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Dahme-Spreewald Neuanfang in der Mehrzweckhalle
Lokales Dahme-Spreewald Neuanfang in der Mehrzweckhalle
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00:20 09.02.2018
Info-Veranstaltung mit Jugendlichen und Eltern im Jugendklub Mittenwalde, der in die Mehrzweckhalle umziehen wird. Jugendliche sehen es als Chance an. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Der Jugendklub von Mittenwalde wird in den Mehrzweckraum der Mehrzweckhalle umziehen. „Einen genauen Fahrplan haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht“, sagte am Montag Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Man sei gerade dabei, alles zu planen.

Eltern wie Jugendliche hörten den Ausführungen von Anja Audorf gespannt zu und zeigten sich zufrieden über die gefundene Lösung. Quelle: Andrea Müller

Zunächst hatte die Ankündigung des Umzugs für Gesprächsstoff in der Stadt gesorgt. Mittenwalde braucht dringend neue Kita-Plätze und sucht händeringend nach Möglichkeiten, vorhandene Räume so umzugestalten, dass Kinder betreut werden können. Es gab viel Diskussion über das Haus des Gastes in Motzen als Alternative und das Gemeinschaftshaus in Telz (die MAZ berichtete). Dass auch der Jugendklub Mittenwalde ein anderes Domizil erhält, wurde in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten lediglich mitgeteilt.

Präsentation für Jugendliche und deren Eltern

Unter den Jugendlichen, die regelmäßig den Klub in der Schulstraße besuchen, sorgte das für einige Aufregung. DRK-Sozialarbeiterin Anja Audorf hatte deswegen Jugendliche und Eltern zu einer Informations-Veranstaltung in den Jugendklub eingeladen.

Die Jugendlichen nehmen den Abschied nicht so schwer, sondern schauen mit Freude auf den Neuanfang in der Mehrzweckhalle Mittenwalde. Quelle: Andrea Müller

In einer halbstündigen Präsentation skizzierte Anja Audorf ihre Arbeit mit den Jugendlichen aus Mittenwalde mit seinen acht Ortsteilen. Audorf ist seit September 2016 im Amt. Zuvor war sie in der freien Jugendarbeit in Zossen tätig.

Etwa 30 Stammbesucher habe der Klub. Das seien einmal die 14- bis 16-Jährigen, zum anderen die Zehn- bis 13-Jährigen. Es seien feste Öffnungszeiten eingerichtet worden, während der sie als Ansprechpartnerin immer vor Ort sei. Ganz wichtig seien für die Jugendlichen Projekte. Gern angenommen worden sei das Koch-Projekt. „Das glich manchmal einer Raubtierfütterung“, scherzte Audorf. Aber auch Tischtennisturniere, Spielenachmittage, ein Graffiti-Projekt seien gern besuchte Angebote. Auch die Anschaffung einer Spielekonsole habe die Jugendlichen in den Klub gelockt. „Für viele ist das hier ein Schutzraum, wo sie sich mit Freunden treffen und sich auch beraten lassen können“, fasste Audorf zusammen. Sie verwies auch auf die Arbeit in den Klubs in den Ortsteilen, die ebenso wichtig sei, damit sich niemand bevorzugt oder benachteiligt fühle. Es sei schön, dass die Jugendlichen keine Besitzansprüche auf „ihren“ Klub stellten, sondern sich sogar in den verschiedenen Jugendklubs gegenseitig besuchten. Zusätzlich leitet Audorf an der Grundschule in Mittenwalde ein Geschichtsprojekt. „Geschichtsbewusstsein zu entwickeln, halte ich für sehr wichtig“, sagte sie.

Klub ist Rückzugsort für die Jugendlichen

In Vorbereitung auf den Info-Nachmittag hatte Audorf eine Befragung unter den Jugendlichen gemacht. Sie bezeichneten ihren Klub in Mittenwalde als Rückzugsort, wo sie spielen und quatschen können. Einer der wesentlichen Beweggründe den Klub zu besuchen, sei der Gewalt auf der Straße aus dem Weg zu gehen. Ein Junge schrieb, dass es im Klub keine Konflikte wie auf der Straße gäbe, „die man mit Fäusten lösen muss“.

Schließlich ging es um die Zukunft des Klubs. „Wir haben uns die neuen Räumlichkeiten angesehen“, berichtete Audorf den Jugendlichen und Eltern. „Ich denke, das sollte funktionieren“, meinte sie. Der Raum sei etwas kleiner als die Fläche, die ihnen im jetzigen Klub zur Verfügung stehe. Klarer Vorteil seien die Möglichkeit der Nutzung von Hallenzeiten und des Außenbereiches. „Wir können den Raum selbst mitgestalten und auch die Küche nutzen“, unterstrich Audorf. Zudem sei ihnen ein neuer Billardtisch versprochen worden.

Überrascht über positive Wende

Die Eltern zeigten sich zunächst von dieser positiven Wende überrascht. „Ich hab schon gedacht, hier bricht alles zusammen“, sagte Jeanette Burkhardt. Auch die Jugendlichen, die am Freitag in den Klub gekommen waren, sehen den Umzug nicht negativ. Es ist eher das Gegenteil der Fall. „Wir freuen uns drauf“, meinten sie fast im Chor.

Im bisherigen Jugendklub will die Stadt Mittenwalde so schnell wie möglich 30 neue Kita-Plätze schaffen.

Von Andrea Müller

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