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Mittenwalde Autofahren im Alter
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Autofahren im Alter
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01:15 10.10.2018
Andreas Pauli vom Präventionsteam überprüft bei Ralf Dörfel, ob der Gurt richtig sitzt.
Mittenwalde

Im Slalom um die Hütchen fahren, danach eine enge Einfahrt meistern, dann war auch gleich einparken längs und quer angesagt und zu guter Letzt eine Vollbremsung beim Fahrsicherheitsparcours am Samstag auf dem Betriebshof der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) in Mittenwalde. Die Prävention der Polizeidirektion Dahme-Spreewald hatte Senioren zu einem Fahrsicherheitstraining mit dem eigenen Pkw eingeladen. „Wir wollen nicht an den Führerschein der Senioren, wir wollen, dass sie mobil bleiben“, erklärte Jens Quitschke vom Präventionsteam. Dabei sei es wichtig, an ihre eigene Verantwortung zu appellieren, über Sehfähigkeit, Medikationen und Reaktionsvermögen nachzudenken. Bevor es losging, gab es von Andreas Pauli Tipps zur richtigen Sitzposition und wie der Gurt richtig sitzt.

Aufregung vor dem Start

Dietrich Wessel aus Golßen hat 1958 seinen Führerschein gemacht und war seither unfallfrei unterwegs. „Ich fahre im Jahr so um die 9000 Kilometer, da bin ich nicht so aufgeregt wie hier“, erklärte er, als er am Start der Teststrecke stand. Er war der Einladung gefolgt, obwohl er von sich sagt, bisher keine Defizite beim Fahren zu spüren. Die Aufregung war umsonst, der 80-Jährige bewies, dass er fit ist am Lenkrad.

„Ich will mal fahren, um zu sehen, wie mein Stand ist“, so Klaus Scholz aus Eichwalde. Das Fahrsicherheitstraining sei eine gute Gelegenheit, um zu erkennen, wenn es nicht mehr geht. „Dann sollte man sich dazu durchringen, den Führerschein freiwillig abzugeben“, so seine Meinung.

Bei Sandra Winkler und Ulrike Hansch von der Johanniter-Unfall-Hilfe konnte man die Kenntnisse in der 1. Hilfe auffrischen. Viele hätten Angst, etwas falsch zu machen, so die Erfahrung von Sandra Winkler. „Man kann nichts verkehrt machen, außer man macht nichts“, sagte sie.

Gute Sehleistung bei 50 Prozent der Getesteten

Da gutes Sehen im Straßenverkehr wichtig ist, konnte man die Augen beim Fielmann-Sehtestmobil überprüfen lassen. „Die Sehleistungsminderung ist ein schleichender Vorgang, daher ist es wichtig, ab und zu einen Test zu machen“, rät Lisa Epheser, die rund 50 Prozent der Getesteten eine gute Sehleistung bestätigen konnte.

Gut zu tun hatten Jörg Prause und Rene Kühr vom ADAC-Prüfmobil bei der technischen Kontrolle der Fahrzeuge. Ein häufiger Mangel an den Fahrzeugen waren falsch eingestellte Scheinwerfer, der gleich behoben werden konnte.

Wolfgang Weschke von ADAC kann Georg Graf (r.) bestätigen, dass er beim Reaktionstest gut abschneidet. Quelle: Gerlinde Irmscher

„Ich finde es toll, dass man hier einmal testen kann, wie der eigene Stand ist“, so Ralf Dörfel aus Senzig. Er war froh, dass er sich von seiner Frau hatte überreden lassen, zum Verkehrssicherheitstraining zu kommen. „Ich hatte keine Probleme auf dem Parcours“, freute sich der 74-Jährige. „Ich bin begeistert, wie die Leute hier rein fahrerisch gut drauf waren“, sagte Birgit Strobel vom ADAC. Ihre Aufgabe war es, die Fahrer auf dem Parcours zu überwachen und etwaige Fehler gleich mit ihnen zu besprechen. „Man merkt, wer aktiv noch viel fährt. Schade nur, dass zu solchen Tests meist nur die kommen, die sowieso gut fahren“, erklärte sie.

Von Gerlinde Irmscher

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