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Mittenwalde Schock: Horrende Preise für neuen Bushafen
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Schock: Horrende Preise für neuen Bushafen
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10:38 08.10.2018
Die Bushaltestellen an der Grundschule Töpchin sollen von vor der Schule künftig in einen Bushafen an der Stirnseite des Anbaus umziehen. Quelle: Andrea Müller
Mittenwalde

In den Mittenwalder Ortsteilen Krummensee und Töpchin sollen neue Bushaltestellen entstehen. Die Stadt hatte für die Vorhaben beim Land Fördermittel beantragt und im Januar dieses Jahres erhalten. Jetzt der Schock: Die Ausschreibung ergab für die Bushaltestelle in Krummensee einen Preis von 250.000 Euro. Für den geplanten Bushafen in Töpchin seien, so Bauamtsleiter Marek Kleemann, gar keine Angebote eingegangen.

Bauamtschef Marek Kleemann erklärt die Planungen für den neuen Bushafen direkt an der Schule in Töpchin. Quelle: Andrea Müller

Volle Auftragsbücher der Firmen

„Damit liegen die Kosten deutlich über den eingeplanten Mitteln“, so der Bauamtschef im Mittenwalder Rathaus. Er hat auch gleich eine Erklärung für dieses Phänomen, mit dem nicht nur Mittenwalde umgehen muss. „Die Firmen haben volle Auftragsbücher“, meint Kleemann. So könnten sie die Preisschraube anziehen. Zudem seien die Preise bei den Baustoffen angestiegen. Wegen der gigantischen Kostenvoranschläge würden die Planungen nun erst einmal auf Eis gelegt. „Bis zum Jahresende sollen beide Bushaltestellen noch einmal neu ausgeschrieben werden“, erklärte Kleemann.

Politische Entscheidung gefragt

Ginge es nach ihm, sollen die Arbeiten dann nach der Winterpause starten. „Allerdings müssten dafür leistbare Angebote eingehen“, stellt Kleemann klar. Die jetzigen Preise seien so nicht vertretbar. Ändere sich jedoch bis Ende des Jahres nichts an den Preisen, so müsse eine politische Entscheidung her, wie damit verfahren werden soll. Dann wären die Stadtverordneten von Mittenwalde gefragt.

Der neue Bushafen liegt an der Stirnseite der Grundschule und ermöglicht, dass die Schulkinder keine Straße mehr queren müssen. Quelle: Andrea Müller

Wichtig für Sicherheit der Kinder

In Töpchin wartet man bereits ungeduldig auf den geplanten neuen Bushafen. Hier geht es vor allem um die Sicherheit der Kinder in der Grundschule. Bislang befinden sich die Bushaltestellen direkt vor und gegenüber der Schule an der Landesstraße L743, so dass die Kinder die Fahrbahn queren müssen, um zur Schule oder zum Bus zu gelangen. Nach der Fertigstellung des Anbaus vor nun schon über einem Jahr sollte eigentlich der Bushafen an der Stirnseite – hier ist momentan noch eine Grünfläche – in Angriff genommen werden. Mit seiner Fertigstellung müssten die Mädchen und Jungen dann keine Straße mehr auf dem Weg zur Schule oder zum Bus überqueren. Ihr Schulweg wäre deutlich sicherer.

Die bisherigen Bushaltestellen liegen direkt vor der Schule an der Landesstraße 743. Das soll geändert werden. Quelle: Andrea Müller

Sorge um die Fördermittel

Der Töpchiner Ortsbeiratschef Jan Priemer sieht noch ein weiteres Problem. „Die bewilligten Fördermittel vom Land sind für das Jahr 2018 festgeschrieben“, sagt er. Wenn der Bushafen in diesem Jahr wegen der Kostenexplosion nicht gebaut werden könne, sei fraglich, ob das Geld mit ins kommende Jahr genommen werden darf. Genehmigt waren für die Bushaltestelle in Töpchin immerhin 42 000 Euro und für die im Ortsteil Krummensee 50 000 Euro. Im Mittenwalder Rathaus hofft man indes dafür eine Lösung zu finden, damit die Fördermittel für den Bau der Haltestellen nicht verloren gingen.

Der neue Bushafen in Töpchin soll auf dieser Grünfläche an der Stirnseite der Grundschule entstehen. Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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