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Mit Optimismus ans Werk

Jugendbeirat Königs Wusterhausen Mit Optimismus ans Werk

Der Jugendbeirat der Stadt Königs Wusterhausen will in diesem Jahr viele Projekte anschieben – im März wollen die 15 Mitglieder auf einer Klausur im Jugendbildungszentrum Blossin zusammenkommen und über einen Fahrplan für die nächsten 2,5 Jahre diskutieren, um handlungsfähig zu werden.

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Thomas Thiele setzt sich für Jugendarbeit ein.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Nachdem der Jugendbeirat der Stadt Königs Wusterhausen im vergangenen Dezember einberufen wurde, soll die Arbeit der Jugendlichen nun konkret vorangehen, sagt Thomas Thiele, Geschäftsführer des Stadtjugendrings. Im März wollen die 15 Mitglieder auf einer Klausur im Jugendbildungszentrum Blossin zusammenkommen und über einen Fahrplan für die nächsten zweieinhalb Jahre diskutieren, um handlungsfähig zu werden. Dabei sollen unter anderem theoretischer Input über die parlamentarische Arbeit gegeben sowie die Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung erläutert werden. Die jungen Aktiven wollen ihre Ideen einbringen und ausloten, welche Rechte sie haben.

„Wir fordern auch eine klare Zuordnung innerhalb der Stadtverwaltung“, so Thomas Thiele. Vor allem müsse die Stadt eine Betreuungsperson für den Beirat stellen. Des Weiteren fordern die Jugendlichen ein finanzielles Budget. In der vergangenen Legislaturperiode war schon einmal ein Jugendbeirat einberufen worden, der jedoch aufgrund fehlender Unterstützung seitens der Stadt nicht funktionierte. „Die Jugendlichen fühlten sich allein gelassen“, bemängelt Thiele. Das soll nun anders werden.

Bei den bisherigen Treffen der jungen Beirats-Mitglieder ging es unter anderem um die Integration von Flüchtlingen durch Jugendarbeit. „Dieses Thema wollen wir weiter ausbauen“, sagt der Stadtjugendring-Geschäftsführer. Der Kreissportbund und verschiedene Einrichtungen gehen dabei mit gutem Beispiel voran und organisieren Kinobesuche oder regelmäßige Kochabende, wie etwa das Jugendfreizeitzentrum in Zernsdorf. Zudem möchte Thiele die Teilnahme von Flüchtlingen an dem vom Stadtjugendring organisierten Sommerferienlager auf Rügen möglich machen. „Hier geht es um niedrigschwellige Angebote“, so Thiele. Generell habe die Stadt Königs Wusterhausen durch seine sehr aktiven Jugendverbände einen großen Vorteil.

Weitere Themen des Jugendbeirates: Kostenfreies W-Lan in der gesamten Stadt oder die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche wie etwa Spielplätze oder der Bau einer Skaterbahn. Für letzteres ist der Standort am Neubaugebiet Nord favorisiert. Auch die SPD-Fraktion hat in Sachen Skaterbahn schon einen Vorstoß gewagt: Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) soll prüfen, ob und wie ein Bau dort möglich ist. Darüber hinaus kritisieren die Jugendlichen den Mangel an Abendveranstaltungen und Diskotheken in der Stadt.

Thiele appelliert an die Stadtverordneten, den Jugendlichen zuzuhören und ihre Argumente nachzuvollziehen. In den bisher besprochenen Projekten des Jugendbeirates merke er einen grundlegenden Optimismus und viel Lust, etwas zu bewegen: „Sie wollen sich selbstbewusst zu Wort melden und gehört werden.“

Der Jugendbeirat besteht aus insgesamt 15 Mitgliedern im Alter von 14 bis 18 Jahren verschiedener Schulen, Vorsitzender ist der 18-jährige Max Kripko, der die zwölfte Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums besucht. Die Treffen der Jugendlichen sind monatlich angestrebt, auch sollen parlamentarische Sitzungen und verschiedene Ausschüsse regelmäßig besucht werden.

Von Melanie Höhn

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