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Mikronaut sein macht glücklich

Wildau Mikronaut sein macht glücklich

Wie klein ist Mikro? Woher weiß der Sensor im Auto, dass der Airbag aufgehen muss? Und wie sieht es im Herzen eines Smartphons aus? Rund 240 Kinder besuchten am Wochenende den Auftakt der Kinderuni Wildau und erhielten spannende Einblick in das Innere von Ameisen, Handy und Co.

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TH-Professor Andreas Foitzik fasziniert bei seinen Vorlesungen in der Kinderuni auch mit Gesang.

Quelle: Uta Schmidt

Wildau. Wie klein ist Mikro? Woher weiß der Sensor im Auto, dass der Airbag aufgehen muss? Und wie sieht es im Herzen eines Smartphons aus? Professor Andreas Foitzik zeigte zum Auftakt der diesjährigen Kinderuniversität an der Technischen Hochschule in Wildau am Samstag, wie faszinierend auch für Kinder die Ingenieur- und Naturwissenschaften sein können. „Mikronauten in der Systemtechnik“ hieß seine Vorlesung, bei der etwa 240 Mädchen und Jungen als „Mikronauten“ einen Einblick in die Herstellung und Technik der kleinsten Bauteilchen erhielten. Durch ein Elektronenmikroskop vergrößert, konnten sie auf der Leinwand den Körperaufbau von Ameisen, Fliegen und Kieselalgen entdecken, aber auch in das Innere eines Mikrochips mit Nanodrähten schauen.

Die Vorlesung beginnt mit einem Lied

„Mikronaut sein macht glücklich“, so das Fazit des Professors, der den Hörsaal in der weißen Montur wie in einem „Reinraum“ betrat. Nicht nur seine ungewöhnliche Dienstkleidung stimmte die neugierigen Steppkes auf die kurzweilige 45-Minuten-Vorlesung ein, auch das einprägsame Lied „Wir sind die Mikronauten.“ Foitziks Rezept: „Bei Kindern muss alles spannend vermittelt werden, spätestens nach zehn Minuten muss etwas Neues passieren“, sagte er. Deshalb gehören zu seinem Vortrag Experimente, Videos und eben auch der gemeinsame Gesang. Professor Foitzik hat selbst vier Enkel und bezeichnet sich als „Kindertyp“, der genau weiß, womit man selbst bei zappeligen Schulkindern das Interesse an schwierigen Stoffen aus den Ingenieurwissenschaften wecken kann.

Der Studentenbeutel kommt an

Neugierig auf die neue Art des Unterrichts waren auch Arian und Erik Wagner aus Motzen. „Wir gehen in Töpchin zur Schule, da gibt es keine Aula“, sagte der neunjährige Arian, der allein schon über die Größe des Hörsaals ins Staunen geriet. Er wollte mehr über Mikrosystemtechnik erfahren, die ja in ganz vielen Alltagsgeräten wie im Computer verbaut sei, so der aufgeweckte Junge. An seiner Seite der siebenjährige Bruder. Stolz präsentierten die Jungen das kleine Studienbuch sowie den Studentenbeutel mit Block und Ordner zum Notieren der wichtigsten Fakten.

Einige Kinder kommen immer wieder

Routiniert hingegen bewegte sich der 12-jährige Marius Wenk aus Mahlow im größten Hörsaal der Hochschule. „Ich bin schon das sechste Mal bei der Kinderuni dabei. Ich konnte schon viel aus den Vorlesungen in den Unterricht an meiner Schule einfließen lassen“, erzählte er. Gut sei, dass sich die Themen nicht wiederholen würden.

Auch die Eltern, die die Veranstaltung und ihre Kinder über Livestream im Vorraum mitverfolgen konnten, sind vom Bildungsangebot begeistert. „Wir werden dabei alle schlauer“, sagte Editha Neumann, Lehrerin aus Wildau. Eine Freundin sei extra aus Warnemünde gekommen, damit der Sohn einmal in die Vorlesung einer Kinderuni schnuppern könne.

Die Kinderuni

Schülerinnen und Schülern im Alter von 8 bis 12 Jahren können an der Kinderuni teilnehmen. Professoren und Dozenten entschlüsseln mit ihnen Naturphänomene und erklären komplizierte technische Vorgänge. Alle Vorlesungen sind kostenlos und finden an fünf Samstagen ab 10.30 Uhr im Audimax Halle 17 statt. Wer sich anmeldet, bekommt einen Studentenausweis.

Die nächste Themen: Projektmanagement (5. November), Das Phänomen Licht (12. und 26. November), Klimaerwärmung (3. Dezember).

TH-Studienberaterin Larissa Wille-Friel und ihre Helfer freuten sich über den großen Zuspruch für die zwölfte Auflage der Wildauer Kinderuni. „Wir haben pro Vorlesung Kapazität für 250 Kinder. Viel Platz ist also nicht mehr“. Daher empfiehlt sie vorherige Anmeldungen per Internet. Man sei aber auch auf spontane Teilnehmer eingestellt. Ebenso sei es möglich, einzelne Vorlesungen zu besuchen.

Bis zum 3. Dezember werden die Dozenten und ihre Teams wieder eine Auswahl spannender Themen zusammengestellt haben. Erstmals werden die kleinen Studenten dann in die Grundlagen des Managements eingeführt, um ihre eigenen Projekte besser organisieren und planen zu können.

Von Uta Schmidt

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