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Dahme-Spreewald Mittenwaldes Bürgermeister gegen See-Übernahme
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwaldes Bürgermeister gegen See-Übernahme
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00:50 22.08.2014
Kinder spielen im Motzener See, der bald Gemeindeeigentum sein könnte. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Mittenwalde

Still liegt er da, der Motzener See zwischen Motzen und Kallinchen, nahezu unmerklich schlängelt sich die Kreisgrenze an ihm entlang. Die Motzener und Mittenwalder wähnten ihren Teil schon zielsicher in baldigem kommunalen Besitz. Doch nun meldete Bürgermeister Uwe Pfeiffer (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Mittenwalder Hauptausschusses am Montagabend Bedenken zur Übernahme des Sees an und sprach sich dagegen aus.

Im Ausschuss sorgte Pfeiffers Position für verwunderte Empörung. Schon im März hatten die Stadtverordneten die Übernahme des Sees vom Land beschlossen. „Da ich nicht anwesend war, als dafür gestimmt wurde, würden mich mal die Argumente der Fraktionen interessieren“, begann Pfeiffer die Debatte. „Wir haben ausführlich darüber diskutiert, das ist alles protokolliert worden. Das hätte er sich ja mal durchlesen können“, sagte Heydi Fischer (SPD), die wie andere Ausschussmitglieder ankreidete, dass Pfeiffer erst jetzt seine Einwände vorbringt.

Wirtschaftlicher Schaden wäre zu hoch

Er könne der Übernahme wegen möglicher wirtschaftlicher Risiken nicht einfach zustimmen, so das Stadtoberhaupt. „Wenn der See mal umkippt, wäre das ein Schaden, den wir aus dem Haushalt keineswegs beheben könnten.“ Mit dem Krummen See und kleinen Teichen seien bereits jetzt Ärger, Anstrengungen und Unwägbarkeiten verbunden, so Pfeiffer weiter. Er habe seine Kämmerei daher beauftragt, die zu erwartenden Kosten für den Motzener See zu kalkulieren, in dem nach seiner Aussage bisher keine Pflegemaßnahmen vorgenommen worden seien.

Kämmerin Hedda Dommisch sagte zu der ihr vom Land erteilten Antwort: „Die laufenden Kosten lassen sich nicht beziffern. Eine Schilfbereinigung oder Entschlammung könnte man erst berechnen, wenn es notwendig wird.“ Die Untere Wasserbehörde habe ihr aber mitgeteilt, dass der Motzener See diesbezüglich nicht gefährdet sei. „Es sind keine Lasten und Pflichten bekannt.“
Die Grunderwerbssteuer würde mit 5600 Euro zu Buche schlagen, 915 Euro würden jährlich an Umlage für den Wasser- und Bodenverband fällig werden, so Dommisch. Im Grundbuch sei die Gewährleistung der Öffentlichkeit des Gewässers gesichert.

Touristische Vorteile

Die Ausschussmitglieder Carola Müller (Linke), Heydi Fischer (SPD) und Lutz Krause (Pro Bürger) nannten touristische Vorteile, das Wohl der Allgemeinheit und Selbstbestimmung über die Zukunft des Sees als Pro-Argumente für die Übernahme. Renditen durch die Fischereipacht und Steganlagen stünden in Aussicht. Die mögliche Übernahme durch einen anderen Interessenten bewertete die CDU-Fraktion als kritisch. Der Motzener Ortsbeirat sprach sich für die Übernahme zuletzt vergangene Woche aus.

Das Thema soll, bestätigte Hedda Dommisch, in der Stadtverordnetenversammlung im September noch einmal auf den Tisch.

Von Michaela Grimm

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