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Dahme-Spreewald Michael Kessler auf Expedition in Brandenburg
Lokales Dahme-Spreewald Michael Kessler auf Expedition in Brandenburg
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17:07 09.07.2016
Zu Land und auf dem Wasser – Michael Kessler unterwegs auf dem Nottekanal. Quelle: Danilo Hafer
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Halbe/Mittenwalde

Er ist schon mit einem Esel bis an die Ostsee gewandert, mit einem Floß über die Havel geschippert und mit einem Klapprad 630 Kilometer von Kopenhagen nach Berlin gefahren. Seit vergangenem Sonnabend stellt sich der Schauspieler und Parodist Michael Kessler wieder einer neuen Herausforderung. Für die RBB-Sendung „Kesslers Expedition“ umrundet er diesmal mit einem Fahrrad Berlin. Und das sowohl zu Land, als auch auf dem Wasser. „Auf Schwimmkufen rund um Berlin“ lautet der offizielle Titel. Damit begibt sich der Schauspieler bereits auf seine 15. Expedition im Auftrag des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). 14 Tage soll sie dauern.

30 bis 40 Kilometer pro Tag

Los ging es in Grünheide, im Landkreis Oder-Spree. Von dort aus machte sich das Team im Uhrzeigersinn auf den Weg. Die Route orientiert sich dabei grob an dem 66-Seen-Wanderweg. 30 bis 40 Kilometer legt Michael Kessler mit seinem Fahrrad, einer Mischung aus Mountainbike und Bonanzarad, pro Tag zurück. Der Clou an der ganzen Geschichte: Mit ein paar Handgriffen lässt sich das herkömmliche Fahrrad zu einem Wasserfahrrad umbauen. „Wir schrauben einfach das Hinterrad ab und setzten an die Seiten zwei gelbe Pontons“, so Kessler. Anstelle des Hinterrades wird das Gefährt dann per Schiffsschraube angetrieben.

In Halbe machte Schauspieler Michael Kessler eine kurze Pause. Quelle: Danilo Hafer

Am Dienstag radelte das Team auch durch die Orte Märkisch Buchholz, Halbe und Teupitz. Unweit des Bahnübergangs in Halbe, in einer kleinen Bäckerei, machte die siebenköpfige Crew Pause. Kurz die Beine hochlegen und etwas ausruhen. „Es macht mich glücklich, wieder in Brandenburg zu sein“, sagte Kessler, als er von seinem Fahrrad stieg. Er kenne keine andere Region, in der man noch so viel Ruhe und Abgeschiedenheit findet, wie in Brandenburg. Außerdem seien die Menschen hier ihm gegenüber sehr offen.

Die Leute öffnen gerne ihre Türen

Das liegt aber wohl auch daran, dass Michael Kessler nach inzwischen 15 Expeditionen für den RBB in Brandenburg kein Unbekannter mehr ist. Und so öffnen die Leute gerne ihre Türen. „Gestern sind wir zum Beispiel einfach in einen 80.Geburtstag geplatzt und auf sehr viel Offenheit, aber auch viel Humor gestoßen“, erzählte er. Und wie es der Zufall so wollte, traf er ei

Mit dem Kameraboot in der Mittenwalder Schleuse. Quelle: Danilo Hafer

Eine der wichtigsten Eigenschaften, um diese Expeditionen überhaupt machen zu können, sei Neugier, sagt Kessler. „Ich bin von Natur aus ein neugieriger und interessierter Mensch, sonst könnte ich das gar nicht machen.“ Grundsätzlich stellten Dreharbeiten wie diese für den Schauspieler eine große Freiheit dar, die man sonst nur selten habe. „Man muss hier einfach spontan sein und improvisieren“, so Kessler. Für die Produktion hingegen sei dies eine besondere Herausforderung.

„Wir müssen schnell reagieren“

Da ist es von Vorteil, dass das Team seit Jahren aus den fast immer gleichen Leuten besteht. „Wir sind inzwischen ein total eingespieltes Team und das ist gut, weil wir oft sehr schnell reagieren müssen“, sagt Kessler. Sieben Leute begleiten ihn auf seiner Reise. Vom Regisseur, über den Kameramann bis zum Produktionsleiter. Letzterer ist schon von Anfang an mit dabei. „Ich habe schon die Dreharbeiten zur Berliner Nacht-Taxe begleitet“, erzählt Roland Albrecht. Die Berliner Nacht-Taxe war die erste Sendung von Michael Kessler im RBB.

Der Dreh ist für alle eine Herausforderung

Für Produktionsleiter Roland Albrecht stellen vor allem die Wechsel zwischen Wasser und Land eine besondere Herausforderung dar. „Der Kamerawagen muss doppelt so schnell fahren wie Michael auf seinem Fahrrad, damit wir ihn abwechselnd von vorne und von hinten filmen können. Aber das ist vor allem auf dem Wasser schwierig“, sagt er. Denn der Benzinmotor des Schlauchboots sei zu laut für die Tonaufnahmen, der zweite Elektromotor habe wiederum nicht genügend Kraft. Doch das größte Problem sei die Zeit. „Wir wissen nicht, wie lange wir für eine Strecke wirklich brauchen, weil das immer von den Gesprächen abhängig ist, die unterwegs geführt werden“, so Albrecht.

Kessler kann sich laut bemerkbar machen. Quelle: Danilo Hafer

Einmal durch den Nottekanal

Auch am Mittwoch lief nicht alles wie geplant. Bereits seit zwei Stunden hält Schleusenwärter Wolfgang Schilling Ausschau nach Kessler. Denn der hat sein Fahrrad inzwischen wassertauglich umgebaut und will gegen Mittag die Schleuse am Nottekanal durchqueren. Doch auch nach über zwei Stunden ist weit und breit nichts von Kessler zu sehen. Doch Wolfgang Schilling bleibt völlig entspannt. „Ich hatte in all den Jahren noch nie einen prominenten Gast, da warte ich gerne“, sagt er. Kurz vor drei Uhr am Nachmittag sind endlich die gelben Pontons zu erkennen. Kessler und sein Team fahren in die Schleuse ein. Nach knapp zehn Minuten ist alles auch schon wieder vorbei.

Fast. Kurz vor der Ausfahrt verfängt sich etwas Kraut in Kesslers Propeller. Vorsichtig steigt er ab und entfernt es. Schließlich will er an diesem Tag noch über Zossen weiter nach Mellensee und Trebbin.

Von Danilo Hafer

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