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Mehr Stellen als Azubis

Ausbildungsmarkt Mehr Stellen als Azubis

Die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge in der Region ist auf einem stabilen Niveau. Trotzdem zeichnet sich ab, dass es immer weniger interessierte Kandidaten für die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze gibt. In den Betrieben sind Noten deshalb nicht mehr alles entscheidend. Das eröffnet Bewerbern neue Perspektiven.

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Die Gastronomie sucht dringend Bewerber.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in der Region in den vergangenen Jahren auf einem stabilen Niveau. Das teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Im Jahr 2015 wurden im Landkreis Dahme-Spreewald 549 Ausbildungsverträge für das erste Lehrjahr geschlossen. Zum Vergleich: 2013 waren es 545, 2014 stieg die Zahl leicht an auf 563.

Im Landkreis Teltow-Fläming kam es 2015 zu 645 neuen Ausbildungsverträgen für das erste Lehrjahr. Im Jahr 2014 waren es 638, vier mehr als noch 2013. Doreen Ließ von der Agentur für Arbeit in Potsdam erfasste im März 2016 noch 976 offene Ausbildungsstellen im Landkreis, dem gegenüber stehen noch 817 Ausbildungsplatzsuchende. Am höchsten sei die Nachfrage bei den Unternehmen aus der Produktion, gefolgt von der Verkehrs-und Logistikbranche und dem kaufmännischen Bereich. Alle drei Branchen können eine höhere Nachfrage als noch im Jahr 2015 verzeichnen.

Große Nachfrage im Handwerk

Eine unverändert große Nachfrage nach Auszubildenden gibt es im Handwerk, weiß Claudia Sieber von der Arbeitsagentur Cottbus. Sie ist unter anderem für berufliche Rehabilitation verantwortlich und hat einen Überblick über den Landkreis. „Azubis werden zudem im Dienstleistungssektor wie etwa in der Gastronomie gesucht, aber auch in der Landwirtschaft, im Call-Center-Bereich oder bei der Bundeswehr“, sagt sie.

Eine gleichbleibend hohe Nachfrage gibt es auch bei Behörden, was mit dem demografischen Wandel zusammenhängt, so Sieber: „Viel Fachpersonal wird in Rente gehen und Behörden machen sich jetzt schon gegenseitig Konkurrenz.“ Bewerber, die keinen EinserSchnitt haben, können sich immer mehr aussuchen, wo sie arbeiten wollen. „Arbeitgeber öffnen sich langsam hinsichtlich der Noten“, erläutert die Expertin. Viele Firmen geben Bewerbern, die nicht den idealen Notendurchschnitt haben, mit einem Praktikum oder einer Ferienarbeit zunächst eine Chance. „Wir als Arbeitsagentur fördern interessierte Kandidaten mit einem mindestens sechsmonatigen vergüteten Vor-Praktikum, der Einstiegsqualifizierung.“

Studium beliebter als Ausbildung

Mehr Nachfrage als Ausbildungsstellen gibt es in Dahme-Spreewald im Bereich Büromanagement, im Modeverkauf oder bei medizinischen Berufen – beliebt ist etwa die Tätigkeit als Zahnarzthelfer.

Generell wollen Absolventen eher studieren als eine Ausbildung absolvieren, sagt Claudia Sieber. Insgesamt gesehen gibt es für die zur Verfügung stehenden Ausbildungsstellen zu wenige Interessenten im Landkreis: Seit Oktober 2015 wurden 675 Bewerber für Berufsausbildungen registriert, zugleich gab es 764 Meldungen für Ausbildungsplätze. Im Vergleich zum Vorjahr wurden sogar knapp fünf Prozent weniger Ausbildungsstellen angeboten und es gab zwölf Prozent mehr Bewerber.

Ende März 2016 waren 453 Bewerber noch unversorgt und 545 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 4,6 Prozent mehr an unversorgten Bewerbern. Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen verringerte sich um 13,2 Prozent.

Von Melanie Höhn

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