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„Nette Toiletten“ im Schenkenländchen

Konzept der Regional-AG „Nette Toiletten“ im Schenkenländchen

Nach der im baden-württembergischen Aalen entwickelten Idee, mit Gastronomen Kooperationen zu vereinbaren, damit diese ihre Toiletten öffentlich anbieten, sollen nun auch im Schenkenländchen „Nette Toiletten“ entstehen.

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Reinhard Geister von der Regional-AG.

Quelle: Karen Grunow

Teupitz. Es sorgte schon für einige Heiterkeit kürzlich bei den Mitgliedern des Amtsausschusses, als Reinhard Geister während einer Sitzung die Initiative „Nette Toiletten“ vorstellte. Was so witzig klingt, ist in erster Linie ein hilfreicher Service für Menschen mit dringenden Bedürfnissen, der durch die Gemeinden angeboten und unterstützt wird. „Man kann Synergieeffekte nutzen“, sagt Geister, der sich für die Regional-AG im Schenkenländchen engagiert, welche für die „Nette Toilette“ nun unter den Amtsausschussmitgliedern auf breite Zustimmung hofft.

Es geht darum, dass zum Beispiel Gastronomen ihre Örtchen öffentlich anbieten und dafür ein festgelegtes Entgelt durch die Kommunen oder die Amtsverwaltung bekommen. „Eine pfiffige Idee“, lobt Geister das Konzept, das zuallererst im baden-württembergischen Aalen umgesetzt worden ist und seitdem bereits Mitstreiter in mehr als 200 Kommunen bundesweit gefunden hat.

Logos weisen auf Teilnehmer hin

Das Praktische dabei: Wer sich an dem Aalener Konzept der „Netten Toilette“ beteiligt, erhält das typische Logo und kann die genauen Örtchen-Adressen in eine App eintragen lassen. „Die Kosten dafür sind überschaubar“, wirbt Geister.

Er rechnete am Beispiel Aalen vor, wie hoch die monatlichen Kosten ausfallen: So seien dort pro anbietendem Gastronom je nach Toilettenausstattung 40 bis 100 Euro nötig. In Aalen erwies sich, dass die Unterhaltung nur einer öffentlichen städtischen Toilette so hohe Kosten verursachte, dass mit diesem Geld Kooperationen mit 13 Gastronomen geschlossen werden konnten. An deren Eingängen prangt gut sichtbar das lächelnde Gesicht des „Nette Toilette“-Logos. Das lockt so manches Mal auch potenzielle Gäste ins Lokal, außerdem sorgte das ungewöhnliche Konzept auch für eine größere Bekanntheit durch das Medienecho.

Geister jedenfalls will nun für die nächste Sitzung der Amtsausschussmitglieder eine Beschlussvorlage einreichen. Damit es im Schenkenländchen durch die „Netten Toiletten“ künftig noch netter werden kann.

Von Karen Grunow

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