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Dahme-Spreewald Mit „Snake“-Spiel zum Riegel-Preis
Lokales Dahme-Spreewald Mit „Snake“-Spiel zum Riegel-Preis
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19:01 15.06.2015
Der Abiturient Tobias Ullerich mit seinem Lehrer Roland Ebner. Quelle: Franziska Mohr
Königs Wusterhausen

Ein Alleskönner ist Tobias Ullerich nicht. Französisch und Kunst gehören zu seinen „Hassfächern“, während sich der 18-Jährige auf die Informatik- sowie die Mathe- und Physikstunden am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen freute. „Das ist meine Welt“, bekennt der junge Mann, der seit wenigen Tagen ein Abitur mit der Durchschnittsnote 1,6 in der Tasche hat.

Gekrönt wurde seine Schulzeit jetzt obendrein mit der Teilnahme am Dr.-Hans-Riegel-Wettbewerb im Bereich Informatik, an dem sich das Land Brandenburg mit der Universität Potsdam erstmals in diesem Jahr beteiligte. Dabei errang Tobias Ullerich als erster Brandenburger überhaupt gleich den 1. Preis. „Ich habe mich riesig gefreut, weil ich nicht im Traum daran gedacht habe, ganz vorn zu landen“, sagt der Bestenseer. Gelungen ist ihm dies, wie er bescheiden einschränkt, „mit einer einfachen Version“ des Computerspiels Snake (deutsch: Schlange). Dabei muss ein Spieler mit der Schlange möglichst viel Obst einsammeln.

Aber was so einfach klingt, hat es in sich. Das erkannte auch die Jury. Professor Andreas Schwill vom Lehrstuhl Didaktik der Informatik würdigte daher in seiner Laudatio auf den 18-jährigen Preisträger nicht nur seine Leistung beim Programmieren, sondern auch sein umfangreiches Hintergrundwissen bezüglich der mathematischen Algorithmen. Schließlich waren beim Snake-Spiel zahlreiche Kenntnisse bei der Kollisionserkennung gefragt, die sich der Schüler erst selbstständig erarbeiten musste. Da waren „Informatik-Nüsse“ zu knacken wie: Was geschieht, wenn die Schlange gegen Fallobst oder andere Hindernisse stößt oder gar das Spielfeld verlässt? „Das alles hat Tobias super gemeistert“, lobt Lehrer Roland Ebner, der den Bestenseer seit zwei Jahren in dem an Brandenburger Gymnasien neuen Pflichtfach Wissenschaftspropädeutik unterrichtet, mit dem die Schüler in Sprache und Methodik an das wissenschaftliche Arbeiten an der Universität herangeführt werden sollen. In diesem neuen Unterrichtsfach verfasste Tobias Ullerich die Facharbeit zum Snake-Spiel, die ihn jetzt zum Preisträger werden ließ. Neben der Ehre gehörten zu diesem von deutschen und österreichischen Universitäten in Kooperation mit der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung verliehenen Fachpreis noch 600 Euro, die der Abiturient für seine in den Ferien geplante Norwegen-Tour gut gebrauchen kann. Und wenn der Preis nach Haribo-Gründer Hans Riegel benannt ist, fehlten bei der Preisvergabe natürlich auch Gummibärchen nicht.

Dass Tobias Ullerich zu den naturwissenschaftlichen Spitzenkönnern gehört, stellte er schon beim diesjährigen Landeswettbewerb Informatik unter Beweis. Dort belegte er den dritten Platz.

Auf dem schwierigen Feld des Programmierens bewegt sich der 18-Jährige schon seit fast drei Jahren. Er entwickelte schon eine Erweiterung für das Spiel „Minecraft“. Augenblicklich arbeitet er an der Webseite seines Karatevereins, die sich künftig besser verwalten lassen soll. „Karate hat wie Informatik etwas mit Logik und Beherrschung zu tun. Das reizt mich“, sagt er. Sein Berufswunsch versteht sich fast von selbst. Er will in Berlin Angewandte Informatik studieren – ein Einstieg in den Spielemarkt ist denkbar.

Übrigens ging im Riegel-Wettbewerb auch der dritte Preis im Informatikbereich an das Schiller-Gymnasium. Ihn errang die Abiturientin Luise Zieger mit einem natürlich-sprachlichen Dialogsystem, das Buchungen auf Campingplätzen ermöglicht.

Von Franziska Mohr

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