Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Mittenwalde Albrecht Menzel begeistert auf echter Stradivari
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Albrecht Menzel begeistert auf echter Stradivari
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 13.06.2018
Albrecht Menzel begeisterte aus einer echten Stradivari beim Konzert in der Dorfkirche Schenkendorf. Quelle: Andrea Müller
Schenkendorf

Mit großen Erwartungen wurde am Sonnabendabend Albrecht Menzel in der Dorfkirche Schenkendorf begrüßt. Der noch nicht einmal 30-Jährige gehört weltweit zu den besten Violinisten. Nun kam er mit seiner echten Stradivari aus dem Jahr 1709 in das kleine Dorf bei Königs Wusterhausen.

Die Dorfkirche in Schenkendorf war bis auf den letzten Platz gefüllt. Quelle: Andrea Müller

Doch der, der sonst auf den Bühnen der Welt neben Ann Sophie Mutter und vielen anderen namhaften Künstlern brilliert, machte hier keinen Unterschied. Im Gemeindehaus bereitete sich Menzel gewissenhaft auf sein Konzert vor, bei dem er laut Programm ausschließlich Bach-Musik vortragen wollte. Wer wollte, konnte unterm offenen Fenster schon den klaren Tönen dieses Instrumentes lauschen, das in den Händen von Menzel fast zu eigenem Leben erwachte.

Die Stradivari zum Greifen nah: Albrecht Menzel unmittelbar vor dem Konzert in der Dorfkirche Schenkendorf. Quelle: Andrea Müller

Leihgabe der Stiftung Musikleben Hamburg

Pünktlich auf die Minute betrat der junge Künstler – ganz in Schwarz gekleidet – das Kirchenhaus im Dorfkern von Schenkendorf. In den Händen hielt er die Stadivari, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg. Mit den ersten Tönen setzte unter den Zuschauern absolute Ruhe ein. Selbst bereit stehende Wein- und Wassergläser wurden nicht mehr genutzt: Menzel spielte – und berührte mit seiner Interpretation Bachs. Der junge Mann galt lange als Wunderkind. Schon mit vier Jahren lernte er, auf der Geige zu spielen. Mit dreizehn Jahren debütierte er als Solist bei den Dresdenern Musikfestspielen. Menzel wurde ausgebildet von Professor Boris Kuschnir sowie bei Julian Rachlin in Wien. Es dauert nicht lange, bis das Talent seine ersten Preise erhielt. Menzel gewann den Grand Prix und den 1. Preis beim Internationalen Violin Wettbewerb in Polen. Spätestens mit dem Preis beim Paganini Wettbewerb in Genua 2015 setzte er sich international durch.

Üblich beim Musiksommer in Dorfkirchen: Erfrischender Wein für das Publikum. Quelle: Andrea Müller

Überraschende Pause

Nach zwei Bach-Stücken bat Menzel um eine kurze Pause. Das überraschte. Er führte die Hitze als Grund an. „Die bringt nicht nur mich zum Schwitzen, sondern auch das Instrument“, erklärte er. Deswegen müsse er nachjustieren.

Nach zehn Minuten war er zurück auf der kleinen Bühne dieses Gotteshauses, spielte nicht nur den letzten Bach-Satz, sondern eine Zugabe mit Musik von Paganini. Wäre es nicht diese Kirche gewesen und ein Klassik-Konzert, man hätte meinen können, ein Rockstar sei zu Gast. Das Publikum war außer sich vor Begeisterung. Im Hinausgehen dankten sie dem Künstler für dieses Konzert. Der schwieg und verneigte sich ein weiteres Mal.

In der Dorfkirche Schenkendorf füllten sich schnell die Reihen der Zuschauer. Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

Gleichbehandlung für alle: Die Mittenwalder Vereine sollen einheitliche Nutzungsverträge bekommen. Sie definieren, zu welchen Bedingungen ihnen die Sportstätten zur Verfügung stehen.

08.06.2018

Ein Unfall auf der B179 nahe Pätz hat für einen Mann weitreichende Folgen. Das Auto, mit dem er dort gegen einen Baum prallte, hatte er offenbar zuvor gestohlen. Auch eine Flucht zu Fuß half ihm nicht.

04.06.2018

Eine Spaziergängerin entdeckte in Mittenwalde wieder einen illegal abgelegten Tierkadaver: Die Überreste eines Kaninchens. Dem Rathaus der Stadt sind ähnliche Einzelfälle gemeldet worden. Dabei ging es zudem um ein Schaf und eine Kuh.

28.05.2018