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Mittenwalde Planung kann weiter gehen
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Planung kann weiter gehen
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02:22 29.04.2018
Der Standort der neuen Kita in Töpchin könnte platzen. Die Landesplanung empfiehlt dennoch, die Planung voran zu bringen. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Die Landesplanung in Potsdam möchte die Fortführung der Planung für die Kita im Mittenwalder Ortsteil Töpchin nicht verhindern. Das teilte das Presseamt der Staatskanzlei auf Anfrage der MAZ mit. Sie räumte allerdings auch ein, dass es Redebedarf über die Entwicklung der „gesamten Gemeinde“ gebe. Das werde auch in dem Brief stehen, der in Kürze nach Mittenwalde gehe.

Das ist die Fläche hinter dem Friedhof in Töpchin, auf der die neue Kita entstehen soll. Das sei schon Außenbereich und ungeeignet, meint die Landesplanung und prüft. Quelle: Andrea Müller

Bei der Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde Anfang der Woche hatten die Abgeordneten lange darüber diskutiert, die Planung für die neue Kita im Ortsteil Töpchin auf den Weg zu bringen. Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) zeigte sich entschlossen, das Projekt voranzubringen.

Weitermachen trotz Risiken

Gemeinsam mit Bauamtsleiter Marek Kleemann will sie den Bebauungsplan einreichen und darüber abstimmen lassen. Carsten Clemen (CDU) machte deutlich, dass es einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gebe für diesen Standort in Töpchin. „Wir müssen weitermachen, auch wenn es Risiken gibt“, meinte er. Die Ungewissheit in Bezug auf die Landesplanung bezeichnete er als „fatal“. Werner Hannig (Linke) bemängelte, dass das Thema Kita-Neubau nicht als Hauptprojekt der Stadt behandelt werde. „Wir haben im Dezember dazu den Beschluss gefasst und sind im Grunde keinen Schritt weiter“, sagte er. Gleichzeitig empfahl er, jeden Tag im Ministerium nachzuhaken. Den momentan geplanten Baubeginn für 2019 und die Fertigstellung im Jahr 2020 fand er viel zu spät.

Ortsvorsteher Jan Priemer würde es sehr bedauern, würde die Kita in Töpchin nicht gebaut werden können. Der Ort habe sich in den letzten Jahren sehr gewandelt; immer mehr junge Familien ziehen hierher oder die umliegenden Gemeinden. Quelle: Andrea Müller

Uwe Schmidt (Linke) sprach sich klar für Töpchin aus: „Wir sollten bei dem Standort bleiben.“ Heydi Fischer (SPD) übte Kritik am Bauamt. Offensichtlich habe es Unterlagen gegeben, die nicht mit in die Prüfung gelangt sind, meinte sie. Dadurch seien zeitliche Verzögerungen entstanden. Kleemann habe erst im Februar die Anfrage an die Landesplanung geschickt. Das bestätigte auch Daniel Müller (SPD), der nicht verstehen könne, warum seitens der Verwaltung zwölf Grundstücke vorgeschlagen wurden als mögliche Standorte für die Kita und sich anschließend herausstelle, die Hälfte eigne sich nicht dafür. Carola Müller (Linke) verlangte ein „diplomatisches Einstehen“ der Bürgermeisterin für den Standort. Maja Buße machte unmissverständlich deutlich, dass die Verwaltung engagiert an der Umsetzung der Pläne die Kita in Töpchin arbeite.

Mehrere Tausend Euro könnten in den Sand gesetzt werden

Am Ende wurde die Frage laut, wie viel Geld möglicherweise in den Sand gesetzt werde, falls die Landesplanung den Standort Töpchin als ungeeignet einordne. Bauamtsleiter Kleemann sprach von 6000 bis 8000 Euro. Die Summe könne sich jedoch verringern, falls die Planung für die Kindertagesstätte vorzeitig abgebrochen werde.

Ein extra einberufener Kita-Ausschuss hatte sich im Vorfeld für den Standort Töpchin ausgesprochen. Hier soll nach dem Willen der Stadtverordneten eine Kita mit 60 Plätzen entstehen. Schon jetzt werden in der Stadt mehr als dringend Kita-Plätze benötigt. Deswegen sollen bis zur Fertigstellung in Töpchin Interimslösungen in Mittenwalde und Motzen geschaffen werden.

Von Andrea Müller

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