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Dahme-Spreewald Mittenwalder wählen Skandal-Bürgermeister ab
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalder wählen Skandal-Bürgermeister ab
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20:45 07.02.2016
Uwe Pfeiffer. Quelle: G.I.
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Mittenwalde

Eine große Mehrheit der Mittenwalder hat am Sonntag für die Abwahl ihres suspendierten Bürgermeister Uwe Pfeiffer gestimmt. Die Stadt Mittenwalde hat die Auszählung auf ihrer Internetseite dokumentiert. Nach dem Ende der Auszählung stimmten 68,3 Prozent für die Abwahl Pfeiffers.

Eine Große Mehrheit stimmte für die Abwahl Pfeiffers. Quelle: Screenshot

Bereits wenige Minuten, nachdem die Wahllokale geschlossen hatten, zeichnete sich eine große Mehrheit für die Abwahl ab. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei rund 52 Prozent. Auch das nötige Quorum wurde deutlich erfüllt. Etwa 1900 Stimmen wären nötig gewesen, erreicht wurden deutlich mehr als 2600.

Einen ausführlichen Bericht über den Wahlabend lesen Sie im Verlauf des Abends auf MAZonline.

Strafbefehl und Schnüffeleien

Gegen Pfeiffer sind in den vergangenen Monaten immer wieder Vorwürfe laut geworden. Im Sommer vergangenen Jahres ist er wegen Korruption verurteilt worden. Den Strafbefehl hat er akzeptiert. Pfeiffer ist von seinem Amt suspendiert worden. Im Dezember hatten die Mittenwalder Stadtverordneten mit großer Mehrheit für eine Abwahl ihres Bürgermeisters gestimmt.

Mitte der Woche kamen dann weitere Dinge an die Öffentlichkeit. Pfeiffer soll sein Amt dazu missbraucht haben, um über Halterabfragen die Adressen von Frauen auszuspionieren. Er hat dazu mehr als 180 Halterabfragen veranlasst. In einem MAZ-Interview wollte er sich zu diesem Thema nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen in diesem Fall bereits eingestellt. Es läuft aber noch ein Disziplinarverfahren des Landkreise gegen Pfeiffer.

Pfeiffer appellierte in der MAZ an die Mittenwalder

Im Gespräch mit der MAZ gestand Pfeiffer ein, Fehler gemacht zu haben für die er auch die Verantwortung übernommen habe. Damit spielte er auf den Strafbefehl wegen Korruption an. In dem Interview appellierte er an die Mittenwalde, ihn nicht abzuwählen und ihm eine zweite Chance zu geben. Die wollten ihm die Mittenwalder nicht geben.

Von MAZonline

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