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Mehr Gelassenheit bei Fluglärm-Stress

Gesundheitstag am Flughafen Schönefeld Mehr Gelassenheit bei Fluglärm-Stress

Spott, Kritik und abfällige Bemerkungen hatte es im Vorfeld vor allem auf diversen Internetseiten gehagelt – weil der Gesundheitstag am Flughafen Schönefeld mit Yoga gegen Fluglärm warb. Vielleicht hätte etwas Meditation die Gemüter durchaus beruhigt. Doch die Kritiker blieben der Veranstaltung am Donnerstag fern.

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Nicole Brettschneider (r.) und Marion Schich von der Volkshochschule Teltow-Fläming luden zu einem Entspannungskurs ein.

Quelle: Uta Schmidt

Schönefeld. Häme und Kritik hatte die Ankündigung des zweiten Gesundheitstages am Flughafen Schönefeld im Vorfeld vor allem im Internet geerntet. Das galt vor allem für das Angebot, Fluglärm-Stress mit Yoga-Übungen zu begegnen. Doch bei der Veranstaltung am Donnerstagnachmittag, zu der die Bürgerberatungsstelle „Passiver Schallschutz“ eingeladen hatte, war von den Kritikern nichts zu bemerken.

Bei dem kostenlosen Angebot stellen Mediziner, Therapeuten und Wissenschaftler Lärmgeplagten im Flughafenumfeld neue Erkenntnisse, Maßnahmen und Methoden zur Stressbewältigung und für die gesunde Lebensweise vor. Das Motto lautet: „Leben mit dem Flughafen BER in Schönefeld“.

„Neben den klassischen Beratungsleistungen für den Schallschutz bieten wir weitere Offerte zum Gesundheitsschutz in der Flughafenregion an“, erklärte Nicole Brettscheider vom Bereich Schallschutzberatung des Landkreises Teltow-Fläming im Gebäude des Dialogforums. Gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule würde nach Strategien gesucht werden, wie die Lebensqualität der Menschen in der Region erhalten werden könne. „Wir haben bereits gute Erfahrungen mit Gesundheitstagen gemacht. Unsere Volkshochschule bietet ein großes Kursprogramm zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung“, sagte Marion Schich.

Im Meditationskurs

Im Meditationskurs

Quelle: Uta Schmidt

Diesmal stellte die Berliner Therapeutin Beate Dieckmann einem halben Dutzend Teilnehmern das weite Feld der Meditation mit vielen praktischen Übungen vor. „Ich bin gespannt, ob man mit Entspannungstechniken Stress entgegensteuern kann“, sagte Michelle Sprengler, „ich wohne an einer verkehrsreichen Straße und erhoffe mir neue Denkanstöße. Ich bin davon überzeugt, dass manchmal schon der veränderte Blickwinkel auf ein Problem zur Lösung beitragen kann.“ Erich König aus Berlin-Bohnsdorf, der einzige Mann in der Runde, ist in seinem Haus direkt vom Fluglärm betroffen. „Ich sehe und höre die Maschinen starten und landen“, sagt er, „wenn der BER kommt, wird es sicher noch lauter. Da interessiert mich schon jetzt, ob man dagegen etwas tun kann“.

Beate Dieckmann erklärte eine Methode zur Selbstheilung, die Emotional-Körper-Therapie. „Wir wollen damit die Ursache der Gefühle erspüren“, so die Therapeutin. Gefühle im Körper könnten blockieren. Mit der Heilung von Gefühlen wie Angst und Wut könne man die Kräfte wieder zum Fließen bringen. Zweifel wurden in der Runde laut, ob Lärmbetroffene mit dieser Methode auch positive Gefühle gegen den Fluglärm entwickeln könnten. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass es mit Ruhe und Gelassenheit besser gelingt, das Leben so anzunehmen wie es ist“, entgegnete Dieckmann.

Info: Der dritte Gesundheitstag am Flughafen findet am 14. April statt.

Von Uta Schmidt

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