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Dahme-Spreewald Mehr Grün im Flughafen-Umfeld
Lokales Dahme-Spreewald Mehr Grün im Flughafen-Umfeld
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13:18 25.02.2016
Antje Girschick und Detlef Gärtner.
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Schönefeld

Auch wenn der Großflughafen BER noch nicht am Netz ist, die negativen Auswirkungen von rund 300 000 Starts und Landungen pro Jahr auf Mensch und Natur sind schon jetzt absehbar. Für mehr Lebensqualität im Airport-Umfeld sollen künftig Naturräume in und zwischen den Kommunen sorgen, die der Erholung und dem Umweltschutz gleichermaßen dienen. Steurer in diesem Prozess ist die im Jahre 2001 gegründete Berlin Brandenburg Area Development Company GmbH (BADC). „Wir unterstützen Gemeinden bei der Umsetzung von interkommunalen Projekten, aber auch Unternehmen bei der Ansiedlung im Flughafenumfeld. Wir übernehmen die Beratung im Naturschutz- und Bauplanungsrecht und bieten Investoren ökologisch sinnvolle und gebündelte Kompensationsmaßnahmen aus einem interkommunalen Flächenpool der Gesellschaftergemeinden an“, umreißt die neue Geschäftsführerin Antje Girschick die Aufgaben der Gesellschaft.

Die Mitarbeiter der BADC zogen im vergangenen Jahr von Wildau in das Gebäude des Dialogforums nach Schönefeld, um näher am Puls des Geschehens agieren zu können. „Der Gesellschaftszweck wurde neu definiert, die Gesellschafteranteile sind neu justiert. Bestensee kam neu dazu. Jetzt sind die Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sowie zwölf Kommunen Gesellschafter“, erläutert Detlef Gärtner, Beigeordneter im Landkreis Teltow-Fläming, die Veränderungen. Den höchsten Anteil hält die Gemeinde Rangsdorf mit 16 Prozent, gefolgt von Wildau und Königs Wusterhausen mit je 15 Prozent.

Als Leiter der Arbeitsgruppe 3 „Kommunale und interkommunale Entwicklung“ im Dialogforum weiß Gärtner genau, wo bisher der Schuh bei der Entwicklung von großräumigen Naturschutz- und Renaturierungsprojekten im Airport-Umfeld gedrückt hat. „Mich hat gestört, dass es kaum zum Abgleich von Maßnahmen zwischen den beiden Landkreisen kam. Es war dringend nötig, dass wir als Region mit den gleichen Problemfeldern und Aufgaben enger zusammenwachsen.“ Das wurde bereits mit dem gemeinsamen Beratungszentrum in der Mittelstraße 11 von Schönefeld erreicht, wo auch die BADC ihre Beratungsleistungen anbietet.

Nicht nur Unternehmen, auch Bürger, Verbände und Gemeindevertreter können sich dort über interkommunale Vorhaben zur Umweltgestaltung, Renaturierung oder Erholung informieren. Ein „Großprojekt“ war der „Auenverbund BBI-Süd“ der Gemeinden Schönefeld, Mittenwalde, Schulzendorf, Zeuthen, Blankenfelde- Mahlow und Rangsdorf. Erfolgreich konnte die Sanierung der Tonteiche in Neue Mühle und der Tonteiche „Lauseberge“ in Wildau abgeschlossen werden, wo sich inzwischen sogar der Eisvogel wieder angesiedelt hat. Bis Ende des Jahres sollen die Zülowseen in Rangsdorf von Sedimenten beräumt und auf 300 Hektar wieder ökologisch durchgängig sein. Eine Million Euro werden in dieses Projekt fließen, das der Verbesserung des Landschaftsbildes, des Wasserhaushalts und der Erholungsfunktion dient.

„Weil bisher mehr Projekte im Landkreis Dahme-Spreewald als in Teltow-Fläming umgesetzt wurden, bemühen wir uns um eine neue Gewichtung“, sagt Gärtner. Entlang des Lilo-Grabens in Großbeeren soll eine lärmberuhigte „Grüne Welle“ entstehen. Des Weiteren werden an der viel befahrenen, vierspurigen Bundesstraße 96 lärmmindernde Maßnahmen untersucht. Gärtners Vision ist die großflächige Renaturierung des gesamten Landschaftszuges Glasow-Bach-Niederung als verbindendes Element zwischen den Gemeinden.

Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen werden ebenso von der Bündelung von Ausgleichzahlungen der Investoren profitieren. In diesem Jahr können mehr als  100 000 Euro für das Biotopverbundsystem Koppelland-Wiesenland ausgegeben werden.

Antje Girschick und Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke gaben zudem den Startschuss zur Erarbeitung der Konzeptstudie „Urbanes Blau – Ein interkommunaler Ansatz zur Erlebbarmachung durchflossenen Grüns in Zeuthen-Eichwalde-Schulzendorf“. In den drei Nachbargemeinden, die künftig vom Großflughafen BER besonders stark betroffen sein werden, sollen Naturbereiche geschützt und gestaltet werden.

Mit der Aufwertung der Grünräume werden die Übergänge zwischen den Gemeinden fließend. Ideen zur Neugestaltung des ehemaligen Volksparks in Schulzendorf zum Waldpark werden entwickelt. „Das Wichtigste ist: Wir wollen keine Zäune um die durchflossenen Naturräume. Es geht um die Schaffung von grünen Inseln, von Ruhezonen und Naturerlebnisbereichen wie die Anlage von Waldspielplätzen oder Aussichtspunkten“, sagt Girschick. Die BADC unterstützt als Projektsteurer die Umsetzung der Vorhaben in den BER-Anrainer-Gemeinden.

Von Uta Schmidt

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