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Mit der Bahn von Berlin nach Breslau

Zeuthen Mit der Bahn von Berlin nach Breslau

Zu 150 Jahre Berlin Görlitzer Eisenbahn zeigten die Heimatfreunde Zeuthen eine Jubiläumsausstellung im Sport- und Kulturzentrum Zeuthen. Auf rund 120 Metern Streckenband konnten sich die Besucher davon überzeugen, wie der Verlauf war und die Bahnhöfe damals aussahen.

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Joachim Heinig (l.) erklärt Willi Schwabe und Stephan Loge (r.), wie es in den 30er Jahren an der Strecke ausgesehen hat.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Zeuthen. Die Zeuthener Heimatfreunde hatten sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt – eine Jubiläumsausstellung zu 150 Jahre Berlin-Görlitzer Eisenbahn. Am Wochenende konnten sich die Besucher im Sport- und Kulturzentrum Zeuthen vom Ergebnis überzeugen, einem symbolischen Modell der Strecke Berlin – Görlitz – Breslau, wie sie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts aussah.

Im Maßstab 1:87 sind die Bahnhöfe Zeuthen, Wildau, Königs Wus-terhausen und der schlesische Bahnhof Jannowitz akribisch nachgebaut worden. Symbolisch nachgebildet wurden die Bahnhöfe Halbe, Cottbus und Görlitz. Ebenso der Anfangsbahnhof in Berlin und der Endbahnhof in Breslau, die als Schattenbahnhöfe zum Aufstellen und Abfahren der Züge dienen. Auf einem rund 120 Meter langen zweigleisigen Streckenband schlängelten sich die Züge durch die Halle. So manch ein Besucher staunte, dass in Görlitz die Lok gewechselt wurde, denn von da an ging es bis Breslau elektrisch weiter.

Ein Riesending

Man habe sich ein „Riesending“ mit dieser Ausstellung vorgenommen und es sei auch eigentlich noch gar nicht alles fertig, sagte Joachim Heinig zur Eröffnung. Doch auch wenn noch nicht alles fertig sein sollte, dem Besucher fiel das nicht auf und es tat der Begeisterung keinen Abbruch.

„Mein Dank gilt den Enthusiasten, die sich hier ans Werk gemacht haben“, sagte Landrat Stephan Loge (SPD), der zur Eröffnung gekommen war. Er betonte, dass diese Strecke nahezu sein ganzen Leben bestimmt habe und er eine ganze Menge darüber erzählen könne. Schließlich habe seine berufliche Laufbahn auf dem Bahnhof in Görlitz begonnen und jetzt wohne er an der Strecke in Lübben.

Putzen gehört dazu

Putzen gehört dazu, damit die Züge fahren können. Und so säuberte Michael Liedtke schnell noch einmal die Gleise am Zeuthener Bahnhof, damit dort auch alles rollt. „Es war so eine Schnapsidee, den Bahnhof nachzubauen, die mir vor zehn Jahren kam, aber ich denke, es hat sich gelohnt“, so Liedtke.




Von Gerlinde Irmscher

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