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Dahme-Spreewald Neuauflage von „Newtopia“ geht auf Sendung
Lokales Dahme-Spreewald Neuauflage von „Newtopia“ geht auf Sendung
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09:52 23.02.2016
Die „Youtopia“-Party vom Wochenende. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Zeesen

Das im vorigen Jahr glorreich gescheiterte Sat.1-Fernsehprojekt „Newtopia“ erfährt offenbar eine Art Neuauflage. Im stillen Kämmerlein hat einer der Ex-Bewohner einen Wiederbelebungsversuch für das Format ausbaldowert. Es solle anders werden, sagt er. Kleiner, privater, das Projekt wird auch nicht mehr „Newtopia“ heißen, sondern „Youtopia“. Es wird nicht einmal im Fernsehen laufen. Aber der Schauplatz – eine eigens für die Newtopia-Produktion errichtete Scheune im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen – bleibt derselbe. Und auch das Personal wird sich wohl, nach allem, was bisher bekannt ist, überschneiden. Bereits am Dienstag, genau ein Jahr nach dem „ Newtopia“-Start, soll das erste Filmchen auf Youtube zu sehen sein.

Ex-Newtopia-Bewohner wollte unbedingt wieder zurück

Initiator des Revivals ist ein Mann, der sich „Don Diego“ nennt, der aber eigentlich Dirk Pauli heißt. Halbwegs bekannt wurde er dadurch, dass er im Juni vergangenen Jahres selbst zwei Wochen lang in der „Newtopia“-WG lebte und sich rund um die Uhr von Kameras dabei filmen ließ, wie er gemeinsam mit den anderen Bewohnern unter TV-Labor-Bedingungen versuchte, ein funktionierendes Sozialleben aufzubauen.

Pauli war der letzte von insgesamt 36 Teilnehmern, die in die Scheune einzog. Nach dem Aus der Show am 22.  Juni sei eine Rückkehr nach Zeesen sein großer Traum gewesen, sagt er. Den hat er jetzt offenbar wahr gemacht.

Nach eigenen Angaben hat Pauli die verwaiste Scheune nebst zwei dazugehörigen Hektar Land angemietet. Außerdem hat er einige Pferde und Ponys dorthin verfrachtet, die bislang auf seinem Hof in Niedersachsen standen. Seit Januar lebe er mit seinen Tieren in Zeesen, sagt er. Aus dem einstigen Pionier-Lager ist ein Single-Haushalt geworden. Pauli glaubt aber, dass die Dinge, die dort passieren, trotzdem so interessant sind, dass sich übers Internet Zuschauer finden werden. Was genau er mit „Youtopia“ bezweckt, bleibt zunächst unklar. Pauli hält sich vage. Es solle ein freies Projekt ohne Reglement sein, sagt er, was vorher bei Sat1 nicht möglich gewesen sei. „Wir wollen das in die Tat umsetzten, was mit dem Projekt einmal angekündigt war, und wir wollen vor allem dabei ehrlich bleiben“, so Don Diego.

Viele bekannte Newtopia-Gesichter sind dabei – nur eines nicht

Mit von der Partie sollen offenbar auch weitere „Newtopia“-Veteranen sein. Zumindest sind am Wochenende schon mal einige der ehemaligen Bewohner zu einer Party erschienen, die Pauli dort zur Feier seines Einzugs gegeben hat. Einer fehlte allerdings, auf den viele Fans dann wohl doch am meisten gespannt gewesen sein dürften: Candy Bormann. Das Enfant Terrible der Reality Show galt als das Gesicht von „Newtopia“ und wegen seiner Eskapaden auch als Garant dafür, dass sich zumindest noch einige Zuschauer das zumeist öde WG-Leben antaten. Bei seinen Ex-Mitbewohnern scheint Bormann aber verbrannte Erde hinterlassen zu haben. Man wolle ihn nicht dabei haben, heißt es.

So rätselhaft, wie das ganze Projekt klingt, ist es auch. Lange war nicht klar, was überhaupt mit der „Newtopia“-Immobilie geschieht. Das Produktionsgelände ist Teil eines riesigen Areals, auf dem früher der Sender Zeesen stationiert war, und das komplett dem Mittenwalder Unternehmer Dirk Thümmler gehört. Thümmler hatte den „Newtopia“-Machern einige Hektar für ihrer Show vermietet. Für dieses Gelände wurde eine Baugenehmigung erteilt, die allerdings in einem Jahr ausläuft. Laut Stadtverwaltung bedeutet das: Die Scheune muss in genau einem Jahr verschwunden sein.

Zukunft des „Newtopia“-Geländes bleibt unklar

Auch was die Nutzung der restlichen Senderfläche angeht, bleiben viele Fragezeichen. Direkt nach der „Newtopia“-Absetzung hatte Dirk Thümmler Journalisten über das Areal geführt und dort den Aufbau eines neues kulturellen Zentrum namens „Kultropolis“ verkündet. Dort soll es Bühnen, Konzerthallen, Proberäume, Party-Locations und Gastronomie geben. Planungsrechtlich sei dergleichen derzeit allerdings überhaupt nicht möglich, sagt Kerstin Koffke. Denn im derzeit gültigen Flächennutzungsplan ist das gesamte alte Sendergelände als Wald ausgewiesen. Der Plan werde zwar derzeit grundlegend überarbeitet, im vorigen Jahr gab es auch schon eine öffentliche Beteiligung. Der Vorentwurf hatte ausgelegen, Anwohner und Interessenten konnten Ideen einbringen und Vorschläge machen. Der Vorschlag für ein Kultur-Zentrum in Zeesen sei allerdings nicht gemacht worden, sagt Kerstin Koffke.

Dirk Thümmler war am Montag für Nachfragen nicht zu erreichen.

Von Gerlinde Irmscher und Oliver Fischer

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