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Mehr Zusammenarbeit am BER angestrebt

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld trifft Schönefelder Gemeindevertreter Mehr Zusammenarbeit am BER angestrebt

Erstmals besuchte Karten Mühlenfeld, neuer Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, die Gemeinde Schönefeld. Er kam in den Entwicklungsausschuss, um sich mit Gemeindevertretern auszutauschen.

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Gemeinsam rückten Freiwillige Feuerwehr Schönefeld und Flughafenfeuerwehr kürzlich zur Brandbekämpfung in unmittelbarer Nähe des Flughafens aus.

Quelle: Uta Schmidt

Schönefeld. Es war ein symbolischer Auftakt: Als Karsten Mühlenfeld, der Vorsitzende der Flughafen-Geschäftsführung, in der vergangenen Woche zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt vor dem Entwicklungsausschuss der Schönefelder Gemeindevertretung das Wort ergriff, rückten die Kameraden der Flughafenfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Schönefeld aus, um gemeinsam einen Großbrand einer Barackenanlage vor dem Flughafenzaun zu löschen (die MAZ berichtete). Dieses Zusammenspiel unter der Einsatzleitung des Schönfelders Robert Rörster war ein Zeichen dafür, wie eng künftig Gemeinde- und Flughafen-Akteure an einem Strang ziehen müssen, um Sicherheits- oder Verkehrsprobleme im BER-Umfeld zu lösen.

Gemeindevertreter, Bürgermeister Udo Haase (parteilos) und Planungsbüros stellten dem Flughafenchef bei dieser Beratung erstmals persönlich die Rahmenplanung zur „Gewerblichen Entwicklung am BER“, Masterpläne für Gewerbegebiete zur Etablierung von Logistikzentren am Flughafenrand sowie Verkehrsplanungen vor. In der Diskussion auch die dringend nötige Beseitigung des „katastrophalen Zustands am Bahnhof“. „Das ist ein peinliches Eingangstor zum Flughafen und zur Gemeinde. Der Flughafen muss da selbst ein Interesse daran haben, dass der Bahnhof funktioniert“, sagte Norbert Illiges vom Planungsbüro BSM in Berlin.

Diskutiert wurden auch Strategien zur Lösung von Verkehrsproblemen im BER-Umfeld, unter anderem die Auflösung und Neugestaltung von Knotenpunkten an der B96a und in Waltersdorf. Auch ging es um den Ausbau der Jürgen-Schumann-Allee zur Verbindung zu den Flughäfen Schönefeld und BER sowie die neue Autobahnanschlussstelle Hubertus an der A117. Vor allem bei der zügigen Ausgestaltung der Verkehrsanbindung und dem Ausbau neuer Achsen erhofft sich die Gemeinde Unterstützung vom Flughafen-Unternehmen. Mühlenfeld dazu: „Ich werde im Ministerium diese Themen ansprechen. Wenn die Gemeinde schon so stark durch den Fluglärm belastet ist, dann soll sie nicht auch noch unter dem Verkehr leiden“. Er versprach, sich nach der Fertigstellung des BER diesen Themen „massiv“ anzunehmen.

Ausschussvorsitzender Olaf Damm (CDU) machte deutlich, dass die Gemeinde an den gemeinsamen Planungen zur Umfeldentwicklung mit dem Flughafen festhalten und diese abschließen wolle. „Dazu möchten wir im Dialog mit der Flughafengeschäftsführung weiter kommen. Vor allem der Schallschutz ist für uns von elementarer Bedeutung. Die Schwerstbetroffenen dürfen nicht vergessen werden. Daran werden die Bürger den Flughafen messen“, so Damm.

Karsten Mühlenfeld machte deutlich, dass sein Unternehmen alle Anforderungen und Auflagen erfüllen werde, aber keine Speziallösungen für einzelne Betroffene bieten könne. In Sachen Schallschutz gebe es am BER eine einmalige Situation in der Welt. Die Flughafengesellschaft werde versuchen, bis Ende des Jahres alle Anträge zu bearbeiten und Antragssteller über ihre Ansprüche genau zu informieren.

Von Uta Schmidt

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