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Dahme-Spreewald “Mit einem Trichter geht es nicht“
Lokales Dahme-Spreewald “Mit einem Trichter geht es nicht“
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00:28 24.05.2015
Kathrin Gaebler wendet Wissen übers Lernen auch bei sich selbst an. Cello spielen macht Spaß, darum kommt sie beim Üben gut voran. Quelle: Andrea Müller
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Zeuthen

Das Offene Netzwerk Lernen hat zum Ziel, die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung in die Schulen zu bringen. Deswegen veranstaltet es Elternseminare.

MAZ:Offenes Netzwerk Lernen – was muss man sich darunter vorstellen?

Kathrin Gaebler:Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Leuten aus der Region, die sich hier einbringen möchten, damit sich die Schul- und Lernsituation verbessert. Denn viele von uns haben mit ihren Kindern erlebt, dass sie anfangs mit leuchtenden Augen zur Schule gegangen sind, aber nach und nach die Freude am Lernen verloren haben. Andererseits haben wir erfahren, dass Lernen in der Schule Freude machen kann. Davon möchten wir mehr!

Was machen Sie genau?

Gaebler:Wir tauschen uns aus über die Erfahrungen mit unseren eigenen Kindern, aber auch mit denen anderer. Wir engagieren uns in verschiedenen Schulen in der Region, suchen das Gespräch mit politischen Vertretern, den Lehrern, den Schülern und anderen Eltern. Unser Prinzip ist Selbstorganisation. So ist zum Beispiel auch ein Newsletter entstanden, zu finden im Internet unter www.eltern-fuer-eltern.info

Wie oft treffen Sie sich?

Gaebler:Etwa einmal monatlich. Eine Homepage ist zurzeit in Arbeit, damit wir uns dann auch über diese Plattform austauschen können.

Nächste Woche bieten Sie in der „Paula“ ein Elternseminar an. Was ist Ihr Anliegen?

Gaebler:Wir wollen gemeinsames Wissen schaffen und erreichen, dass die neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaften Eingang finden in die Lernprozesse in der Schule. Eine Grunderkenntnis ist beispielsweise, dass sich das Hirn entsprechend seines Gebrauchtwerdens und Gefordertseins entwickelt. Das muss man erst einmal verstanden haben, das hat eine Wahnsinnsbedeutung!

Wie sehen Sie die Situation des Lernens gegenwärtig?

Gaebler:Jahrhundertelang dachte man, Wissen kommt über eine Art Nürnberger Trichter ins Gehirn. Heute wissen wir: Mit einem Trichter geht es nicht. Denn unser Gehirn ist ein soziales Organ. Es speichert nicht in erster Linie Wissen. Gelernt wird aus Erfahrung und das Hirn ist dazu da, diese Erfahrungen zu organisieren. Uns liegt daran, die Leute zu begeistern, diese aktuellen Erkenntnisse in den Schulalltag zu integrieren.

Gelernt werden muss der Schulstoff dennoch.

Gaebler:Über den Nürnberger Trichter geht das Motivationssystem des Lernens nicht an. Um mit Hirnforscher Gerald Hüther zu sprechen, gehen dann die Gießkannen im Gehirn nicht an. Sie sind das Sinnbild für das Motivationssystem. Der Mensch lernt nur, wenn er motiviert ist, wenn er dafür brennt. Ist ein Lehrer von seinem Fach wirklich begeistert, dann besteht eine gute Chance, die Schüler anzustecken und mitzureißen.

Begeisterung allein reicht?

Gaebler:Es braucht auch eine Atmosphäre von Wertschätzung und Respekt, damit Dünger in der Gießkanne ist. Denn man muss sich zugehörig, sicher, angesprochen und herausgefordert fühlen. Dann geht Lernen besonders gut. Uns interessiert, wo diese Bedingungen vorhanden sind und wie wir dort unterstützen können, wo es noch nicht so ist. Genau dies ist Inhalt unseres Seminars am 28. Mai. In Fortsetzung von Teil 1 vom November 2014 zu diesem Thema geht es jetzt um praktische Übungen.

Können Eltern zu Ihrem Seminar noch dazustoßen?

Gaebler:Ja auf jeden Fall. Es ist sogar auch für Eltern von Kindern aus anderen Schulen ebenfalls kostenlos. Wir leiten das Seminar am 28. Mai von 18.30 bis 20 Uhr in der „Paula“ zu dritt. Neben mir sind Martina Marks dabei und Anke Regber. Beide sind im Bereich der Erziehung tätig. Ich selbst bin Ärztin und arbeite in eigener Praxis. Interessenten können sich direkt an mich wenden unter meiner Praxis-Nummer mit Anrufbeantworter: Tel. 030/47 47 35 32.

Wie war das Interesse beim letzten Mal?

Gaebler:Groß. Es waren 35 Teilnehmer da, darunter sieben Lehrer. Es hat uns Spaß gemacht!

Von Andrea Müller

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