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Mittenwalde Feuerwehr zieht positive Bilanz bei der Jahreshauptversammlung
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Feuerwehr zieht positive Bilanz bei der Jahreshauptversammlung
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01:16 31.01.2019
Christian Thieke, Rene Kaiser, Ordnungsamtschefin Gabriele Schulze und Bürgermeisterin Maja Busse und (v.l.) bei der Jahreshauptversammlung. Quelle: aireye
Mittenwalde

Am Freitagabend hatte Mittenwaldes Stadtbrandmeister Christian Thieke zu der jährlich stattfindenden Hauptversammlung geladen. Mehr als 200 Personen der Wehren aus Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf-Krummensee, Mittenwalde, Telz und Töpchin waren der Einladung gefolgt. Thieke begrüßte die Anwesenden, unter denen sich auch Gäste des Trägers und die des Feuerwehrverbandes befanden.

Aufnahmekapazität fast erschöpft

Einen bemerkenswerten Rückblick auf das Jahr 2018 bescherte der Stadtwehrführer dem Forum. Eingestiegen wurde mit der Jugendarbeit. Insgesamt sei ein anhaltender positiver Trend in einem weiteren Zuwachs von 25 Prozent zu verzeichnen, was der allgemeinen Entwicklung in der Akzeptanz der Feuerwehr bei jungen Menschen woanders entgegen wirkt. So sei bei der Ortswehr in Ragow beispielsweise die Aufnahmekapazität fast erschöpft. Gedankt wurde dem Ende 2018 ausgeschiedenen Stadtjugendwart Axel Jilek, der sich in seinem persönlichen Engagement für diese positive Entwicklung verantwortlich zeigte.

Frauenanteil gewachsen

In der aktiven Mitgliederentwicklung zeichnete sich im letzten Jahr ein leicht positiver Trend aus. So kann die Stadtwehrführung auf derzeit insgesamt 235 aktive Kräfte mit einem Frauenanteil von mehr als 18 Prozent zurückgreifen, ein Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zum Einsatz lassen, sei dabei ein wichtiges Element in der Tagesbereitschaft. Es sei schon ein bemerkenswerter Sachverhalt, für den der Stadtbrandmeister dankende Worte fand.

Witterungsbedingte Vorfälle

Die Feuerwehr Mittenwalde habe derzeit insgesamt 434 Kameradinnen und Kameraden, angefangen von den Kindern bis hin zur Alters- und Ehrenabteilung. Das Einsatzgeschehen wurde auch 2018 durch einen hohen Einsatzaufwand witterungsbedingter Vorfälle geprägt. Zurückschauend auf die vergangenen Jahre seien es gegenüber 2016 (342 Einsätze) und 2017 (591) dann auch 459 Aufträge, die es 2018 abzuarbeiten galt. Neben den vielen Sturmschäden waren es auch 94 Brandeinsätze sowie 170 technische Hilfen, die das Alltagsgeschehen der Freiwilligen in Mittenwalde und den Ortsteilen beschäftigte.

Immobilienausgaben als hoher Kostenfaktor

Konnte der Stadtwehrführer mit seinen Ortszuständigen den Fahrzeugpark technisch und bedarfsgerecht anpassen, so waren es vor allen Dingen Immobilien, die einen hohen Kostenfaktor darstellen. Betrieb, Sanierung, Neubau, all das musste abgedeckt werden. Neben den Reparaturen bei den Einsatzmitteln, die fast 78.000 Euro vereinnahmten, betrugen die Immobilien-Aufwendungen ungefähr 133.000 Euro.

großer Bedarf an Schulung und Fortbildungder Freiwilligen

In der Summe sind das finanzielle Aufwendungen von rund 205.000 Euro, in die dann auch alle anderen Kosten einflossen. Für ausgeführte Aufträge stellte die Stadt fast 100.000 Euro in Rechnung. Großer Bedarf sei nach wie vor in der Schulung und Fortbildung der Freiwilligen vorhanden. Hier fand der Stadtbrandmeister mehr als nur lobende Worte für den Kameraden Rene Kaiser. Dieser hatte sich 2018 intensiv um die Ausgestaltung erforderlicher Lehrgänge gekümmert und für 184 Kameraden die entsprechenden Maßnahmen organisiert.

Bürgermeisterin bedankt sich

Lob kam von Bürgermeisterin Maja Busse (CDU). Die Mutter eines Feuerwehrmannes weiß auch um die familiäre Belastung. So waren es dann auch die zu Herzen gehenden Worte der erwarteten Vorsicht, immer wieder heil aus einem Einsatz zurück zu kommen. Busse vergaß dabei nicht, sich bei den Familien, Partnern, ja, sogar den Angehörigen der Feuerwehrfrauen und -männer zu bedanken. Umstrittene Projekte wurden vom Stellvertreter des LDS-Feuerwehrkreisverbandes vorgestellt, viel Werbung für den Verband gemacht. Das traf, neben den Erklärungen über mögliche Honorierung im Ehrenamt, nicht unbedingt den Nerv der Zuhörer. pj

Von MAZonline

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