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Mittenwalde Sandpisten sorgen für Frust bei Anwohnern
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Sandpisten sorgen für Frust bei Anwohnern
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05:49 06.11.2018
An den Wiesen in Krummensee sorgt viel Sand statt Straße für reichlich Frust bei den Anwohnern. In dem Mittenwalder Ortsteil gibt es noch sieben unbefestigte Straßen. Quelle: Andrea Müller
Krummensee

 Unbefestigte Straßen sorgen in Krummensee für Frust bei den Anwohnern. Bei Trockenheit wehen Sandstürme vor den Haustüren; bei Nässe entstehen Schlammwüsten. Dennoch gibt es derzeit wenig Hoffnung auf Besserung.

Ilona Henschel wohnt seit 24 Jahren in Krummensee. Seit rund zwei Jahren ist sie in der Straße An den Wiesen zu Hause. Henschel schätzt den Ort, liebt die Natur und die Stille. Doch der Zustand der Trasse vor der Haustür sorgt tagtäglich für Frust. Deswegen hat sich die Krummenseerin schon vor mehr als einem Jahr mit der Bitte an die Stadt Mittenwalde gewandt, dort doch endlich aktiv zu werden. Sie zeigt den Ordner mit den entsprechenden Schreiben. Mal seien ihre Briefe nicht beantwortet worden, mal habe man die Verantwortung dem Ortsbeirat zugeschoben.

Ilona Henschel aus Krummensee hat die Nase voll von dem Sand in der Straße An den Wiesen. Sie möchte, dass die Trasse endlich befestigt wird. Quelle: Andrea Müller

Straßenbeleuchtung fehlt ebenfalls

Ortsbeiratschef Lutz Krause (Pro Bürger) hat inzwischen selbst die Nase voll. „Wir kommen da nicht weiter“, sagt er. Beide hatten sich beim Lesertelefon wegen des Problems an die MAZ gewandt. Ilona Henschel unterstrich, dass der Kiefernwaldweg in Krummensee ebenso betroffen sei. Sie selbst habe einen Weg von rund 150 Metern bis zur nächsten befestigten Straße. „Die Fahrrinnen von den Autos sind so tief ausgespült, dass man nur am Rand gehen kann“, sagt sie. In der Dunkelheit nehme sie grundsätzlich nur den Wagen, wenn sie das Haus verlassen muss, weil keine Taschenlampe den Weg so ausleuchten könnte, dass man sicher gehen kann – denn die Straße habe ja auch keine Straßenbeleuchtung. Sie fürchtet die bevorstehende dunkle Jahreszeit, wenn man schon am Nachmittag nicht mehr sicher unterwegs sein könne. „Wir leben jetzt schon so lange mit diesen Straßenverhältnissen. Es wird Zeit, dass hier endlich etwas geschieht“, meint Ilona Henschel. In ihrer Straße wohnen rund 30 Leute.

Staubwolke bei Befahrung

Ilona Henschel holt ihr Auto vom Hof, um mal in der Praxis zu zeigen, was diese Sandpiste vor der Tür bedeutet. Sie fährt langsam, doch zwangsläufig wird der Sand mit den Rädern in die Luft geworfen. Eine Staubwolke entsteht. An manchen Stellen ist der Sand so tief, dass man aufpassen muss, dass die Räder nicht durchdrehen.

Ilona Henschel muss mit ihrem Auto immer durch tiefen Sand in der Straße An den Wiesen fahren. Quelle: Andrea Müller

Grundhafter Ausbau erst nach 2021

Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) bestätigt, dass die Straßen in Krummensee durch den heißen Sommer in einem besonders argen Zustand sind. Man versuche, regelmäßig Profilierungsarbeiten vorzunehmen. In Krummensee sei das zuletzt 2017 geschehen. „Die nächsten Instandsetzungsarbeiten sind für Frühjahr 2019 vorgesehen“, so Buße. Der grundhafte Ausbau der Straßen sei entsprechend Prioritätenliste erst nach 2021 geplant. In Krummensee gebe es allerdings sieben noch unbefestigte Straßen. Die Reihenfolge der Instandsetzung entscheide zunächst der Ortsbeirat, dann der Wirtschaftsausschuss.

Andere Ortsteile sind genauso betroffen

Der Mittenwalder Ortsteil Krummensee ist kein Einzelfall. Im ganzen Stadtgebiet gibt es derzeit noch 45 unbefestigte Straßen, in denen sich die Situation ähnlich darstellt.

Von Andrea Müller

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