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Mücke geht als Favorit in die Stichwahl

Schulzendorf Mücke geht als Favorit in die Stichwahl

Mit 41 Prozent Stimmenanteil hat der amtierende Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) Rückenwind bei der zweiten Runde der Bürgermeisterwahlen in Schulzendorf. Am 15. Oktober entscheiden die Bürger zwischen Mücke und der Linken-Kandidatin Winnifred Tauche.

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Am 26. Januar will Markus Mücke (parteilos) die zweite Amtszeit als Bürgermeister von Schulzendorf antreten.

Quelle: G.I.

Schulzendorf. Aus Sicht von Markus Mücke (parteilos) verlief der Wahlabend gut. Mit 41,4 Prozent der Stimmen erhielt der amtierende Bürgermeister am 24. September klar die Mehrheit der Stimmen und verwies Winnifred Tauche (Linke) mit großem Abstand auf Platz zwei. Die absolute Mehrheit erreichte Mücke aber nicht. In der Stichwahl am 15. Oktober geht er dank Amtsbonus als Favorit ins Rennen. „Ich bin zuversichtlich, da ich bei der ersten Wahl ein deutliches Zeichen bekommen habe. Die Aussichten sind gut“, sagte er der MAZ.

1962 wurde Markus Mücke in Berlin geboren und lebt seit 1996 mit seiner Frau und zwei Kindern in Schulzendorf. Nach einer handwerklichen Ausbildung und dem Studium an der Fachhochschule des Bundes für Arbeitsverwaltung war er beim Arbeitsamt und der Agentur für Arbeit als Diplomverwaltungswirt in der Arbeitsvermittlung und der Berufsberatung tätig. Seit fast 20 Jahren ist er Mitglied der Gemeindevertretung, seit 2010 Bürgermeister in Schulzendorf. Mücke engagiert sich ehrenamtlich im Förderverein der Schule und im Vereinsfußball. In seiner Freizeit treibt er Sport – geht Joggen, fährt Fahrrad und besucht mit seiner Frau Tanzkurse für Fortgeschrittene. „Dort gibt es keine Leistungsunterschiede und kann man gemeinsam an sich arbeiten“, sagt Mücke. Regelmäßig unternimmt er Reisen an die Ostsee und Radtouren in Deutschland. Seit zehn Jahren gibt er im Kulturclub Tanzunterricht für Anfänger.

Sollte Mücke die Wahl gewinnen, könnte das ohnehin schon raue Klima in der Gemeindevertretung noch zunehmen. Linke und CDU hatten wiederholt die Informationspolitik des Bürgermeisters kritisiert, Dienstaufsichtsbeschwerden gegen ihn auf den Weg gebracht und ihm zuletzt Amtsmissbrauch wegen abgehängter Wahlplakate vorgeworfen. Auch wenn Mücke beteuert, er habe mit den Abgeordneten eine rein nüchterne und sachliche Arbeitsebene, ist die Situation angespannt. Auch das Bürgerbündnis will weitere acht Jahre Mücke verhindern und will die Linken-Kandidatin unterstützen.

Mücke verweist auf seine achtjährige Erfahrung als Bürgermeister und seine pragmatisch-besonnene Politik der Problemlösung. Er steht für ein zügiges Vorankommen bei Schule, Hort, Kita. Bei der Diskussion um sozialverträgliche Mietwohnungen für Senioren und junge Menschen ist Mücke weitaus verhaltener als seine Mitkontrahentin. Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studie will er abwarten. Ein Mietwohnungsbau passe nur bedingt zu der örtlichen Baustruktur mit Einfamilienhäusern – so Mücke. Die Finanzierung sei fraglich, Baugrund stünde nur begrenzt zur Verfügung, Kredite und Unterhaltungskosten würden den Hauhalt lange belasten. Die beschlossenen Bebauungspläne Ritterschlag, Waldsiedlung und Mühlenschlag möchte er wie geplant umsetzen. Weitere Bauvorhaben stehen vorerst nicht auf seiner Agenda. Zunächst müsse die soziale Infrastruktur angepasst, der Zuzug beobachtet und ein Bedarf festgestellt werden. Den künftigen Bedarf an Schulplätzen will er vorerst mit einem Anbau an der Bestandsschule decken. Einen gemeinsamen Schulneubau mit Eichwalde und Zeuthen schließt er für die Zukunft aber nicht aus. Die interkommunale Zusammenarbeit will er stärken, Satzungen bei Verwaltungsgebühren und Straßenreinigung angleichen, eine gemeinsame Vergabestelle für Bauvorhaben und Dienstleistungsaufträge sowie für Kitaplätze schaffen. Besonders alte Straßen will Mücke künftig erneuern. Beim Thema Bürgerbeteiligung sieht er keinen Veränderungsbedarf. Dem Vorschlag eines Bürgerbusses für mehr Mobilität im Alter steht er offen gegenüber.

Von Oliver Becker

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