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Dahme-Spreewald Mittenwalder diskutieren heiße Themen
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalder diskutieren heiße Themen
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00:18 15.05.2017
Rege Diskussion um Verkehr, Lärm und Wohnungsbau beim MAZ-Leserstammtisch im Kaminzimmer des Golfclubs in Motzen. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Motzen

Im Kaminzimmer im Golf- und Country-Club in Motzen blieb am Mittwochnachmittag kein Platz frei. Die Heimatzeitung hatte ihre Leser aus Mittenwalde zu einer Diskussionsrunde rund um ein familienfreundliches Mittenwalde eingeladen. Als Ansprechpartner waren Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) sowie zwei Hauptamtsleiter gekommen. Kämmerin Hedda Dommisch und Bauamtsleiter Marek Kleemann. Für Fragen zur MAZ stand Lothar Mahrla, Geschäftsführer des Regionalverlags Dahmeland-Fläming, zur Verfügung.

Radweg nach Bestensee gewünscht

Die Leser ließen sich nicht lange bitten. Ingrid Wendt aus Gallun wollte wissen, wann der Radweg nach Bestensee kommt. „Wir sind mit dem Landesbetrieb für Straßenwesen in Kontakt“, antwortete Kleemann. Das Planfeststellungsverfahren laufe. Ein Problem sei die Querung des Sutschke-Tals. Innerorts wolle Mittenwalde selbst Planungsrecht herstellen und bauen. Richtig heiß wurde die Diskussion, als Jürgen Brendike aus Gallun die Verkehrssituation im Ort ansprach. Er hatte gleich ein ganzes Konzept dazu im Kopf. Bürgermeisterin Maja Buße kannte die Problematik, konnte aber nur erste Lösungen anbieten – wie einen großen Kreisverkehr an der spitzen Kehre in Gallun, um die Geschwindigkeit vor allem der Lkw zu reduzieren. Auch eine Umgehungsstraße, wie sie für Gallun wegen der Deponie schon lange angedacht ist, verliere sie nicht aus den Augen.

Lärm reduzieren durch langsameres Fahren

Gleichzeitig machte Buße auf den gerade erst beschlossenen Lärmaktionsplan aufmerksam, der nicht nur auf Gallun, sondern auch die anderen Ortsteile und Mittenwalde zugeschnitten sei. Bernike hakte nach: „Mit meinen Smartphone habe ich in Gallun 90 Dezibel gemessen“, sagte er. Dies sei unzumutbar. „Deswegen müssen wir ja mit der Geschwindigkeit herunter“, erwiderte die Bürgermeisterin. Eine Umgehungsstraße könne aber auch sie nicht herbeizaubern.

Einwohner oft selbst rücksichtslos

Anja Gruner, ebenfalls aus Gallun, verwies auf die wachsende Belastung mit Schwerlastverkehr. „Selbst am Sonnabend fahren die jetzt bis in den späten Nachmittag“, meinte sie. Ilka Sprenger aus Ragow berichtete aus ihrem Ort von Autofahrern, die durch die Tempo-30-Zone mit 70 km/h rasten. Peter Philipp aus Motzen machte diesbezüglich auf ein Phänomen aufmerksam.

Jürgen Brendike aus Gallun und Angelika Philipp aus Motzen beteiligten sich rege an der Diskussion beim MAZ-Leserstammtisch in Motzen. Quelle: Gerlinde Irmscher

„Meist sind das doch die Leute, die selbst dort wohnen“, sagte er. Das konnte Buße bestätigen. „Gerade vor Schulen und Kitas sind es die Eltern, die wegen zu hoher Geschwindigkeit bei den Kontrollen der Polizei herausgezogen werden“, merkte sie an. Jan Priemer , Ortsvorsteher in Töpchin, regte an, künftig die Bürger mitreden zu lassen, wenn es um das Aufstellen von Verkehrsschildern geht. „Die wissen am ehesten, wo welche fehlen und wo sie zu viel sind“, sagte er.

Keine Chance für sozialen Wohnungsbau

Was den sozialen Wohnungsbau in Mittenwalde angeht, habe die Stadt schlechte Karten, erklärte Kämmerin Hedda Dommisch. Bei den aufgelegten Förderprogrammen falle die Stadt hinten herunter, weil einfach zu viele Auflagen erteilt würden. Das bestätigte der Bauamtsleiter. Rene Kuhla aus Töpchin wollte von Buße wissen, wie die neue Webseite der Stadt angenommen wird. „Es gibt Kritik wie Lob“, antwortete sie. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Arbeit daran nicht abgeschlossen sei. Peter Phillip fragte den Stand der Stadt in Sachen schnelles Internet ab. „Schnell ist es nicht“, scherzte die Mittenwalder Stadt-Chefin

Wünsche an die MAZ

Zum Ende der Veranstaltung ging es um die MAZ. Manfred Claubert aus Mittenwalde wollte wissen, warum es manchmal so lange mit der Veröffentlichung von Leserzuschriften dauert. Priemer regte diesbezüglich an, dem Schreiber ein kurzes Feedback zu geben. „Sie haben grundsätzlich Recht“, bestätigte Mahrla, sagte aber, dass dies aufgrund der Anzahl kaum zu schaffen sei.

Manfred Claubert aus Mittenwalde wollte wissen, warum manche Leserbriefe nicht sofort veröffentlicht werden. Quelle: Gerlinde Irmscher

Rosemarie Seebold aus Ragow wollte wissen, warum Veranstaltungen wie das Treckerfest in der MAZ „hinten runterfallen“. Mahrla machte der Ragowerin Mut, ordentlich Druck bei der MAZ zu machen, damit dies nicht passiere. Ingrid Wendt wünschte sich mehr Berichterstattung aus den kleinen Orten. Erika Krebs-Wenzel regte an, kreisüberschreitende Infos besser zu bündeln und für alle Leser der Region zugänglich zu machen.

Von Andrea Müller

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