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Mittenwalde Spielmannszug ist obdachlos
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02:31 28.04.2018
Jubel nach der Rückkehr von der WM-Qualifikation. Jetzt kurz vor dem Start in Taiwan haben die Spielleute keine Trainingsstätte mehr. Der FSV Admira kündigte ihnen. Quelle: G. Irmscher
Mittenwalde

Kurz vor der Weltmeisterschaft in Taiwan ist der Spielmannszug Mittenwalde obdachlos geworden. Der FSV Admira hat ihm die Trainingsmöglichkeiten auf dem Sportplatz gekündigt. Der Grund: Alle drei Plätze des Fußballvereins werden saniert. Die Angelegenheit wurde nun zum Thema der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten.

Der FSV Admira begrüßt auf dem Sportplatz in Mittenwalde mit diesem Schild seine Gäste. Nur den Mittenwalder Spielmannszug nicht; der wurde rausgekantet. Quelle: Andrea Müller

Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU): „Es ist schade, dass es überhaupt zu diesem Problem gekommen ist.“ Gemeinsam mit Dirk Knuth (CDU), Ortsvorsteher in Mittenwalde, versuche sie, zwischen Fußballverein und Spielmannszug zu vermitteln. „Wir suchen darüber hinaus dringend einen Alternativstandort, damit die Spielleute trainieren können“, sagte Buße. Vorübergehend seien Möglichkeiten in der Mehrzweckhalle und auf der Außenfläche der Schule bereit gestellt worden. Man habe sich auch an Firmen in der Stadt und Umgebung gewandt, um bis zur Weltmeisterschaft für gute Trainingsmöglichkeiten zu sorgen. Abgeordnete rieten bei der Zusammenkunft am Montagabend, die Nutzungsverträge mit den Vereinen zu überarbeiten. Heydi Fischer (SPD) unterstrich, dass es dem FSV Admira klar sein sollte, dass der Sportplatz nicht Eigentum des Vereins ist. Es handele sich vielmehr um kommunales Eigentum. Knuth hätte erwartet, dass sich die Vereine gegenseitig unterstützen. Das sei hier nicht der Fall. „Der Spielmannszug wird uns in der Welt vertreten, und wir geben ihm nicht die Möglichkeit, ordentlich trainieren zu können“, unterstrich er seine Fassungslosigkeit.

Hinter dem ersten Fußballplatz gleich hinter der Mehrzweckhalle ist noch ein zweiter Fußballplatz. Man muss nur über diese kleine Brücke gehen. Beide Plätze sind super gepflegt. Quelle: Andrea Müller

Der Mittenwalder Spielmannszug gehört zu den ältesten in Brandenburg. Er wurde 1926 gegründet. Im vergangenen Jahr haben sich die erfolgreichen Spielleute für die Weltmeisterschaft in Taiwan qualifiziert. „Das ist in der Geschichte des Spielmannszuges der bisher größte Erfolg“, so der neue Vorsitzende Andreas Nitschack. Genauso wie die Politiker in der Stadt, ist er auf der Suche nach anderen Trainingsorten. Ein solcher Platz müsse bestimmte Qualitäten haben, denn mehr als 30 Frauen und Männer musizieren aktiv im Spielmannszug und werden in zwei Monaten mit nach Taiwan reisen. Da brauche man Platz für die Formationen und zum Aufmarschieren. „Wir sind mit Firmen im Gespräch“, sagte Nitschack. Er sei optimistisch, dass bald eine Lösung für das Problem gefunden werde.

Idyllisches Ambiente zwischen den beiden Fußballplätzen vom FSV Admira in Mittenwalde. Es könnte aber auch den Graben zwischen Fußballverein und Spielmannszug symbolisieren. Quelle: Andrea Müller

Im Mittenwalder Spielmannszug musizieren Kinder, junge und ältere Leute zusammen. Das jüngste Mitglied ist noch nicht einmal zehn Jahre alt. An 35 Wochenenden im Jahr begeistert der Spielmannszug mit seinen Auftritten bei Platzkonzerten oder Umzügen. Mit Stimmungstiteln und Showelementen locken die Musiker das Publikum aus der Reserve und machen so aus jeder Veranstaltung ein besonderes Erlebnis. Der Spielmannszug Mittenwalde hat schon viele Titel bei Wettbewerben geholt. 2015 und 2016 wurde er Landesmeister. Mit diesem Erfolg reifte bei den Mitgliedern der Wunsch, sich auch international zu messen. 2017 machten sie diesen Traum bei der Fanfaronade wahr und qualifizierten sich für die Marching Show Bands Weltmeisterschaft 2018 in Taiwan. Sie findet vom 25. bis 29. Juli statt. Das werden vier aufregende Tage für die Mittenwalder. Bürgermeisterin Maja Buße will die erfolgreiche Truppe ihrer Stadt dabei begleiten. Die Kosten für die Flüge in das ferne Land wird sie nach eigenen Aussagen komplett selbst übernehmen.

Von Andrea Müller

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