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Dahme-Spreewald Miersdorfer See versickert
Lokales Dahme-Spreewald Miersdorfer See versickert
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13:24 21.06.2015
Die Wurzeln der Erlen auf der Insel im Miersdorfer See ragen weit aus dem Wasser – ein Alarmsignal. Quelle: Andrea Müller
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Zeuthen

Der Angelverein Zeuthen-Miersdorf schlägt Alarm: Denn im Miersdorfer See sinkt das Wasser dramatisch. „Wenn das so weiter geht, besteht Gefahr für das Schilf, die Erlen auf der Insel und auch für den Fischbestand“, warnt der Vereinsvorsitzende Heiko Fuchs. Auf seinen Hilferuf hin wandte sich die Fraktion Grüne/FDP der Zeuthener Gemeindevertretung an das Rathaus. Mitarbeiter machten sich am Freitag ein Bild von der Lage.

In der Verwaltung ist das Problem bekannt. Schon im Jahr 2001 wurde ein Gutachten dazu in Auftrag gegeben. Das bestätigte den Wasserverlust. Gleichzeitig bestand damals kein akuter Handlungsbedarf. Jetzt aber scheint die Situation angespannter zu sein.

Fast schon wie bei Mangroven

Fuchs verweist auf eine Spundwand im Schilf, die er erst vor drei Wochen eingebracht hat – auf Wasserebene. Nun aber ragt sie schon wieder 20 Zentimeter aus dem Wasser. „Das heißt, in so kurzer Zeit sank das Wasser erheblich“, so Fuchs. Mit seinem Ruderboot fährt er näher an das Schilf. Unter den grünen Halmen sind die grauen Wurzelballen deutlich zu sehen. „Eine Weile kann Schilf das ertragen, aber dann stirbt es ab“, so Jonas Reif (Grüne). Als sich das Boot der kleinen Insel auf der Mitte des Sees nähert, wird klar, dass wirklich etwas passieren muss. Die Wurzeln der hohen Erlen ragen weit aus dem Wasser, erinnern fast schon an Mangroven. Krumm und schief stehen inzwischen auch einige Uferbefestigungen. „Hier fehlt jetzt der Gegendruck vom See“, führt Fuchs aus. So drohen die Böschungen abzurutschen.

Heiko Fuchs, Vorsitzender des Angelvereins Miersdorf misst mit dem Zollstock nach, um wie viel Zentimeter das Wasser gesunken ist. Quelle: Andrea Müller

Als Angler und Vorsitzender des Angelvereins macht er sich zudem große Sorgen um den Fischbestand. Im Miersdorfer See leben unter anderem Aal, Hecht, Zander und Karpfen. Darüber hinaus gibt es zwei große Welse von anderthalb Metern Länge. Die Tiere schwimmen zum Laichen ins Schilf. „Doch im Moment geht das nicht“, erklärt Fuchs.

Normalerweise ist der Miersdorfer See an der tiefsten Stelle 8,50 Meter tief. Gegenwärtig sind es höchstens noch acht Meter. „Deswegen soll überlegt werden, einen Brunnen zu bohren, um anschließend Grundwasser in den See einzuleiten“, so Karl-Uwe Fuchs (FDP). Seine Fraktion wird bei der nächsten Gemeindevertretersitzung einen entsprechenden Antrag einbringen.

Vorsicht beim Springen: Weil der Wasserpegel so niedrig ist, ragen Uferwand und Stege weit aus dem Wasser, das aber viel niedriger ist. Quelle: Andrea Müller

Die Verwaltung in Zeuthen will sich Kostenvoranschläge für einen Brunnen einholen. Gleichzeitig möchte man sich aber auch den Ursachen des Wasserverlustes widmen. Die können vielfältig sein. Ein möglicher Grund ist die Spundwand an der Straße, die Zufluss von Grundwasser verhindert. Wegen des niedrigen Wasserstandes sollten Badende aufpassen beim Springen. Stege und Rutsche ragen jetzt höher aus dem Wasser, doch der See ist deutlich flacher.

Von Andrea Müller

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