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Mittenwalde Orgeleinweihung mit besonderem Konzert
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Orgeleinweihung mit besonderem Konzert
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20:37 09.07.2018
Peter-Michael Seifried an der Hollenbach-Orgel. Quelle: Irmscher
Töpchin

So eine volle Kirche wie am Sonntagabend in Töpchin wünscht sich Tileman Wiarda eigentlich zu jedem Gottesdienst. Dass die zahlreichen Besucher zu einem ganz speziellen Ereignis gekommen waren, war dem Pfarrer natürlich bewusst. Mit einem besonderen Konzert wurde die Orgel in der Töpchiner Dorfkirche nach ihrer Restaurierung wieder eingeweiht. Kreiskantor Peter-Michael Seifried begleitete den Stummfilm „Luther“ aus dem Jahr 1927 auf der Orgel.

Musik zum Film

Über die große Leinwand vor dem Altar flimmerte der Film von Regisseur Hans Kyser mit Eugen Klöpfer als Luther in einer fast originalen zweistündigen Premierenfassung. Aufmerksam verfolgte Peter-Michael Seifried das Filmgeschehen und setzte es aus der Situation heraus musikalisch auf der Hollenbach-Orgel um, ohne auch nur eine Pause zu machen. Baute musikalisch Spannungen auf, aber auch die leisen und fröhlichen Töne kamen nicht zu kurz, so dass für die Besucher Seh- und Hörgenuss miteinander verschmolzen.

Schöne Grüße aus der Ferne

„Eigentlich müsste Pfarrer Sebastian Wilhelm hier stehen, er war ein wichtiger Initiator bei der Restaurierung der Orgel“, sagte Wiarda bei der Begrüßung. Und da dieser es nicht geschafft hat, mal schnell aus Oslo, wo er Pfarrer in der Deutschen Gemeinde ist, zu kommen, hat er Grüße ausrichten lassen und seine Freude darüber ausgedrückt, dass jetzt nach zehn Jahren das Werk vollbracht ist und die Orgel auf zwei Manualen und auch im Pedal durch einen vollen und schönen Klang in allen 15 Registern wieder zu hören ist. Pfarrer Wiarda dankte allen, die geholfen haben, dass die Orgel in der Töpchiner Kirche wieder klingt.

Patenschaften für Orgelpfeifen

Rund 50 Jahre war die weltweit einzige pneumatische Orgel des Orgelbauers Hollenbach, die 1897 in Auftrag gegeben wurde, nicht zu hören. Dass sich dies ändern muss, darüber war sich die Kirchgemeinde einig. So nahm man es in Angriff, das Instrument wieder zu beleben. Die Orgelbaufirma Alexander Schuke aus Werder erhielt den Auftrag, die Orgel zu restaurieren. War im ersten Bauabschnitt das Wichtigste eine Holzwurmbehandlung, wurde 2013 im zweiten der neue Orgelmotor eingesetzt und im dritten die Orgel spielbar gemacht. 2016 am Ersten Advent erklang das Instrument zum ersten Mal wieder, allerdings erst einmal nur auf dem 1. Manual. 60 000 Euro hat die Restaurierung der Orgel gekostet. Durch Spenden unter anderem auch Orgelpfeifenpatenschaften sammelte die Kirchgemeinde 12 000 Euro.

„Jetzt ist die Spannung endlich raus“, freute sich Werner Marunde, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, und erinnerte sich, wie es vor zehn Jahren begann: „Ein Ende war für uns damals nicht abzusehen“.

Der Klang ist gut

Zum Schluss des Konzertes waren sich die Besucher einig: Der Klang ist gut, und der Kantor hat hervorragend gespielt. Sie dankten es mit stürmischem Applaus. „Eigentlich könnte öfter so ein Konzert hier stattfinden“, wünschte sich der Töpchiner Joachim Bolte.

Von Gerlinde Irmscher

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