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Müll-Problem im Gewerbegebiet Mittenwalde

Umwelt Müll-Problem im Gewerbegebiet Mittenwalde

Immer wieder sorgt Müll im Gewerbegebiet Mittenwalde für Ärger. Bürger weisen das Ordnungsamt der Stadt auf das Problem hin. Doch das ist nicht zuständig. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat nun reagiert und den Eigentümer angeschrieben. Der kommt aus der Schweiz und verspricht sich zu kümmern.

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Müll entlang der gesamten Trasse im Gewerbegebiet Mittenwalde. Lkw-Fahrer machen hier Pause oder übernachten gar.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Mittenwalde. Dreck im Gewerbegebiet Mittenwalde erregt in der Stadt die Gemüter. Immer wieder melden wachsame Bürger den Unrat entlang der Straße zwischen Shell-Tankstelle und Edeka-Logistikzentrum.

„Uns ist das Problem seit Jahren bekannt“, sagt Mittenwaldes amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch. Die Ordnungsamtsleiterin Gabriele Frenzel kann das noch konkretisieren: „Es sind drei, vier Jahre.“ Die Frauen berichten, wie sie viele Male versucht haben, eine Lösung herbeizuführen. So sprachen sie mit den örtlichen Unternehmen, damit diese entsprechende Müllbehälter aufstellen oder ihre Kraftfahrer darauf hinweisen, dass sie ihren Unrat woanders zu entsorgen haben. „Doch all dies hat nicht zu weniger Unordnung an der Trasse geführt“, so Dommisch. Der Grund: Es sind nicht die Kraftfahrer, die für die hier ansässigen Unternehmen fahren, sondern fremde Fahrer, die hier direkt an der Autobahn ein Päuschen einlegen oder gar übernachten. Auch die Stadt Mittenwalde möchte für deren Unrat keine Müllcontainer aufstellen. „Das verursacht erhebliche Kosten, für die Mittenwalde nicht zuständig ist“, so die stellvertretende Bürgermeisterin. Allerdings seien die Außendienst-Mitarbeiter des Ordnungsamtes angewiesen, vor Ort auf Ordnung zu achten und die Lkw-Fahrer darauf hinzuweisen, dass sie ihre Plätze ordentlich zu verlassen haben.

Leere Verpackungen tragen polnische Produktnamen

Was am Straßenrand auf einer Länge von mehreren hundert Metern im Gewerbegebiet liegen geblieben ist, weist vor allem auf polnische Lkw-Fahrer. Die leeren Verpackungen tragen polnische Produktnamen. „Woda niegazowana“ ist hier zum Beispiel zu lesen. Auf Deutsch heißt das stilles Wasser. „Smetana“ steht auf einem Plastikbecher. Das heißt Sahne. Lech auf den grünen Getränkedosen kennt fast jeder. Es handelt sich um polnisches Bier. Tyskie-Dosen liegen ebenfalls herum. Auch das ist Bier aus dem nahen Nachbarland Polen. Doch es gibt auch andere Lebensmittelverpackungen, die zeigen, dass auch deutsche Kraftfahrer nicht besser sind. Salami steht auf einer Wurstschachtel. Auch die Cola scheint hier in Deutschland gekauft und getrunken. „Wir können nichts machen“, meint Gabriele Frenzel. Da sich das Problem hinter den Mittenwalder Ortsschildern abspielt, sei aber der Landkreis Dahme-Spreewald zuständig, der inzwischen vom Sachverhalt in Kenntnis gesetzt worden sei.

Kreis hat sich mit Grundstücksbesitzer in Verbindung gesetzt

„Die Problematik der Müllansammlung im Gewerbegebiet Mittenwalde, verursacht durch Lkw-Fahrer, die dort im Auto warten beziehungsweise übernachten, hat das Ordnungsamt Mittenwalde dem Umweltamt mitgeteilt“, bestätigt Kreis-Sprecherin Heidrun Schaaf. Allerdings sei die Angelegenheit hier erst seit dem 8. April bekannt. Dass es sich um einen Fakt handelt, der schon mehrere Jahre anhält, sei dem Umweltamt nicht geläufig. „Wir haben zunächst erst einmal den Grundstücksbesitzer angeschrieben“, erklärte Schaaf. Es handele sich dabei um einen Schweizer. Dieser habe bis Freitag vergangener Woche Zeit gehabt, sich zu dem Sachverhalt zu äußern. „Er hat sich gemeldet“, kann Heidrun Schaaf am Montag mitteilen. Der Eigentümer habe ihren Angaben zufolge bisher keine Kenntnis davon gehabt, dass sich auf seinem Grund und Boden derartig viel Müll angesammelt hat. „Man will sich nun selbst erst einmal schlau machen“, so die Kreis-Sprecherin. Für Freitag ist ein Telefongespräch vereinbart.

Von Andrea Müller

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