraße zwischen den Gewerbegebieten Waltersdorf und Ost am Terminal, Kreisverkehren und Radwegen nahe des BER-Terminals und zwischen Kiekebusch und Rotberg soll der Verkehr entlastet werden. Auch die U-Bahn will Haase von Berlin-Rudow nach Schönefeld erweitern lassen. Dazu sei man in Gesprächen mit Berlin, so Haase.

Von Oliver Becker

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