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Dahme-Spreewald Narrensaison endet mit „Schulzendorf herbei“
Lokales Dahme-Spreewald Narrensaison endet mit „Schulzendorf herbei“
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10:09 26.02.2017
Mitglieder des Elferrates der Schulzendorfer Sportgemeinschaft bereiten das Faschingsprogramm unter dem Motto „Fluch der Karibik“ vor. Dann sind wieder fantasievolle Kostüme bei den Gästen gefragt. Quelle: Uta Schmidt
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Schulzendorf

Am Ende der „fünften“ Jahreszeit geht es für die Karnevalisten in Schulzendorf noch einmal richtig rund. Unter dem Motto „Fluch der Karibik“ treffen sich am 4. März Faschingsbegeisterte auf Einladung des Elferrates der Sportgemeinschaft Schulzendorf 1930 e.V. in der Mehrzweckhalle zum traditionellen Faschingsball. Unter dem Weckruf „Schulzendorf herbei“ hüllen sich dann wieder an die 200 Narren in bunte Kostüme und haben eine Menge Spaß bei Spielen und Unterhaltung. „Die Gäste werden durch ein drei mal sechs Meter großes Tor aus dem Piratenschiff in den Saal gelangen“, verrät Präsident Dieter Schaffer.

Damit knüpfen die Schulzendorfer Karnevalisten an eine lange Tradition an. Vor 40 Jahren wurde ein Elferrat gegründet, der damals für die Mitglieder des Sportvereins im Sportlerheim Faschingsfeiern organisiert hatte. „Die Idee dazu kam von den Fuß- und Volleyballern, interessierte Bürger konnten ebenso mitmachen“, erinnert sich Schaffer als dienstältester „Narr“. Zum „Tatort“ wurden Sportlerheim, Butze und seit acht Jahren die Mehrzweckhalle, wo alljährlich im November zu närrischen Kappenfesten und im Februar zu Faschingsfeiern geladen wird.

Von Dekoration bis Programm alles in einer Hand

Feste, die nach wie vor vom Elferrat mit vielen Ideen und einer Menge Tatkraft vorbereitet und ausrichtet werden. Die Mitglieder schreiben Dialoge für Sketche und Moderationstexte, üben Tänze und Lieder ein, pinseln Bühnenbilder für die Halle und schneidern Kostüme. „Wir haben schon einen ganzen Fundus an Dekorationen, Fahnen und Kleidern, die in jedem Jahr je nach dem Motto wechseln“, erzählt Silvia Jacob. Als „Silvia, die Holländerin“ marschierte sie beim Kappenfest mit „Frank, dem Schotten“ als Prinzenpaar in den Saal ein. Das Paar wird auch beim Fasching als Pirat und Piratenbraut das Zepter übernehmen. Bewerben um diese Rollen mussten sie sich nicht. „Wer bei uns an der ersten Elferratssitzung zur Vorbereitung der neuen Saison fehlt, wird Prinz und Prinzessin. So lautet die Regel“, erklärt Prinzessin Silvia.

Werden beim Kappenfest in November keine Kostüme, sondern Hüte und Kappen vom Publikum getragen, schwelgen die Faschingsfreunde im März in üppiger Kleiderpracht. Die unterhaltsame Rahmenhandlung folgt einem beliebten Prozedere. Die Mitglieder des Elferrates schlüpfen in unterschiedliche Rollen. Die Zahl Elf wird dabei nicht als Dogma angesehen. Derzeit gibt es zwölf Mitglieder in diesem erlauchten Kreis, sechs Frauen und sechs Männer. Die unermüdlichen Karnevalisten werden von Beleuchtern, Technikern und einer Choreografin, aber auch von Ehepartnern unterstützt. Zur Faschingsfeiern wird als Jahreshöhepunkt noch einmal richtig Gas gegeben.

Hintergrund

Der Elferrat der Sportgemeinschaft Schulzendorf 1930 e.V. trifft sich immer montags ab 19 Uhr zur Ideenschmiede und zu Proben in der Mehrzweckhalle, Walther-Rathenau-Straße 74.

Faschingsfreunde erhalten zu dieser Zeit auch die Karten für den Ball am 4. März ab 18.30 Uhr.

Gesucht werden Informationen und Fotos von den Anfängen des Elferrats und zur 40-jährigen Faschingsgeschichte in Schulzendorf.

Weitere Informationen und Antworten auf Nachfragen gibt es unter 03 37 62/4 00 38 oder per E-Mail an dhschaffer@t-online.de

Neue „Elfen“ sind gern gesehen

Jüngste „Elfe“ ist Antje Baborak, die erst der vergangenen Saison zum harten Kern der Karnevalisten stieß. „Seitdem möchte ich unsere Proben und die Feste nicht mehr missen. Bei uns geht’s immer lustig zu. Danach geht man gut gelaunt nach Hause“, erzählt sie. Faschingsfreunde – vor allem jüngere – , die zu diesem fröhlichen Dutzend dazu stoßen möchten, sind immer gern gesehen. Inspiration für ihre Programme haben sich die Ratsmitglieder schon beim Besuch des Männertanzturniers in Wildau, Karnevalsfeiern in Nachbarorten oder im Internet geholt, so Präsident Schaffer. Auch im Sommer pflegen sie ein aktives Vereinsleben. Sie tanzen auf Geburtstagen und bei Jubiläen, erfreuen die Senioren des Ortes und der Partnergemeinden beim Sommerfest und der Weihnachtsfeier, treten im Pflegeheim und bei Frauentagsfeiern auf. Dabei werden auch schon mal Ideen für Programmteile der nächsten närrische Saison auf ihren Erfolg getestet.

Von Uta Schmidt

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