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Ministerium bleibt hart bei Schleusenzeiten

Kreis und Tourismusverband schlagen Alarm Ministerium bleibt hart bei Schleusenzeiten

Sie haben protestiert, geschrieben, Bundestagsabgeordnete eingeschaltet – aber es hilft nichts. Das Bundesverkehrsministerium bleibt bei den verkürzten Betriebszeiten der Königs Wusterhausener Schleuse Neue Mühle. „Eine Katastrophe“, heißt es beim Tourismusverband Dahme-Seenland, und Landrat Stephan Loge (SPD) ist „stinksauer“.

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Früh Feierabend: die Schleuse Neue Mühle.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Neue Mühle. Wassersportler werden sich auch in den kommenden Monaten abends sputen müssen, wenn sie die Schleuse Neue Mühle noch passieren wollen. Denn alle Proteste und Argumente für längere Betriebszeiten an der Schleuse bleiben offenbar erfolglos. In einem Schreiben an mehrere Bundestagsabgeordnete, das der MAZ vorliegt, hat das Bundesverkehrsministerium solchen Wünschen eine deutliche Absage erteilt. Es gebe kein ausreichend qualifiziertes Personal, heißt es. Um längere Öffnungszeiten zu ermöglichen, müsste außerdem im Schichtbetrieb gearbeitet werden. Das wäre angesichts der Tatsache, dass weniger als zehn Prozent der Nutzer davon profitieren würden, „unverhältnismäßig“.

Stephan Loge (SPD), Landrat von Dahme-Spreewald, reagiert entsetzt. „Ich bin stinksauer. Wenn schon der Tourismus im Norden unter dem Fluglärm leiden wird, kann man nicht auch noch den Tourismusanbietern im Süden solchen Druck machen“, sagt er.

Hintergrund: Die Schleuse Neue Mühle ist ein Nadelöhr in der Dahme-Wasserstraße. Viele Berliner Wassersportler müssen sie passieren, wenn sie mit ihrem Boot in die Seenlandschaft oder den Spreewald wollen – und abends wieder zurück. Das war bislang kein Problem, weil die Schleuse bis 22 Uhr betrieben wurde. Seit 1. April aber arbeitet die Schleuse aus personellen Gründen zu deutlich verkürzten Zeiten. In der Woche ist um 18 Uhr Schluss, freitags bis sonntags um 19 Uhr, was Politiker und Tourismusanbieter auf die Palme bringt. Es gebe „einen Aufschrei bei der ganzen Tourismuswirtschaft“, sagt Dana Klaus vom Tourismusverband Dahme-Seen. „Für uns ist das eine Katastrophe, wir können das nicht so hinnehmen.“

Die Protestmittel scheinen indes ausgereizt. Die Kreisverwaltung hat mehrfach beim Ministerium und beim Wasser- und Schifffahrtsamt vorgesprochen, mehrere Bundestagsabgeordnete setzten sich in der Sache ein, aber der Bund bleibt hart. Die Befürchtung, dass die Entwicklung des Wassertourismus konterkariert werde, teile man nicht, heißt es. Im Übrigen habe sich die Schifffahrt „problemlos darauf eingestellt“. Längere Betriebszeiten seien wieder möglich, sobald die Schleuse von einer Leitstelle aus fernbedient wird. Das geschehe aber erst mittelfristig, was immer das heißt.

Von Oliver Fischer

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